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Home > Familie & Beruf > Leserbrief: LEBENSGEFÄHRLICHER EINSTIEGSBEREICH AM U-BAHNHOF LORENZKIRCHE



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Leserbrief: LEBENSGEFÄHRLICHER EINSTIEGSBEREICH AM U-BAHNHOF LORENZKIRCHE



Ein meier-Leser über einen lebensgefährlichen Zwischenfall in der Nürnberger U-Bahn.

Mein Name ist Robert Wagner, ich wohne in Wendelstein, und bin Vater von zwei Kindern, Lisa , 6 Jahre und Tim , 4 Jahre alt.

Wir besuchten am Sonntag, den 31.07.2005 das Nürnberger Bardentreffen und benutzten für die An- und Abfahrt, von der Bauernfeindstraße zur Lorenzkirche und zurück, die Linie U 1.

Ich begab mich am Rückweg, mit meinen beiden Kindern an der Hand und in sicherem Abstand, an das Bahngleis in Richtung Langwasser.

Die U-Bahn fährt ein gegen ca. 19 Uhr 27, der Zug hält an. Die Tür öffnet sich ( am 1 Wagen an der ersten Tür nach dem Fahrer), und ich begebe mich mit meinen beiden Kindern, an der linken Hand Lisa und an der rechten Tim, in den Wagon über die Türschwelle. In diesem Moment rupft es an meiner Hand. Ich dachte, mein Sohn Tim ist hingefallen, ich drehte mich nach allen Richtungen, aber von Tim war nichts mehr zu sehen. Dann ging mein Blick schließlich nach unten und ich sah meinen kleinen, weinenden Sohn unten am Bahngleis zwischen Bahnsteigkante und U-Bahn liegen.

Ich rief sofort zum Fahrer, mein Sohn ist hier reingefallen. Der Fahrer reagierte sehr schnell und schaltete auch sofort den Hauptstromschalter ab.

Ein Passant half mir dabei, meinen Sohn, der glücklicherweise aufgestanden war, an den Händen zwischen Bahnsteigkante und Türschwelle wieder nach oben zu ziehen.

Mein Bekannter Werner Taucherbeck und die Passanten im Zug waren alle sehr empört, dass so etwas im öffentlichen Personennahverkehr passieren kann.

Mein Sohn, Herr Taucherbeck und ich sind selbst am heutigen Tage noch traumatisiert.

Diesen Sachverhalt schilderte ich am Montag morgen gegen 9 Uhr 30 auch Herrn Bauer von der Schadensabteilung der VAG. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, dass hier Verbesserungen nötig sind, gab mir Herr Bauer sinngemäß zur Antwort, daß er mir nur sagen könne, es werden mit Sicherheit keine baulichen Veränderungen vorgenommen, das ist alles von der Baubehörde geprüft und abgenommen worden, es lässt sich nichs ändern, da sich der Bahnhof im Kurvenbereich befindet.

Daraufhin sagte ich zu Herr Bauer, dass um diese Tageszeit nicht nicht viel los,war, ganz anders würde es aussehen in der Hauptverkehrszeit. Da würde eine Mutter womöglich auch beim Einsteigen ihr Kind verlieren, nur hätte sie gar keine Möglichkeit mehr Hilfe zu holen, wenn sie von der Menschenmenge in den Wagen geschoben wird und einen Moment später schon die Türe schließt.

Und was ist, wenn die U-Bahn mal ohne Fahrer fährt? Antwort:“ da könnte erst recht gar nichts mehr passieren, da Lichtschranken sofort ein Weiterfahren verhindern würden.“
„ WERS GLAUBT“.Nach diesem Einwand meinerseits erhielt ich noch mal die Antwort, dass sich nichts ändern würde, es ist alles baulich abgenommen.“

Und dann rutschte Herr Bauer noch der Satz raus (schon leicht genervt), daß mein Kind nicht das Erste sei, welches hier reingefallen ist. ( So ungefähr, ich soll mich mal nicht so haben.)

Muss also wirklich erst ein Mensch zu Tode kommen, ehe verantwortungsvoll gehandelt wird?



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Geschrieben von Robert Wagner
Mittwoch, 03. August 2005


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