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Blitz und Donner im August
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Plötzlich waren da unerwartet dunkle Wolken am Himmer über dem Seenland rund um Pleinfeld.
Dann prasselte es schon wie aus Kübeln und die Gäste beim „Theo“ im Sportheim in Ramsberg flüchteten vor dem „Monsunregen“ vom Biergarten in die aufnahmefähige Gaststube. Unter ihnen auch 27 Wanderer der W+W im TSV Wendelstein, die hier noch vor ein paar Minuten beim Nachtisch zu einem wohlverdienten Mittagessen gesessen hatten. Dabei hatte es am Morgen doch recht zuversichtlich ausgesehen.
Eine stattliche Gruppe hatte sich vom Parkplatz vor der TSV-Gaststätte in Richtung Allmannsdorf aufgemacht. Die relativ hohe Teilnehmerzahl war für den Monat August doch eher ungewöhnlich, weil im Hauptferienmonat die privaten Urlaubswünsche Vorrang hatten. An der Staumauer am großen Brombachsee in Allmannsdorf starteten um 10 Uhr zwei Gruppen. Die Profis der U 80, darunter die Wanderelite der W+W und ein elitärer Spitzensportler begannen ihren Weg am Nordufer, der über 14 Km nach Ramsberg führte. Die Gruppe der Langzeitrekonvaleszenten und die erstarkte Kindertruppe, ergänzt durch eine Gastfamilie, hatten sich für den südlichen Anmarsch zum Treffpunkt „beim Theo“ in Ramsberg entschieden und begannen ihren Weg über den 1,7 km langen Damm zum 6 km entfernten Ziel. Beide Teams hatten gute Wanderbedingungen. Bei 18 Grad kam gelegentlich die Sonne heraus. Alle genossen die herrliche Landschaft rund um den seit 1999 fertig gestellten Stausee und die gastfreundlichen kleinen Ortschaften ringsum. Die Älteren unter den Teilnehmern konnten sich noch an das Jahr 1985 erinnern, als sie unter fachkundiger Führung schon einmal an gleicher Stelle die Planung der 1993 begonnenen Arbeiten bei einer Wanderung feststellen konnten. Wie gesagt, zum Mittag trafen sich alle Teilnehmer beim „Theo“, dem ehemaligen Wirt der TSV-Gaststätte mit einem „Hallo !“ nach all den Jahren.
Dann kam mit dem Regen die unvorhergesehene Programm-Änderung. Noch im Trockenen hatten die 6-10 jährigen Kinder in einem kleinen Malwettbewerb gezeigt, dass sie vielseitig begabt sind und dass sie schon ein gewisses Maß an Sinn für die schönen Dinge entwickelt hatten. Unser Chef verlegte die Ehrung kurzerhand in die gemütlichen Räume im Haus und konnte alle Kinder als Gewinner in ihren Altersklassen auszeichnen. Als Dank für die individuellen Leistungen gab es ein Eis und eine Freifahrt mit dem Trimaran über den großen Brombachsee nach Allmannsdorf zurück. Das Wetter hatte sich ebenso schnell wieder gebessert wie es gekommen war und die Gruppe beschloss, die Wanderung fortzusetzen. Die Profis gingen den restlichen Weg weiter zu Fuß und die Genießer bevorzugten mit den Kindern zusammen das schöne Schiff zum Parkplatz zurück. Vorher hatte unser Triathlon-Weltenbummler und Konditionswunder noch eine kleine Einlage geboten und in einem Eilmarsch zur Sicherheit einen Wagen vom Parkplatz geholt. Für alles war also umsichtig Sorge getragen und so war es ein schöner Tag geworden. Als es nach gut einer Stunde Schifffahrt am Parkplatz zum Abschied kam waren alle mit sich und ihren Erlebnissen zufrieden. Auch die Kinder hatte ihren Spaß gehabt und freuen sich darauf, wenn im September die Aktion der W+W für Alt und Jung die Teilnehmer nach Nürnberg führt, wo am Tiergärtnertor die alten Zeiten von vor 500 Jahren beschworen werden. Die heutige Wanderung hatte gezeigt, dass es bei einer entsprechenden Vorbereitung, verbunden mit einem Dank an mein Team, ein Nebeneinander von Omas, Opas, Eltern und Kindern geben kann. In den Sommermonaten ist das für alle sicherlich eine neue und ausbaufähige Erfahrung.
Zum Schluss möchte ich dennoch alle diejenigen um Nachsicht bitten, denen die Ankündigung der Wanderung zu unpersönlich, die lange Strecke zu kurz und die kurze Strecke zu lang, das Essen zu griechisch und der Regen zu nass war und dass alles einmal etwas anders war als sonst im Jahr über bei den „normalen“ Wanderungen.
JW
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Geschrieben von Marianne Scheuerlein
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Sonntag, 03. September 2006
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