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(M)essbare Erfolge



Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten liegen voll im Trend

Vitaminreiche Kost aus garantiert kontrolliertem Anbau: Die Zahl der Hobbygärtner, die Obst und Gemüse am liebsten im eigenen Garten pflanzen und ernten, wächst stetig. Kein Wunder, denn das bunte Fest der Früchte vor der eigenen Haustür ist nicht nur ein kulinarischer, sondern auch ein optischer Genuss. Neben der gesunden Kost für die Familie erfreut man sich fast das ganze Jahr über am Wachstum und den Farben dessen, was man mit eigener Hand gesät hat. Doch ein »grüner Daumen« ist kein Zufall – erst eine gute Planung führt zu (m)essbaren Erfolgen.

Bei der Planung eines Nutzgartens auf dem eigenen Grundstück darf man sich guten Gewissens an jahrhundertealten Vorbildern orientieren. Bereits im Mittelalter gliederten Mönche die Klostergärten geometrisch. Sich kreuzende Wege hatten nicht nur christliche Symbolkraft, sie erleichterten vor allem den Zugang zu den Beeten und auch den Überblick beim notwendigen Fruchtwechsel. Etwa 1,20 Meter sollte ein Beet erfahrungsgemäß breit sein, damit man es von beiden Seiten gut bearbeiten kann. Die Länge richtet sich nach der gewünschten Erntemenge.
Da Pflanzen den Boden auszehren, wenn sie lange an der gleichen Stelle angebaut werden, entdeckte man den Fruchtwechsel. Die jährliche Fruchtfolge wird dabei bestimmt von den Nährstoffen, welche die jeweiligen Pflanzen dem Boden entziehen. Im ersten Jahr pflanzt man die so genannten Starkzehrer (etwa Kartoffeln, Gurken und verschiedene Kohlsorten), im zweiten die Mittelzehrer (Zwiebeln, Möhren, Salate) und im dritten Jahr schließlich die Schwachzehrer wie Bohnen, Erbsen und Kräuter. Danach beginnt der Reigen wieder von vorn. Wer jedes Jahr die ganze Vielfalt will, gliedert seinen Garten am besten in vier Bereiche. Drei werden für die verschiedenen Stadien des Fruchtwechsels genutzt, der vierte Abschnitt ist den Arten vorbehalten, die über Jahre denselben Standort beanspruchen – etwa Tomaten, Spargel, Rhabarber und Erdbeeren.

Auf gute Nachbarschaft
Wer statt des Fruchtwechsels seine Beete lieber als Mischkultur anlegen will, sollte gute und schlechte Nachbarn genau kennen. Denn Harmonie ist in der Pflanzengemeinschaft ein Muss, jedoch keine Selbstverständlichkeit. So schützen sich zwar bestimmte Gemüsesorten gegenseitig vor Schädlingen, andere dagegen können sich »nicht riechen« und gehen ein. Wer nicht auf gut Glück ausprobieren will, wer mit wem »kann«, zieht am besten die Erfahrung eines erfahrenen Profigärtners oder ein gutes Buch zurate.

Will man kulinarisch aus dem Vollen schöpfen und zwischendurch kurz mal was Vitaminreiches naschen, dürfen Obstbäume und Beerensträucher nicht fehlen. Sie sollten allerdings auf die Grundstücksgröße sowie die Klima- und Bodenverhältnisse abgestimmt sein. Bedenken sollte man, dass Obstbäume in der Regel eine Entscheidung für Jahrzehnte bedeuten. Für kleine Gärten gibt es von etlichen Sorten auch niedrig oder schmal wachsende Varianten.

Zeit zu handeln
Das Frühjahr ist die Zeit der wichtigsten Handgriffe, die darüber entscheiden, wie viel Freude man den Rest des Jahres an seinem Nutzgarten hat. Zuerst muss das letzte Wintergemüse geerntet werden, beispielsweise Grünkohl, Feldsalat oder Rosenkohl, dazu im Kräutergarten noch Petersilie, Löffelkraut oder Winterportulak. An frostfreien Tagen sollte man dort, wo es nötig ist, Dünger, Kalk und Kompost ausstreuen. Bei nicht zu starkem Frost ist auch die Gelegenheit zum Baumschnitt günstig. Er kommt zerkleinert unter den Kompost.

Noch bevor die Obstbäume zu treiben beginnen – in der Regel im März –, muss der Baumschnitt beendet sein. Rosen sollten spätestens im März zurückgeschnitten werden. Dann ist auch Pflanzzeit – nicht nur für Rosen, sondern auch für Obstbäume, Beerensträucher und Ziergartengehölze. Wichtig: Beim Kauf auf krankheitsresistente Züchtungen achten. In milden Gebieten kann jetzt bereits das erste Gemüse gesät werden. Besonders geeignet für die frühe Aussaat sind dicke Bohnen, Möhren, Zwiebeln und Spinat.

Im April ist dann der erste Rasenschnitt des Jahres fällig. Sinnvoll ist es, das geschnittene Gras als Mulchdecke über die Beete zu streuen. Nun ist Pflanzzeit für Staudenkräuter wie Melisse, Fenchel, Schnittlauch, Salbei und Lavendel. Und inzwischen ist es auch warm genug, das nicht zur Frühsaat geeignete Gemüse zu pflanzen.

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Geschrieben von Bausparkasse Schwäbisch Hall AG
für meier-Magazin
Mittwoch, 13. April 2005


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