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Erlebnis Weltjugendtag



Junge Wendelsteiner Katholiken erleben den Weltjugendtag in Köln – Unvergessliches Erlebnis für die Jugendlichen

Wendelstein. Eine Gruppe von jugendlichen Wendelsteinern erlebte als Dauerteilnehmer den Weltjugendtag in Köln mit. Völlig übermündet und erschöpft, besonders von den beiden Tagen am Marienfeld, kam die Gruppe in der Nacht von Sonntag auf Montag in Wendelstein an. Die in Köln gemachten Eindrücke werden den jungen Leuten aus der Pfarrei St. Nikolaus sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.


Menschenmassen beherrschten das Stadtbild von Köln und ebenso die beiden Tagen auf dem Marienfeld mit der Mitternachtsvigil und dem Abschlussgottesdienst mit Papst Benedikt XVI. Weite Wegstrecken mussten zu Fuß überwunden werden, da in diesen Tagen mehrmals das öffentliche Verkehrsnetz in Köln zusammengebrochen war. Auch der Hinweg und Weggang vom Marienfeld brachten manche der Teilneh-mer an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Die Erfahrung, dass die zuständige Es-sensausgabe keine Mahlzeiten zum Austeilen bekommen hatte, gehörte ebenso zum Erlebnis Weltjugendtag dazu, wie der Frust darüber, dass die Abfahrt vom Marienfeld mit vorgesehenen Shuttlebussen nicht bewerkstelligt werden konnte, sondern der Weg wieder per pedes vollzogen werden musste. Der Weltjugendtag strengte an – sicherlich. Das ist die eine Seite einer solchen Massenveranstaltung.
Die andere Seite dieses Weltereignisses wird die Teilnehmer sicherlich dauerhafter prägen, denn Weltjugendtag bedeutet zunächst einmal Begegnung. Und dazu gab es am Kölner Weltjugendtag genug Gelegenheit. Ein buntes Programm mit Konzerten, Freilichtkino, Tanz, Gesang führte die Jugendlichen zusammen. Gottesdienste, Gebet und Besinnung ermöglichten die Begegnung mit dem Glauben. Persönlichkeiten, die man sonst nur aus dem Fernsehen oder aus der Tagespresse kennt, gaben sich bei den Tagen in Köln ein Stelldichein. Die Worte von Bundespräsident Horst Köhler gingen unter im Jubel und der La-Ola-Welle der Masse nach dem Eröffnungsgottes-dienst im Rhein-Energie-Stadion. Die Wendelsteiner erlebten ebenso an diesem Ort Fußballlegende Pelé beim internationalen Festival ‚Bridging the world’. Spontane Un-terhaltungen wurden von den jugendlichen Pilgern auf dem Marienfeld bis in die frü-hen Morgenstunden des Sonntags geführt. Von Berührungsängsten und Abgrenzung war in der ‚Welthauptstadt Köln’ nichts zu spüren.

Gastfreundlich erwiesen sich die Kölner Familien aus der Pfarrei St. Bruno, in denen die Wendelsteiner Pilger untergebracht waren. Die Stimmung am Dom war unübertrefflich. Immer wieder entstanden die Polonaisen der Fahnenträger aus den verschiedenen Nationen. Es wurde getanzt und gesungen spontan, ohne Vorgaben und feste Struktur. Schwungvolle Gottesdienste, wie den großen Eröffnungsgottesdienst im Rhein-Energie-Station feierten die Wendelsteiner Pilger mit. Und die Wendelsteiner Gruppe tauchte voll in die besondere Atmosphäre Weltjugendtag ein.
Mit den beiden Bischöfen Franz Kamphaus und Walter Mixa erlebten die Jugendlichen Katechesen, am Freitagabend waren sie in der Kölner Pfarrgemeinde St. Ste-phan eingeladen, den Kreuzweg mitzugehen.


Der Jugendkreuzweg des Weltjugendtags führte über 15 Stationen. Nach der 12. Station folgten die Jugendlichen einer Lichterprozesseion durch die Kölner Straßen und man traf sich mit zwei weiteren Gottesdienstgemeinden unter anderem mit flämi-schen Pilgern in einer Parkanlage. Die letzten Stationen, ein Schlussgebet und der Segen beendeten die Andacht.

Den Höhepunkt des Weltjugendtages bildeten die beiden Tage auf dem Marienfeld: Bereits am Samstag versammelten sich rund 800.000 Jugendliche auf dem weitläufi-gen Areal. Als die Wendelsteiner Gruppe den für sie vorgesehenen Abschnitt erreichte, konnte nur noch ein Platz am Weg ‚häuslich’ bezogen worden. Die Organisatoren hatten es aufgegeben, die Pilgerausweise zu kontrollieren und die vorgesehenen Plätze zuzuweisen. Aber schließlich war das Viertel C 10 doch fest in Eichstätter Hand.
Der Papst selbst konnte jedoch nur auf der Altarinsel erahnt werden. Großleinwände brachten den Nachfolger auf dem Stuhl Petri näher an die Pilger heran. Der Wen-delsteiner Thomas Pfeifer hatte aber die Ehre bei der Vigilfeier und beim Abschluss-gottesdienst einen der zuvor verlosten vorderen Sitzplätze einnehmen zu dürfen.
Hunderttausende Lichter erhellten das Marienfeld während der Vigil. Wie am gesam-ten Weltjugendtag war auch diese liturgische Feier ansprechend gestaltet. In die mehrsprachigen Gesänge konnten alle Teilnehmer gut einstimmen.
Die Nacht auf dem Marienfeld gehörte ebenso zu den besonderen Erlebnissen auf dem Marienfeld. Die meisten der Teilnehmer legten sich dort nieder, wo sie auch den Gottesdienst gefeiert hatten. Eine für August kalte Nacht stand bevor. Das Marienfeld kam jedoch nicht zur Ruhe. Die Organisatoren gaben sich alle Mühe, dass das Ma-rienfeld auch am Sonntag den Pilgeransturm bewältigen konnte. Ab Mitternacht wa-ren Müllabfuhr und die Tanklastwagen des WC-Services im Einsatz.
Um 5.30 Uhr erklangen bereits Gesänge aus den einzelnen Feldabschnitten und Gruppen tanzten auf dem Weg.
Am Sonntag ging der Weltjugendtag 2005 mit einer großen Papstmesse zu Ende. Vor über einer Million Gläubigen auf dem Marienfeld bei Frechen sprach Papst Be-nedikt über die Bedeutung der Feier der Eucharistie für ein christliches Leben. Er verdeutlichte durch seine Worte, dass die Zukunft der Kirche der Jugend gehöre. Auch bat er die jugendlichen Pilger, sich immer wieder für Christus und seine Kirche begeistern zu lassen.
Neben dieser Gruppe aus der Pfarrei St. Nikolaus waren ebenso einige Gruppenleiter und Gruppenmitglieder aus dem Pfadfinderstamm der Pfarrei als ehrenamtliche Helfer eingesetzt und ebenso als Teilnehmer beim großen Pfadfinderlager in Düsseldorf dabei.

Bericht: Michael Fass

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Geschrieben von Michael Fass
Dienstag, 23. August 2005


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