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Erntedankfeier mit Eine-Welt-Laden in der Arche Großschwarzenlohe
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Der zwölfköpfige Kinderchor ArcheKids (hier mit Gottesdienstgästen) präsentierten den Rap-Gesang: "Ich werfe meinen Dank an den Himmel..."
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Erntedank - Gerechtigkeit macht den Genuss
Eine-Welt-Laden mit Köstlichkeiten aus aller Welt
Wendelstein (sy) - Beim traditionellen Familiengottesdienst zu Erntedank wäre das Großschwarzenloher Kirchenschiff »Arche« beinahe gesunken. Der mit heimischen Obst - und Gemüsesorten reichlich gedeckte Erntedanktisch, die vielen jungen und älteren Besucher und die fair gehandelten Waren aus aller Welt trugen dazu mit ihrem Gewicht bei.
Unter dem Thema »Reich bei Gott« sangen die über 250 Gottesdienstbesucher traditionelle Lieder zu Erntedank, lauschten und begleiteten rhythmisch den Gesang des Kinderchors ArcheKids. Der »Arche Konfirmandenkurs« trug moderne Textversionen zu Jesu Gleichnis »Vom reichen Kornbauern« vor. In seiner Predigt beleuchtete Pfarrer Johannes Matthias Roth die Frage: Welchen Platz findet das Erntedankfest im christlichen Alltag? »Es ist schwer in einer Welt voller erdrückender Werbung und übervollen Supermärkten ein Erntedankfest zu feiern; und die 3-2-1-meins- Philosophie tut ihr übriges dazu.« Vielmehr gehe es darum, so Roth, »dass wir mit den Augen der Dankbarkeit und der Liebe die Welt anzusehen und uns noch über Kleinigkeiten freuen, damit wir auch innen reich werden« Mit dem Zitat des Werbespruchs »Außen Wasser, innen reich«, leitete Roth zur Taufe über, die alle Gläubigen in der übervollen Arche miterleben konnten.
Mit dem Erntedankfest feierte die Kirchengemeinde auch das einjährige Bestehen ihres »Eine - Welt - Laden« mit Köstlichkeiten aus aller Welt. Johanna Wegner und Evi Pamer mit Konfirmandinnen betreiben im Rahmen der Evangelischen Kirchengemeinde den prosperierenden »Eine - Welt - Laden«. Fair gehandelter Schmuck, Spielwaren, Kaffee, Lebensmittel und Köstlichkeiten aus aller Welt finden dort verantwortungsbewusste Einkäufer. Johanna Wegner erklärt: »Viele Menschen in den Anbauländern arbeiten unter unwürdigen Bedingungen und erhalten für ihre Arbeit keinen gerechten Lohn oder niedrige Preise, die nicht einmal die Produktionskosten decken.« Aus der Cadolzburger Zentrale und aus Münsterschwarzach beziehen sie die »EIne - Welt - Waren« der anerkannten Handelsorganisationen des Fairen Handels (z.B. gepa). Alle Produkte tragen das internationale Siegel »Transfair« für fair gehandelte Produkte, und meist auch das Öko-Bio-Siegel der EU-Bio-Verordnung. Erfreulich für gesundheits- und umweltbewusste Käufer, »rund 70 % der fair gehandelten Produkte sind in Bioqualität« betont Evi Pamer. Die anerkannten Organisationen schließen ihre Verträge direkt mit den Kleinbauern in Lateinamerika, Afrika und Asien. Durch die fairen Abnahmepreise wird sichergestellt, dass die hervorragende Qualität erhalten bleibt, die durch den allgemeinen Preisdruck meist auf der Strecke bleibt. »Gerechtigkeit macht den Genuss« freut sich Johanna Wegner, »da schmeckt der fair gehandelte Espresso gleich noch besser!« Die nächste Einkaufsmöglichkeit bietet sich nach dem Familien - Musik - Gottesdienst am Sonntag, den 23.Oktober.
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Geschrieben von Michael Syre
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Donnerstag, 06. Oktober 2005
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