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Wendelstein: Aus der Bauausschusssitzung vom 7.April
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· Pflasterarbeiten im Altort · Wendenbrunnen · Mobilfunksender in Großschwarzenlohe
Pflasterarbeiten im Altort
(gh) – Wolfgang Höfling, Leiter der Bautechnischen Abteilung berichtete, dass der erste und zweite Bauabschnitt auf Wunsch der Gewerbetreibenden zusammengefasst wurde. Der dritte Abschnitt (Schwarzachbrücke) werde bis zur Kirchweih fertig, müsse aber während des Festes gesperrt bleiben, da der Beton, wie bereits im Vorfeld bekanntgegeben, mindestens vier Wochen lang aushärten müsse, bevor Autos darüber fahren dürften.
Anschließend werde das Stück zwischen Marktstraße und Kirchenstraße folgen. Soweit es das Wetter zulasse, werde sich bis zum Jahresende der Bereich zwischen Unterer Rathausgasse und Mühlstraße anschließen. In 2006 wird das Stück zwischen Mühlstraße und Marktstraße gepflastert. In der Ferienzeit soll dann als letzter Abschnitt das Stück von der Kirchenstraße bis zum Plärrer folgen, das dürfte der im Hinblick auf die notwendige Sperrung wohl problematischste Abschnitt sein. Nach Höflings Worten sollen dann im September 2006 die Arbeiten abgeschlossen sein.
Durch die Zusammenfassung von Bauabschnitten verkürze sich die Bauzeit von drei auf zwei Jahre.
Wendenbrunnen
Der Wendenbrunnen werde, so Höfling, noch vor dem Festival in neuem Glanz erstrahlen. Der Brunnen solle nach seiner Fertigstellung auch nachts beleuchtet werden. Der Bauausschuss folgte seinem Vorschlag und beschloss den Kauf von vier Bodenleuchten zu je etwa 800.- Euro. Die Mitglieder des Ausschusses wollten keine Befestigung von Strahlern an Privathäusern oder Straßenlaternenen. Die Bodenleuchten werden im Pflaster innerhalb der Absperrkette installiert und halten ein Gewicht von über 3 Tonnen. Jede Leuchte werde mit einer speziellen 35-Watt-Birne ausgestattet, Laut Herstellerangaben betrage die Lebensdauer dieser Bodenstrahler bis zu 14000 Betriebsstunden.
Des weiteren beschloss der Ausschuss die Ausrichtung eines Brunnenfestes zur Einweihung für Samstag, den 28.Mai.
Mobilfunksender in Großschwarzenlohe
Marktgemeinderätin Gertrud Reuter nahm vehement Stellung gegen die Errichtung eines Mobilfunksenders auf dem Hochhaus mitten in Großschwarzenlohe. Dort sei der ganze Ort betroffen, Schule und Kindergarten lägen nur etwa 300 Meter entfernt. Sie wies auf eine Initiative von Ärzten, Ingenieuren und Biowissenschaftlern aus Bamberg hin, die vor den Gefahren des Mobilfunks warnen. Es seien Gesundheitsstörungen bis hin zu Krebserkrankungen zu erwarten. „Ich bin nicht gewählt worden für die Umsatzsteigerung von Mobilfunkunternehmen, sondern für das Wohl der Bürger,“ betonte Reuter, „das kann nicht der Standort sein.“ Sie fordertet einen „Rahmenplan“ der Gemeinde für Mobilfunksender, in dem geeignete Standorte festzulegen seinen. Für den vorliegenden Fall schlug sie einen abseits gelegenen Standort vor, so wie z.B. den Sendemast im Wald bei Sperberslohe an der Autobahn.
SPD-Fraktiossprecher Matthias Kelsch wies darauf hin, dass die Bayerische Bauordnung Mobilfunksender als „nicht störende Anlagen“ betrachte. Das Landratsamt sei für die Genehmigung zuständig und könne ein verweigertes Einvernehmen der Gemeinde ersetzen. Das verweigerte Einvernehmen sei also kaum mehr als ein Appell und habe keine bindenden Auswirkungen.
Gerd Brandmüller von der CSU bemängelte, dass die Antragsunterlagen des Mobilfunkunternehmens nachlässig erstellt seien. Der Feldstärkenverteilungsplan zeige einen anderen Standort als den nun vorgesehenen. Wegen dieser widersprüchlichen Angabe solle man den Antrag zurückweisen.
Werner Winter von den Freien Wählern forderte ebenfalls, andere Standorte zu finden. Dazu sollten sich die Fraktionssprecher zusammensetzen und einen gemeinsamen Vorschlag erarbeiten.
Schlussendlich verweigerte der Ausschuss einstimmig sein Einvernehmen.
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Geschrieben von Gerd Huke für Gemeinde Wendelstein |
Samstag, 23. April 2005
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