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Ulrich Pfann

Eröffnung der Sammelsaison 2005



Die Gruppe vor dem Museum im Schloss Wolkenstein

Spannende Mineraliensuchaktion der Roth-/Wendelsteiner AWO Mineraliengruppe im Erzgebirge und in Tschechien

Zu Beginn des zweiten Quartals der Mineraliensaison 2005 organisierte der 1. Vorsitzende der AWO Wendelstein und Leiter der Mineraliengruppe Klaus Pusch eine fünftägige mineralogische Exkursion ins mittlere Erzgebirge und nach Tschechien.
In zwei Kleinbussen fuhren 12 bestens ausgerüstete Teilnehmer / innen zum zentralen Stützpunkt, einem idyllisch gelegenen Hotel in der Erzgebirgsstadt Zöblitz bei Marienberg.
Noch am Anreisetag wurde die Gruppe vom Chef der erzgebirgischen Bergbauagentur Zöblitz Hans Richter durch eine alte Silbergrube geführt und anschließend zu einem Diavortrag über bergbauliche Themen und einem delikaten Bergmannsschmaus eingeladen.
Am nächsten Morgen, gleich an der ersten Fundstelle, wurden zwei enthusiastische Teilnehmer mit den Gefahren eines großflächigen Schlammgebietes konfrontiert. Der eine musste für qualitativ hochwertige Amethyst ( Härtegrat 7 ) - und Achatfunde ( verschiedenfarbige Quarze ) einen blutigen Finger in Kauf nehmen, der andere versank mit seinem rechten Bein einen halben Meter tief im Schlamm, konnte aber gerade noch rechtzeitig herausgezogen werden.
Im Schacht " Vater Abraham " galt es gelbe Fluoritstücke ( Härtegrad 4 ) zu finden. Die meisten Exemplare hatten eine Durchschnittslänge von 4 cm.
In Begleitung des bekannten Mineralogen Reiner Haake (Achate sammeln in Deutschland) wurden am nächsten Exkursionstag im Elbe-Steinbruch in Usti nad Labem( Tschechische Republik ) aus großen Felsblöcken mit erhöhtem Kräfteeinsatz trigonalförmige Calcite ( Härtegrat 3 ) herausgeklopft und an einer anderen Fundstelle grüner Fluorit ( Flußspat ) gefunden, nachdem bis zu 60 cm tief gegraben wurde. Auf dem Rückweg zum Hauptquartier konnten die Steineklopfer noch staunend Einblick in die Privatsammlung von Reiner Haake nehmen, denn sie waren zu einem kalten Buffet bei ihm zu Hause in Freiberg eingeladen.
Am letzten Tag der Suchaktionen konnten durch viel Glück an drei verschiedenen Fundorten noch üppige Mengen an zum Teil großflächigen Achatstücken und im Steinbruch bei Zöblitz einige Belegstücke von Serpentin mit Pyropen besetzt gefunden werden.
Auf dem Weg der Rückreise ermöglichte Klaus Pusch den 12 Exkursionsteilnehmern selbst gefundene Achate in der Mineralienschleiferei in Deutschneudorf ( Inhaber H. Roscher ) schneiden, schleifen und polieren zu lassen.
Mit der Besichtigung des Heimatmuseums der Bergstadt Wolkenstein endete die fünftägige Mineraliensuchaktion der AWO Wendelstein und es kann zweifellos bestätigt werden, dass sowohl die Qualität, als auch die Quantität der gefundenen Mineralienarten jeden Sammler angenehm überrascht hat.

Frank Hörer

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Geschrieben von Klaus Pusch
Dienstag, 19. April 2005


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