30 Jahre Lilith e.V. – und der Blick geht nach vorne

Nürnberg - Lilith e.V. feierte sein 30-jähriges Bestehen – ein bewegender Tag, der gezeigt hat, wie wertvoll die Arbeit mit suchtgefährdeten und drogenabhängigen Frauen und Mädchen in Nürnberg ist.

  • Silvia Kaubisch stellvertr. Vorsitzende von Lilith e.V. und Monika Simon-Deinlein, Vorsitzende der FU Nürnberg Süd

    Silvia Kaubisch stellvertr. Vorsitzende von Lilith e.V. und Monika Simon-Deinlein, Vorsitzende der FU Nürnberg Süd
    © privat

  • OB Marcus König würdigte die Arbeit in seiner Ansprache bei Lilith e.V.

    OB Marcus König würdigte die Arbeit in seiner Ansprache bei Lilith e.V.
    © privat

Der Vormittag bot Rückblicke und Einblicke in drei Jahrzehnten Facharbeit. Am Nachmittag folgten Kunst, Austausch und Netzwerken – begleitet von einer eindrucksvollen Gesangsperformance der Desirenen. Auch Oberbürgermeister Marcus König war anwesend und würdigte das Engagement von » Lilith. Die Leitung – Daniela Dahms und ihre Stellvertreterin Silvia Kaubisch – führte durch das Programm und zeigte, wie breit Lilith heute aufgestellt ist: Beratung, Krisenhilfe, Begleitung, Prävention, Berufsorientierung und sozialpädagogische Stabilisierung.

Mit Stil & Perspektive: Wie ein Second-Hand-Shop Leben verändert
Ein besonderer Erfolg von Lilith ist der exklusive Second-Hand-Laden in der Jakobstraße. Dort entsteht mehr als Mode: Frauen, die mit belastenden Lebens- und Suchtbiografien zu kämpfen haben, erhalten dort eine echte Chance auf Stabilisierung, Qualifizierung und neue berufliche Perspektiven. Unterstützt wird das Projekt von rund 30 ehrenamtlichen Frauen aus der Nürnberger Gesellschaft – ein gelebtes Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt. Jeder Einkauf und jede Kleiderspende wirkt hier doppelt: sozial, nachhaltig und lebensverändernd.

Vom Risiko zur Resilienz: Mädchen stärken – Zukunft sichern
Im Gespräch zwischen Silvia Kaubisch und mir entstand während der Jubiläumsfeier eine bedeutende Idee: Wir möchten gemeinsam eine Stiftung gründen, um das gefährdete Mädchenprojekt von Lilith langfristig zu unterstützen. Gerade Mädchen im sensiblen Alter haben die größten Chancen auf ein gelingendes, stabiles Leben, wenn man sie früh stärkt, begleitet und schützt. Dieses Projekt bietet genau das – doch seine Finanzierung ist derzeit nicht gesichert.

Eine Stiftung könnte ermöglichen: 
stabile und verlässliche Mädchenarbeit
nachhaltige Prävention
frühzeitige Intervention
Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben
mehr Schutz, Halt und Zukunft

Ein starkes Signal, dass Nürnberg Mädchen und Frauen mit Suchterfahrungen nicht alleine lässt.

Von: Monika Simon-Deinlein, Mittwoch, 19. November 2025 - Aktualisiert am Dienstag, 16. Dezember 2025
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Frauen Union Worzeldorf« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/fu-worzeldorf

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