69 Maßnahmen für die Mobilität von morgen

Stadt Roth - Knapp 40 Bürger*innen sowie Mitglieder des Stadtrats folgten der Einladung der Stadt Roth zu einem Mobilitätsworkshop in den Ratsstuben. Seit mehreren Monaten arbeitet die Stadt gemeinsam mit dem Fachbüro PB Consult an einem Mobilitätskonzept für die Zukunft. Nach umfangreichen Analysen und einer breiten Bürgerbeteiligung wurden inzwischen 69 Maßnahmen entwickelt, die im Workshop vorgestellt, bewertet und ergänzt werden konnten.

  • Bürgermeister Andreas Buckreus begrüßte die Gäste des Mobilitätsworkshops in den Ratsstuben.

    Bürgermeister Andreas Buckreus begrüßte die Gäste des Mobilitätsworkshops in den Ratsstuben.
    © Stadt Roth

  • Die Teilnehmenden beschäftigten sich eingehend mit den definierten Maßnahmen, bevor diese bewertet wurden.

    Die Teilnehmenden beschäftigten sich eingehend mit den definierten Maßnahmen, bevor diese bewertet wurden.
    © Stadt Roth

Knapp 40 Bürger*innen sowie Mitglieder des Stadtrats folgten der Einladung der Stadt Roth zu einem Mobilitätsworkshop in den Ratsstuben. Seit mehreren Monaten arbeitet die Stadt gemeinsam mit dem Fachbüro PB Consult an einem Mobilitätskonzept für die Zukunft. Nach umfangreichen Analysen und einer breiten Bürgerbeteiligung wurden inzwischen 69 Maßnahmen entwickelt, die im Workshop vorgestellt, bewertet und ergänzt werden konnten.

Zu Beginn begrüßte Erster Bürgermeister Andreas Buckreus die Teilnehmenden und betonte die Herausforderungen einer zukunftsfähigen Mobilitätsplanung im ländlich geprägten Raum. Anders als große Städte verfügt Roth nur über begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen. Dennoch sei es das Ziel, die Mobilität nachhaltig weiterzuentwickeln und die Lebensqualität für alle Bürger*innen zu verbessern.

Dabei umfasst Mobilität weit mehr als den Verkehr zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr. Ebenso wichtig sind Aspekte wie Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und eine sichere sowie attraktive Gestaltung des öffentlichen Raums.

Anschließend gaben Frau Schmicker und Herr Lauterbach von PB Consult einen Überblick über den bisherigen Planungsprozess. Von Beginn an wurden Bürger*innen, Vertreter*innen des öffentlichen Nahverkehrs und weitere Akteure intensiv beteiligt – unter anderem durch Haushaltsbefragungen, eine interaktive Online-Karte, Infostände auf dem Rother Markt und verschiedene Workshops. Rund 1000 Hinweise und Anregungen flossen in die Erarbeitung des Mobilitätskonzepts ein. Daraus entstanden 69 konkrete Maßnahmen sowie ein Leitbild mit fünf Grundsätzen, die den strategischen Rahmen für die zukünftige Mobilitätsentwicklung bilden.

Wie sich diese Maßnahmen auf unterschiedliche Lebenssituationen auswirken können, veranschaulichten das Planungsbüro und die Stadtplaner*innen gemeinsam anhand von fünf sogenannten Personas. Diese stehen beispielhaft für verschiedene Bevölkerungsgruppen, darunter Familien, Berufspendler*innen, Schüler*innen, Senior*innen sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität. So spielen für den Schüler Jonas beispielsweise sichere und beleuchtete Radwege, Sharing-Angebote und digitale Mobilitätsdienste eine wichtige Rolle. Berufspendlerin Lea legt hingegen Wert auf eine gute Verkehrsanbindung und optimal aufeinander abgestimmte Fahrpläne, während Seniorin Erika vor allem auf barrierefreie Wege sowie gut erreichbare Haltestellen und eine zugängliche Innenstadt angewiesen ist.

Mit diesen Beispielen vor Augen gingen die Teilnehmenden anschließend in die Arbeitsphase über. An mehreren Themenstationen konnten sie sämtliche Maßnahmen bewerten, priorisieren und durch weitere Ideen ergänzen. Dabei entwickelten sich intensive Diskussionen. Einige Vorschläge stießen auf breite Zustimmung, darunter die Bündelung verschiedener Mobilitätsangebote auf einer gemeinsamen Plattform sowie der barrierefreie Ausbau wichtiger Wege und Querungen. Andere Maßnahmen, wie die Sperrung des Marktplatzes für den Durchgangsverkehr oder die Einrichtung weiterer Fahrradstraßen, wurden kontrovers diskutiert.

PB Consult wertet die Ergebnisse des Workshops aus und arbeitet sie in das Mobilitätskonzept ein. Auch Empfehlungen für erste Schritte werden formuliert. Zusätzlich werden fünf Leuchtturmprojekte so konkretisiert, dass sie dem Stadtrat als unmittelbar umsetzbare Maßnahmen zur Beschlussfassung vorgelegt werden können. Bei der weiteren Ausarbeitung stehen neben den verkehrlichen und ökologischen Vorteilen insbesondere die Umsetzbarkeit und die finanzielle Tragbarkeit der einzelnen Maßnahmen im Fokus. Das Ziel besteht darin, ein Mobilitätskonzept zu erstellen, das die Stadt Roth langfristig zukunftsfähig macht und gleichzeitig realistisch umsetzbar ist.

Von: Karin Büttner (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stadt Roth), Dienstag, 21. Juli 2026 - Aktualisiert am Mittwoch, 29. Juli 2026
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Stadt Roth« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/stadt-roth

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