Abenteuer, Gemeinschaft und gelebte Pfadfindertradition
Schwanstetten/Rednizhembach - DPSG Schwanstetten-Rednitzhembach beim Diözesanlager „Lilienzahn“ stark vertreten.
Eine Woche voller Spiel, Spannung und Begegnung: Vom 3. bis 9. August 2025 verwandelte sich das Diözesanzentrum Osterberg in einen riesigen Zeltplatz. Rund 500 Kinder, Jugendliche und Leiterinnen und Leiter aus dem gesamten Bistum Eichstätt nahmen am Diözesanlager der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) teil. Unter dem Motto „Lilienzahn“ erlebten die Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm – inspiriert von der beliebten Kinderserie Löwenzahn. Mit 62 Personen stellte der Stamm Schwanstetten-Rednitzhembach die größte Gruppe.
Bekannte Figuren wie Peter Lustig, Fritz Fuchs und Nachbar Paschulke führten spielerisch durch die Woche. Ob Workshops, Spiele oder kreative Aktionen: Staunen, Lachen und Mitmachen waren garantiert. Neben Abenteuer und Spaß legte die Lagerleitung Wert auf gemeinsame spirituelle Impulse, umweltbewusstes Handeln und das Stärken der Gemeinschaft.
„Unser Diözesanlager ist ein Höhepunkt für alle Stämme im Bistum“, erklärte Diözesanvorsitzende Carina Meier, selbst Mitglied im Stamm Schwanstetten-Rednitzhembach. „Die Kinder und Jugendlichen erleben hier Gemeinschaft, Natur und Verantwortung – Werte, die weit über das Lager hinaus wirken.“
Stufendörfer und gelebtes Miteinander
Damit ein Lager dieser Größenordnung gelingt, sind klare Strukturen nötig. In sogenannten „Stufendörfern“ waren die Altersgruppen untergebracht: von den Wölflingen (6–10 Jahre) über Jungpfadfinder (10-13 Jahre) und Pfadfinder (13-16 Jahre) bis hin zu den Rovern (16–21 Jahre). Das Programm war altersgerecht in den jeweiligen Stufendörfern gestaltet, fand jedoch stets stammesübergreifend statt.
„Gerade dieses Miteinander über die Stammesgrenzen hinweg macht unser Pfadfindersein so besonders“, betonte Franziska Lechner aus der Lagerleitung. „Man merkt schnell, dass wir alle durch die gleichen Werte verbunden sind – egal aus welchem Ort wir kommen.“
Rund 50 Ehrenamtliche sorgten in Küche, Sanitätsdienst, Organisation sowie beim Auf- und Abbau für einen reibungslosen Ablauf. „Ohne diesen Einsatz, bei dem viele sogar Urlaubstage opfern, wäre Jugendarbeit in dieser Form nicht möglich“, würdigte Lagerleiter Jonas Engelbrecht. Unterstützung kam zudem von regionalen Unternehmen, die mit Geld- und Sachspenden zum Gelingen beitrugen.
Auch der Stamm Schwanstetten-Rednitzhembach packte kräftig mit an: Als das Küchenteam kurzfristig zusätzliche Kräfte brauchte, sprangen die Stammesvorsitzenden Richard Seidler und Regina Jung sowie Mathias Mehl und Zoja Burhonska spontan ein. Von morgens bis spätabends standen sie in der Küche – und sorgten so für volle Mägen und zufriedene Gesichter.
Ein besonderer Stammestag
Ein Höhepunkt für den Stamm „Die Weltentdecker“ war der Stammestag am 5. und 6. August. Mit einem Bus der Firma Merz-Reisen – jährlich kostenfrei für die gesamte Woche zur Verfügung gestellt; hier vielen Dank an das Busunternehmen sowie an unseren ehrenamtlichen Stammesbusfahrer Mathias Mehl – fuhren die 62 Pfadfinderinnen und Pfadfinder zum Walderlebniszentrum Schernfeld. Dort erfuhren sie von Waldpädagogen Wissenswertes über Ökosysteme und Klimawandel, bevor es in luftige Höhen ging: Eine bis zu zwölf Meter hohe Strickleiter stellte Mut und Teamgeist auf die Probe.
Am Abend sorgten Eltern und Stammesvorsitzende für eine besondere Überraschung: Pizza-Lieferung mitten in den Wald sowie ein reichhaltiges Buffet. Während die Jüngeren anschließend zurück ins Lager fuhren, übernachteten Pfadis und Rover abenteuerlich in einfachen Holzhütten.
Der nächste Tag hielt weitere Erlebnisse bereit: Während die älteren Stufen den rund 20 Kilometer langen Rückweg zum Lager hajkten, erkundeten Wölflinge und Jupfis die Stadt Eichstätt. Auf dem Programm standen die Willibaldsburg, eine kindgerechte Stadtführung mit Autor und Journalist Richard Auer sowie ein Abstecher zu McDonald’s und in eine Eisdiele.
Vorfreude auf kommende Abenteuer
Das Diözesanlager findet nur alle paar Jahre statt und gilt daher als besonderer Höhepunkt im Kalender der DPSG Eichstätt. Die Kinder und Jugendlichen aus Schwanstetten und Rednitzhembach kehrten erfüllt von Eindrücken und mit vielen neuen Freundschaften nach Hause zurück – und blicken schon jetzt gespannt auf kommende Aktionen im Pfadfinderjahr 2025/2026.