Abenteuerliche Reise ins Land Nirgendwo

Wendelstein - Spielfreude pur: Die Klasse 11b der Freien Waldorfschule Wendelstein führt „Peter Pan“ in englischer Sprache auf

Wendelstein, 25.10.2020 – Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11b der Freien Waldorfschule Wendelstein präsentierten eindrucksvoll, wie man Theaterspiel und Fremdsprachenunterricht zu einer mitreißenden Performance verbinden kann: der Klassiker „Peter Pan“ im Originalton.

Für das an der Waldorfschule traditionelle Fremdsprachenspiel wählte die Klasse bewusst „Peter Pan“ von Sir James Matthew Barrie aus. „Das kennen viele und auch die jüngeren Schülerinnen und Schüler können es verstehen“, erklärten einige der jungen Damen und Herren kurz vor der dritten und letzten Aufführung. Alle waren sich einig, dass es daher besonders schade sei, dass sie an zwei Abenden nur für Eltern und Großeltern spielen durften und an einem Vormittag für nur eine Klasse.

Die Probenzeit war kurz. Die Corona-Zahlen stiegen. Die Unsicherheit, ob es überhaupt Aufführungen geben dürfe, war groß. „Wir hatten trotzdem viel Spaß miteinander. Es war ein tolles Gemeinschaftserlebnis!“, schwärmten einige. „Die Masken auf der Bühne und dass wir nur vor wenigen Zuschauern (mit Maske und großem Abstand) spielen durften – das konnte uns die Freude am Spiel nicht verderben“, fügten zwei der Piraten hinzu. Wer einer der wenigen Zuschauer sein durfte, konnte die Spielfreude und Begeisterung der Jugendlichen vom ersten bis zum letzten Auftritt erleben und genießen.

Zum Inhalt: Ein stets fideler Peter Pan erlebt mit „seinen Jungs“ und den Kindern der Familie Darling viele Abenteuer auf der Reise ins Land Nirgendwo. Die unsichtbare Fee Klingklang hilft ihnen immer wieder in brenzligen Situationen. Zauberhafte, bizarre Lichteffekte stehen für ihre Sprache, die nur Peter Pan versteht. Gefährlich wird es, als Captain Hook und seine Piraten auftauchen und die Kinder auf ihr Schiff verschleppen. Das geheimnisvolle Ticktack einer Uhr versetzt den sonst so energischen Captain in Angst und Schrecken. Das Blatt wendet sich.

Stephan Vdoviak war wieder verantwortlich für die phantasievolle, gelungene Regieführung. Als Nativ-speaker aus Vermont war er natürlich prädestiniert für diese Aufgabe. Werner Kandzora sorgte mit Broadway-Musikeinlagen zusätzlich gekonnt für eine wohltuend heitere Stimmung. Begeistert berichtete er von den Gesangsproben mit der Klasse, die von sich aus viele Lieder singen wollte und das trotz Maske und Abstand auch mitreißend tun konnte.

Zehntklässler kümmerten sich dankenswerterweise um die passende Beleuchtung, um die Elftklässler zu entlasten. Klassenbetreuer Clemens Heinermann freute sich über die höchst gelungenen Aufführungen. Er bedauerte jedoch, dass nicht mehr Zuschauer zugelassen waren, dass es kein Pausenbuffet gab und dass Bedankungspräsente nicht überreicht werden durften.

Mögen sich die Zeiten wieder ändern und mögen Kunst und Kultur wieder aufleben können!

Von: Sabine Zäpfel, Sonntag, 25. Oktober 2020 - Aktualisiert am Dienstag, 27. Oktober 2020
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Waldorfschulverein Wendelstein e.V.« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/waldorfschule-wendelstein
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