Abschied aus dem Stadtrat

Roth - Aufgrund der Neuwahl am 8. März verändert sich der Rother Stadtrat. Zwölf teils langjährige Mitglieder sind von Erstem Bürgermeister Andreas Buckreus mit würdigenden Worten verabschiedet worden. Siegfried Schwab und Hans Peter Auer verlassen das Gremium nach 30 Jahren.

  • Ein letztes Gruppenbild mit Bürgermeister. Hinten v. links: Susanne Horn, Karl Schnitzlein, Martin Biller, Thomas Dechand, Siegfried Schwab und Andreas Buckreus. Vorne v. links: Renate Schindler, Hannedore Nowotny, Walburga Kumar, Hans Raithel und Hans Peter Auer.

    Ein letztes Gruppenbild mit Bürgermeister. Hinten v. links: Susanne Horn, Karl Schnitzlein, Martin Biller, Thomas Dechand, Siegfried Schwab und Andreas Buckreus. Vorne v. links: Renate Schindler, Hannedore Nowotny, Walburga Kumar, Hans Raithel und Hans Peter Auer.
    © Robert Schmitt

Der Zeitplan wollte es so: Die Sitzung des Rother Stadtrats mit der Beschlussfassung über den Haushalt des laufenden Jahres war zugleich die letzte der aktuellen Wahlperiode. Es war deshalb Aufgabe des Ersten Bürgermeisters jene Stadtratsmitglieder offiziell zu verabschieden, die dem neuen Gremium nicht mehr angehören werden. Andreas Buckreus überreichte zehn scheidenden Rother Kommunalpolitikern jeweils eine Urkunde und zum Teil den Rother Freyungstaler als Geschenk und Anerkennung für zwölfjährige Arbeit im Gremium.

Mit der letzten Sitzung des Gremiums in aktueller Besetzung verlassen zwei kommunalpolitische Urgesteine Roths den Stadtrat. Hans Peter Auer (CSU) aus Eckersmühlen und Siegfried Schwab (Wählergemeinschaft) aus Pfaffenhofen sind 1996 erstmals in das kollektive Exekutiv-Organ gewählt worden. 

Seit 24 Jahren Stadtratsmitglied ist das älteste Mitglied im Gremium. Die 86-jährige Walburga Kumar (FDP) ist 2002 erstmals in den Stadtrat eingezogen, hat dort immer die Fahne der FDP hochgehalten und ist familiär vorbelastet. Vater, Großvater und Urgroßvater waren jeweils Bürgermeister einer Bayerischen Gemeinde. „Mir hat es große Freude gemacht“, so die Medizinerin.

Insbesondere seinen Einsatz als Zweiter und Dritter Bürgermeister von 2011 bis 2020 würdigte Buckreus bei seinem Parteifreund Hans Raithel. Der 68-jährige Steinmetz-Meister sitzt seit 1. Mai 2008 im Gremium. Dicht gefolgt von einer weiteren Genossin. Mit einer kurzen Unterbrechung gehörte Hannedore Nowotny 16 Jahre dem Rother Stadtrat an. Die 74-Jährige ist bis heute eine der prägenden SPD-Frauen im Landkreis Roth und war vielfältig kommunalpolitisch aktiv. Die promovierte Volkswirtin saß im Kreistag, war stellvertretende Landrätin, vertrat den Landkreis von 2003 bis 2008 im Bezirkstag und hat einmal für den Bundestag kandidiert.

Ebenfalls 18 Jahre hat Karl Schnitzlein von den Freien Wählern als Stadtratsmitglied auf dem Buckel. Dabei hat er eine klassische kommunalpolitische Karriere hingelegt. In seiner zweiten Amtsperiode ist er Fraktionsvorsitzender gewesen. 2022 hat ihn der Stadtrat zum Dritten Bürgermeister gewählt. Daneben war er Pfleger für das Schloss Ratibor.

„Ein Belmbracher mit Herzblut“, so Andreas Buckreus, ist der 58-jährige Thomas Dechand, der am 28. März 2017 für den verstorbenen ehemaligen CSU-Landtagsabgeordneten Manfred Weiß in den Rother Stadtrat nachgerückt ist. Die 61-jährige Grünen-Politikerin Andrea Schindler saß zwölf Jahre lang im Stadtrat der Kreisstadt. Susanne Horn (Linke) war eine Periode lang Rother Stadtratsmitglied. Nicht persönlich verabschieden konnte Andreas Buckreus Daniela von Schlenk (CSU) und Robert Gattenlöhner (Franken-Partei). Beide nahmen nicht an der Sitzung teil.

Von: Robert Schmitt meier Redaktion, Mittwoch, 29. April 2026 - Aktualisiert am Mittwoch, 06. Mai 2026
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