Allersberg ist bunt tritt der Allianz gegen Rechtsextremismus bei
Allersberg - „Demokratinnen und Demokraten müssen sich zusammenschließen und gemeinsam gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft aktiv werden.“
Die zivilgesellschaftliche Initiative „Allersberg ist bunt“ ist nun Mitglied in der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg. Dieter Rosner, stellvertretender Vorsitzender der Allianz, übergab die Mitgliedsurkunde an die Akteure in Allersberg. Die beiden Bündnisse pflegen schon länger einen engen Austausch und hatten im vergangenen Jahr gemeinsam eine Podiumsdiskussion zum Thema Erinnerungskultur organisiert.
„Wir freuen uns über den Beitritt von „Allersberg ist bunt“ und sehen das als wichtiges Zeichen an die Öffentlichkeit: Demokratinnen und Demokraten müssen sich zusammenschließen und gemeinsam gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft aktiv werden“, erklärt Dieter Rosner.
Cornelia Strohmeyer von Allersberg ist bunt begründet den Entschluss: „Unsere Initiativen verbinden gemeinsame Ziele und Werte. Wir stehen für Vielfalt und Toleranz, für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen.“ Diese Werte seien derzeit allerdings bedroht, durch den immer stärker werden Rechtsextremismus. „Menschen mit Migrationshintergrund werden diskriminiert, friedliche CSD-Demonstrationen angegriffen und eine gesichert rechtsextreme Partei bekommt immer mehr Zuspruch. Dem wollen wir als Initiative entgegentreten und die Werte unserer Demokratie verteidigen.“ Dabei seien auch kleine Aktionen vor Ort wichtig, wie das kürzlich organisierte bunte Picknick. Und man plane bereits weitere Veranstaltungen unter anderem einen Filmabend.
„Demokratie lebt vom Engagement der Zivilgesellschaft“, stimmte Dieter Rosner zu. Er wies auf die steigende Zahl der Mitglieder in Allianz gegen Rechtsextremismus hin. Gerade in den vergangenen Monaten seien viele neue Vereine, Organisationen und Initiativen hinzugekommen. „Wir sind aktuell das größte regionale Bündnis gegen Rechtsextremismus in Deutschland. Und wir freuen uns über alle, die noch dazukommen und sich gemeinsam mit uns für die Demokratie einsetzen wollen.“
Ziel der Allianz ist es, den Widerstand gegen rechtsextremistische Aktivitäten zu stärken und eine offensive öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu fördern. Zu diesem Zweck organisiert und koordiniert sie regionale und überregionale Aktionen und nimmt öffentlich Stellung zu aktuellen Entwicklungen. Beim Treffen in Allersberg sprach Dieter Rosner beispielsweise die Debatte rund um das Hissen der Regenbogenflagge auf öffentlichen Gebäuden an: „Das Neutralitätsgebot wird hier falsch verstanden. Die Regenbogenflagge steht für Vielfalt, für Solidarität mit Minderheiten, für Gleichberechtigung. Wenn die Rechte von Minderheiten angegriffen werden, können öffentliche Institutionen nicht neutral sein. Sie müssen diese Rechte verteidigen. Diese Verteidigung ist nichts anderes als »gelebter Verfassungsschutz« – wie es ein Kommentar in der NN kürzlich treffend auf den Punkt gebracht hat.“
