Alt sein will keiner, aber alt werden wollen sie alle…

Schwabach - Das sagte schon der bekannte Pfarrer Sebastian Kneipp. Diesen Spruch nehmen wir uns gerne zu Herzen und machen Sport, achten auf unsere Ernährung, lassen uns regelmäßig beim Doktor sehen, … Aber was machen wir für unseren Verstand ? Kreuzworträtsel, Fernsehen, Lesen? Alles schön und gut, aber das können wir doch alles längst.

Um wirklich fit zu bleiben, brauchen wir etwas, das uns herausfordert, etwas Neues, Anspruchsvolles, vielleicht auch mit„Mehrwert“. Ich habe mich schon vor einiger Zeit entschieden, mich mit fremden Sprachen zu beschäftigen. Mein derzeitiger persönlicher Favorit ist Walisisch, eine alte keltische Sprache, mit vielen ausgesprochen ausgefallenen Merkmalen. Aber so exotisch muß es nicht sein.

Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch liegt natürlich viel näher und hat zugegebenermaßen auch einen viel höheren Gebrauchswert. Gerade wenn man gerne verreist, ist Englisch unerläßlich. Aber es muß ja nicht bei Englisch bleiben. Es gibt so viele interessante Sprachen und Kulturen ! Nichts hilft einem besser, sich eine Kultur zu erschließen als die Sprache, die zu ihr gehört. Und, was noch besser ist, man kann sich wirklich mit den Einheimischen unterhalten. Da erfährt man viel Interessantes und Wissenswertes, was nicht im Reiseführer steht. Man kann ein Land so auch abseits der Touristenpfade erkunden und Erfahrungen machen, die einem sonst verschlossen bleiben. Fremde Sprachen sind auch etwas für Kinofans. Nichts ist besser als einen Film im Originalton anzuschauen und so zu erkennen, was da wirklich gesagt wird. Die Synchronfassungen mogeln oft sehr oder es werden ganze Szenen herausgeschnitten, die aber unter Umständen für das Verständnis des Ganzen wesentlich wären.

A propos Film, man kann Filme natürlich auch nutzen, um Sprachen zu lernen oder zu pflegen. Das funktioniert am besten mit Untertiteln in der Originalsprache. Das Mitlesen erleichtert das Leben ! Das entscheidende in Sachen Sprachen ist die Pflege. Wie ein Gemüsegarten, der jeden Tag seinen Herrn sehen will, braucht auch eine Sprache regelmäßige Pflege. Man muß sie lesen, hören und natürlich sprechen. Das ist unser eigentliches Problem. Unsere Sprachkenntnis verflüchtigt sich nämlich, wenn wir nichts tun. Lesen und Filme Anschauen ist nur ein schwacher Ersatz für den Umgang mit der Sprache im „richtigen Leben“ und, wenn man mit einer Sprache neu beginnt, ist das alles auch noch zu schwer. An dieser Stelle helfen regelmäßige Sprachkurse, die unserem Niveau entsprechend, Anreize zur Kommunikation in der Fremdsprache liefern und uns motivieren, mehr zu lernen. In einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter, die sich einmal die Woche trifft, fällt es leicht, Hemmungen zu verlieren und sich flüssig auszudrücken, auch wenn man mal ein Wort nicht weiß. Und, in unserem Alter, muß man sich auch nicht „reinstressen“. Wir machen keine Prüfungen mehr, sondern haben einfach nur Spaß an der Sache. Da kommt der Erfolg ganz von allein.

Von: Barbara Schäfer (Inhaberin), Donnerstag, 14. April 2016
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Die Sprachenschule in Schwabach« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/sprachenschule-schwabach
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