Bayerische Demenzwoche vom 13. bis 22. September 2022 – Aktionen im Landkreis Roth

Landkreis Roth - Bereits zum dritten Mal findet die Bayerische Demenzwoche statt. Angesprochen sind vor allem Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Das Thema ist längst in unserer Mitte angekommen und bedarf Aufklärung und Unterstützung.

  • Der interaktive TIsch im Einsatz / Veranstaltung im Rahmen der Bayerischen Aktionswoche "Zu Hause Daheim", Frau Gabi Schmidt MdL, Eugen Czegley,  SUB-Beauftragter, Allersberg mit zwei interessierten Besucherinnen.

    Der interaktive TIsch im Einsatz / Veranstaltung im Rahmen der Bayerischen Aktionswoche "Zu Hause Daheim", Frau Gabi Schmidt MdL, Eugen Czegley, SUB-Beauftragter, Allersberg mit zwei interessierten Besucherinnen.
    © Archiv Eugen Czegley

Insgesamt knapp 600 Aktionen sind rund um die Diagnose „Demenz“ über alle bayerischen Regierungsbezirke hinweg geplant. In unserer Region hat sich der Landkreis Roth mit einem breit gefächerten Angebot dem wichtigen Thema angenommen.

Dabei hat Allersberg hier die Initiative übernommen.

Für die Marktgemeinde Allersberg verantwortlich: Eugen Czegley. Er ist dort als Beauftragter für Senioren und Menschen mit Handicap ehrenamtlich tätig und – so verrät er der Meier Redaktion - ihm war das Thema Demenz von Anfang an sehr wichtig. Der pensionierte Kaufmann machte sich mit viel Eigeninitiative ans Werk, um der Demenz aus verschiedenen Blickwinkeln heraus Beachtung zu schenken und Betroffenen und deren Angehörigen so echte Hilfe angedeihen zu lassen.

Das Demenz-Programm ist vielseitig, der Besuch der Veranstaltungen, bis auf wenige Ausnahmen, kostenlos.

Da gibt es Vorträge wie „Normale Altersvergesslichkeit oder Demenz?“ (13.09., 16.30 Uhr, Bürgersaal Büchenbach), Referentin Petra Lobenwein (Fachstelle für pflegende Angehörige im Pflegestützpunkt Roth) oder „Demenz – ein gemeinsamer Weg“ (20.09., 20 Uhr, Gemeindezentrum Rednitzhembach, Referentin Anne-Claire Struik (wissenschaftliche Mitarbeiterin der ev. Hochschule Nürnberg).

Eine Vorstellung von „Honig im Kopf“ (15.09., 20 Uhr, HopfenBierGut, Spalt), dem herzberührenden Spielfilm, in dem sich eine Familie mit dem ernsten Thema Demenz auseinandersetzen muss. Heiter und doch mit Tiefgang erzählt.

Außerdem hält das Demenzprogramm aus dem Landkreis viel Praktisches zum Anschauen und Mitmachen bereit. Wie die „Besichtigung der barrierefreien Musterwohnung TABEA“ (19.-23.09., Gartenstraße Roth), „Life Kinetik“ (16.09., 10 Uhr), Bürgersaal Büchenbach oder „Gesundheitswandern“ (17.09., 10 Uhr), Waizenhofen bei Thalmässig.

Eugen Czegley selbst ist natürlich tatkräftig mit dabei. Er zeigt am Beispiel „interaktiver Tisch“ fortschrittliche Technik aus der Demenzforschung. Nützliche Hilfsmittel für den Alltag aus der TABEA Musterwohnung stellt Carmen Fuhrmann vom Landratsamt Roth vor (17.09., 14 Uhr), Gilardi-Saal Allersberg. Flankiert werden die beiden Präsentationen durch die Begrüßungsrede von MdL Prof. Dr. Peter Bauer, Patientenbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung. Einen Überblick über Entlastungs- und Beratungsangebote aus der Region verschafft Frau Maike Nenner vom Bezirk Mittelfranken „Wenn Hilfe nötig ist - Hilfe bei der Pflegeversicherung“. Der zweite Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft, Herr Günther Heil stellt seinen Verband den interessierten Besuchern vor.

Invest von rund 10.000 €

Über „seinen“ interaktiven Tisch erzählt Herr Czegley begeistert. Dieses digitale Highlight ist schon in etlichen Häusern in Norddeutschland und den Niederlanden im Einsatz. Man könne es sich als riesiges Tablet vorstellen, das für die Demenzbegleitung entwickelt wurde. Es soll in der Lage sein, Gedächtnislücken abzuspeichern und könne damit das Erinnerungsvermögen fördern. Auch einen virtuellen Rundgang durch TABEA würde der interaktive Tisch liefern.

Institutionen oder Personen, die sich mit der Anschaffung solch eines rund 10.000 € teuren Moduls auseinandersetzen möchten, oder den interaktiven Tisch einfach einmal für sich ausprobieren wollen, dürfen bei Eugen Czegley einen Termin für eine kostenlose Probenutzung anfragen. Tel. 0171-3669408 SUB-Beauftragter@Allersberg.de.

Am Ende des Gespräches appelliert unser Interviewpartner Herr Czegley: „Betroffene und Angehörige sollen so viele Termine wie möglich besuchen, denn nur durch Aufklärung, Information und die Kenntnis der wichtigen Gesprächspartner und Anlaufstellen kann echte Hilfe und Unterstützung möglich werden.“

Das vollständige Programm der diesjährigen Demenzwochen im Landkreis Roth finden Bürger zusammengefasst in einem Flyer, der an allen bekannten Stellen ausliegt oder im Internet auf den Seiten der Marktgemeinde Allersberg.

Von: Anja Albrecht (meier Redaktion), Samstag, 27. August 2022 - Aktualisiert am Mittwoch, 14. September 2022
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