Bericht aus dem Marktgemeinderat – Sitzung vom 24.09.26
Wendelstein - Wir berichten wie gewohnt aus dem Marktgemeinderat und seinen Ausschüssen.
Zunächst ging es um die Fragen der Bürger. Auf Nachfrage des ehemaligen Gemeinderates Boris Czerwenka erklärte der Bürgermeister, dass der Fotoautomat im Passamt wegen einer Softwareumstellung aktuell nicht verfügbar sei, dieser aber selbstredend wiederkomme.
Durch die Frage einer Bürgerin aus Röthenbach wurde klar, dass am Zehnthof zwar ein Trinkbrunnen kommt, Begrünung aber höchstens durch einen Pflanztrog mit Sträuchern erfolgt. Der Bücherschrank erhält einen neuen Platz gegenüber dem Hotel Küblerhof.
Eine weitere Bürgerin und Anwohnerin des Altortes sprach wohlwollend über die Altort-Testphase und fragte nach dem Zeitrahmen der Maßnahme. Der Bürgermeister erklärte die Testphase dauere bis Ende Oktober. Die Nachfrage nach Verstärkung von Verkehrskontrollen wurde dankend entgegengenommen. Darüber hinaus wurde erklärt, dass mit sämtlichen Beteiligten ein enger Austausch stattfindet.
Ein großes Thema war die Mittelschule, deren Erfolg jetzt quasi zum Problem wird. Mit den Worten des Rektors der Mittelschule Herrn Egelseer: „Herr Bürgermeister, wir brauchen Platz!“ Der Gemeinderat billigte die Nutzung der gemeindeeigenen Container, die aktuell noch in Großschwarzenlohe als Hort-Ersatz eingesetzt sind, um die Mittelschule zu entlasten. Ab dem nächsten Schuljahr stehen die Container der Mittelschule zur Verfügung und unterstützen damit dieses Erfolgsmodell.
Zum Ausbau Irrlweg/Primelweg gab es kontroverse Diskussionen über die Ausführung. Marktgemeinderätin Barbara Dorfner (Grüne) regte an, dass das Oberflächenwasser zumindest teilweise einer Versickerung zuzuführen sei. Zahlen des Abwasserverbandes zeigen, dass die Aufnahmefähigkeit des Systems schon heute an ihre Grenzen stößt. Die Gemeinde schreibt mittlerweile in manchen Gebieten den privaten Eigentümern vor, Wasser nicht in das Kanalsystem zu leiten. Hier sollte die Gemeinde mit positivem Beispiel vorangehen. Am Ende stimmte der Gemeinderat mit 3 Gegenstimmen der Grünen dem Entwurf ohne diese Maßnahmen und auch ohne jegliche Begrünung zu.
Die Errichtung eines Trinkbrunnens in Röthenbach am 5-Flüsse-Fahrrad-Weg wurde gegen die Stimmen der AfD beschlossen.
Zuletzt forderte Barbara Dorfner in einer inspirierenden Rede dazu auf, nach diesem Hitzesommer weiterhin Maßnahmen zu ergreifen, Wendelstein hitzeresilienter zu gestalten. Die Gemeinde hat in diesem Bereich zwar schon einiges gemacht, aber der letzte Sommer hat bewiesen, dass auch wir noch mehr machen müssen, damit Wendelstein auch an Hitzetagen lebenswert bleibt. Die Erstellung eines Hitzekonzepts ist deshalb notwendig. Alles, was der AfD dazu einfiel, war, daraus eine ideologische Scheindebatte zu starten und die (falsche) Behauptung aufzustellen, dass der Weltklimarat den Klimawandel zurückgenommen hätte (s. auch https://www.umweltbundesamt.de/themen/diskussion-um-klimaszenario-ssp5-85-klimaschutz). Auch der Bürgermeister unterstrich die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen gegen die Folgen des Klimawandels.
Weil wir hier leben.
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