Bessere Pflege und Arbeitsbedingungen durch Erweiterungsbau

Wendelstein - Anfang April besuchte eine Delegation der vier Wendelsteiner SPD-Ortsvereine und der SPD-Marktgemeinderatsfraktion das örtliche AWO-Pflegeheim. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der neu geplante Anbau und die in diesem Zuge geplanten Sanierungsarbeiten. Ein weiteres großes Thema war die Verbesserung er Arbeitsbedingungen aufgrund der Um- und Neubaumaßnahmen sowie die vorbildliche tarifliche Bezahlung und die hohe Anzahl an Auszubildenden im AWO Kreisverband Mittelfranken-Süd.

  • Diskussion am Bauplan; von Links: Klaus Vogel, Jürgen Feicht, Beate Schwarzmann, Maximilian Lindner, Sven Ehrhardt, Inge Sutor

    Diskussion am Bauplan; von Links: Klaus Vogel, Jürgen Feicht, Beate Schwarzmann, Maximilian Lindner, Sven Ehrhardt, Inge Sutor
    © SPD im Markt Wendelstein

Bei dem Treffen wurde die AWO durch die Heimleiterin Beate Schwarzmann, den Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Jürgen Feicht, den Vorstandsreferenten Sven Ehrhardt und die Architektin Heike Ulrich vertreten. Für die SPD waren der zweite Bürgermeister Klaus Vogel, die beiden Marktgemeinderatsmitglieder Lisa Luff und Inge Sutor, Maximilian Lindner und Ulla Bächle (SPD OV Kleinschwarzenlohe-Neuses), Helmut Wirkner (SPD OV Großschwarzenlohe-Sorg), Michael Geisler (SPD OV Röthenbach b. St. W.) und Dr. Kurt Berlinger (SPD OV Wendelstein) anwesend.

Das AWO-Pflegeheim in Wendelstein besteht nunmehr seit 1993 und bietet einhundert Personen ein Zuhause. Diese werden derzeit in vier Wohnbereichen von rund 100 Beschäftigten betreut, gepflegt und versorgt. Neben stationärer Pflege bietet der Wohlfahrtsverband in der Marktgemeinde auch eingestreute Kurzzeitpflege. Zusätzlich zur allgemeinen Pflege gibt es spezielle Bereiche für Menschen mit Demenz in unterschiedlichen Ausprägungen, Pflege nach Krankenhausaufenthalten, die Vorbereitung auf Rehabilitationsmaßnahmen sowie die Versorgung in palliativen Situationen. Dabei übertrifft die Einrichtung die gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Qualifikationen und Fachkraftquoten und bietet seinen Beschäftigten darüber vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an.

Um das hohe Qualitätsniveau auch bei wachsendem Pflegebedarf zu gewährleisten und verbesserte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden zu ermöglichen, wird schon seit längerem ein Erweiterungsbau geplant. Diese Planungen wurden bereits mit verschiedenen Behörden abgestimmt, so dass zeitnah der Bauantrag eingereicht werden könne. Ziele des Umbaus sind u.a. die Schaffung von mehr Einzelzimmern, die Verbesserung der räumlichen Rahmenbedingungen für Demenzerkrankungen sowie eine umfassende Modernisierung der Einrichtung, der Elektrik, der Küche und die teilweise Umstellung der Heizung auf Erdwärme. Ein umfassendes Planungsmanagement während des Umbaus soll die gebotene Pflegequalität sichern, weil die Sanierung bei laufendem Betrieb durchgeführt werden wird.

Breiten Raum nahm in der Diskussion auch die Frage der Kosten für die Pflege in Deutschland ein. Bemängelt wurde vor allem, dass der von den Bewohnern zu leistende Eigenanteil wegen der immer geringer werden Renten in Folge drohender Altersarmut zu hoch werde. Eine Petition der AWO zur Deckelung des Eigenanteils bei stationären Pflegeleistungen fand jüngst 74.000 Unterzeichner.

Besonders wurde von den SPD-Vertretern anerkannt, dass der AWO-Kreisverband Mittelfranken-Süd derzeit über hundert Menschen ausbildet und bereits hier nach Tarif bezahlt wird sowie die Tatsache, dass der Wendelsteiner Umbau weitestgehend mit Eigenmitteln finanziert werden soll.

Von: Dr. Kurt Berlinger (1. Vorsitzender - OV Wendelstein), Dienstag, 09. April 2019 - Aktualisiert am Sonntag, 21. April 2019
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »SPD im Markt Wendelstein« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/spd-markt-wendelstein
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