Bestenfeier an der Berufsschule

Roth - Mit einer Feier in der Aula hat sich die Rother Berufsschule von den 15 besten Absolventinnen und Absolventen der Winterprüfung verabschiedet. Für Schulleiterin Ulrike Landvoigt entstehen Staatspreisträger ausschließlich, wenn Schule und Betriebe Hand in Hand arbeiten. „Dank der finanziellen Unterstützung des Landkreises und der kontinuierlichen Investitionen in unsere Schule verfügen wir über eine Ausstattung auf Top-Niveau“, fügte die Oberstudiendirektorin hinzu.

  • Die besten Absolventinnen und Absolventen der Winterprüfung an der Rother Berufsschule mit ihren Gästen.

    Die besten Absolventinnen und Absolventen der Winterprüfung an der Rother Berufsschule mit ihren Gästen.
    © Robert Schmitt

Der 24-jährige Lukas Taucherbeck aus Wendelstein und der 19-jährige Johannes Christ aus Heideck sind die besten Absolventen der Rother Berufsschule in der Winterprüfung. Beide haben den schulischen Teil ihrer Ausbildung mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen.
Auch insgesamt, also in Theorie und Praxis, waren sie jeweils die Berufsbesten an der Berufsschule in der Kreisstadt. Taucherbeck lag bei den Anlagenmechanikern für Heizung, Sanitär und Klima an der absoluten Spitze. Christ hat Platz eins bei den Kfz-Mechatronikern der Sparte „Nutzfahrzeuge“ erreicht. 

Bei 182 Prüfungsabsolventen und -absolventinnen haben 13 Azubis herausragende Leistungen an der Berufsschule erbracht und einen Notenschnitt von 1,5 oder besser erreicht. Dafür sind sie während der Feier für die besten Berufsschüler der jüngsten Prüfung jeweils mit einem Staatspreis ausgezeichnet worden. Fünf weitere davon konnten sich neben Christ und Taucherbeck auch jeweils als Berufsbeste in Roth etablieren:
Tobias Kirchdörfer aus Pappenheim als Elektroniker, Stefan Mauderer aus Hilpoltstein bei den Industriemechanikern, Michael Hering aus Röttenbach in der Sparte der Zerspanungsmechaniker, Florian Brieger aus Zirndorf als Land- und Baumaschinenmechatroniker und Valentin Schmidt aus Greding bei den Pkw-Mechatronikern. 

Staatspreise gingen auch an Matthias Hildesheim aus Roth, Elisabeth Ferrara aus Rednitzhembach, Sascha Eder aus Dürrwangen, Elena Obernöder aus Langenaltheim, Jakob Arnold aus Spalt, Nico Dresen aus Hilpoltstein, Sina Khoobani aus Dombühl, Marcel Eckardt aus Nürnberg und Sif Flilissa aus Bechhofen. 

Seit 2007 vergibt die Georgensgmünder Firma Toolcraft einen „Industriepreis“ an Auszubildende, die sich neben herausragender Prüfungsergebnisse als besonders talentiert erwiesen haben. In diesem Jahr war dafür Toolcraft-Vorstand Karlheinz Nüßlein nach Roth gekommen. Der Preis ging an den Industriemechaniker Stefan Mauderer und den Zerspanungsmechaniker Michael Hering. Nüßlein überreichte einen Geldbetrag von jeweils 300 Euro verbunden mit der Einladung zu einem Einblick in die Metall-Drei-D-Druck-Technik von Toolcraft, bei der die Firma als Vorreiter gilt.

Der 27-jährige Sif Flilissa stammt aus Algerien und hat sich von dort aus selbst bei der Firma CNC-Beck in Bechhofen beworben. Nach einem Jahr sprachlicher Vorbereitung im Selbststudium kam er vor zweieinhalb Jahren nach Bechhofen. Heute spricht er fast akzentfrei Deutsch und gehört zu den besten CNC-Zerspanungsmechanikern Mittelfrankens. „Wir beschäftigen neben Sif zwei ausgebildete Marokkaner und bilden gegenwärtig noch drei Vietnamesen aus“, sagt Seniorchef und Firmengründer Gustav Beck, der damit den Mangel an geeigneten heimischen Ausbildungsbewerbern auszugleichen versucht und ausschließlich beste Erfahrungen gemacht hat. „Das sind alles Superleute“, sagt er.

Schulleiterin Undine Landvoigt betonte die Bedeutung einer gut ausgestatteten Schule für den Bildungserfolg. „Dank der finanziellen Unterstützung des Landkreises und der kontinuierlichen Investitionen in unsere Schule verfügen wir über eine Ausstattung auf Top-Niveau“, erklärte die Oberstudiendirektorin. „Wer unsere Fachräume betritt, sieht“, fügte sie hinzu: „Hier wird nicht an der falschen Stelle gespart. Moderne Maschinen, digitale Infrastruktur und zeitgemäße Labore sind die Werkzeuge, mit denen unsere Talente hier wachsen konnten. Das ist gut investiertes Geld in die Zukunft unserer Region“, war Landvoigt überzeugt. Zugleich hob sie die Leistung der Betriebe im dualen Ausbildungssystem hervor. „Es ist das Zusammenspiel zwischen den Betrieben und der Berufsschule, das Sie zu Fachkräften gemacht hat“, erklärte sie den Besten der Besten. „Nur wenn diese beiden Welten Hand in Hand arbeiten, entstehen Staatspreisträger“, so Landvoigt.

Kreishandwerksmeister Klaus Weber sprach ebenfalls die gute Zusammenarbeit von Betrieben und Berufsschule beim „Erreichen einer Goldmedaille“ in der Ausbildung an. „Das ist in der Tat ein perfektes Räderwerk“, griff er ein Bild der Schulleiterin auf und ermunterte die Absolventen, Werbung dafür zu machen, „wie toll die berufliche Ausbildung ist“. Helmut Meyer von der IHK in Nürnberg wies darauf hin, dass in Mittelfranken gegenwärtig 4000 Betriebe über 18 500 junge Menschen in 225 Berufen ausbilden. Landrat Ben Schwarz betonte die starke Verbindung zwischen Berufsschule und Landkreis als Sachaufwandsträger. „Wir schaffen hier gerne einen Rahmen, der Arbeit mit Herzblut ermöglicht“, so der SPD-Politiker. „Die Bildungsergebnisse hier sind der beste Beweis dafür, wie richtig wir damit liegen.“

Von: Robert Schmitt (meier Redaktion), Mittwoch, 04. März 2026 - Aktualisiert am Donnerstag, 05. März 2026
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