Bienen Volksbegehren Alles in Ordnung jetzt - oder?

Wendelstein - WAS hat uns das Volksbegehren gezeigt? Der „freiwillige kooperative“ Weg, wie ihn die CSU aber auch die CDU in vielen Fällen als die beste Lösung gerade in Fragen des Umweltschutzes befürwortet, hat sich als gescheitert erwiesen Seit dem Volksbegehren tut die CSU so, als sei sie schon immer die größte Umweltschützerin in Bayern gewesen.

  • Königskerze aus Wendelstein

    Königskerze aus Wendelstein
    © Wirkner

Rufen wir uns noch einmal das Anliegen des Volksbegehrens, „Rettet die Bienen“ ins Gedächtnis. Es ist sinnvoll die Worte des Volksbegehrens an zu sehen, dessen Forderungen weitgehend aber nicht zu 100% Eingang ins Gesetz *) gefunden haben.

für eine Erhöhung der Ökolandwirtschaft auf mindestens 20 % bis 2025
für Vorgaben gegen Lichtverschmutzung
für Gewässerrandstreifen
für 13 % Biotopverbund
für ein Pestizidverbot in geschützten Biotopen und Schutzgebieten
für den Erhalt von Kleinstrukturen in der Agrarlandschaft
für regelmäßige Statusberichte zur biologischen Vielfalt
für eine Einbindung des Naturschutzes in Lehrpläne
gegen den Umbruch von Dauergrünland
für den Schutz von Wiesen und Weiden
für mehr Lebensraum für Insekten und Vögel

Zitat:  https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/volksbegehren-artenvielfalt.html 

Wer’s genau will, kann sich durch das Gesetz durchkämpfen. Hier der LINK https://www.verkuendung-bayern.de/files/gvbl/2019/14/gvbl-2019-14.pdf#page=65
Fundstelle GVBl. 2019 S. 405 / Download  / PDF-Dokument 2019/14 vom 31.07.2019 791-1-U Gesetz  zur Änderung desBayerischen Naturschutzgesetzes zugunsten der Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern („Rettet die Bienen!“) vom 24. Juli 2019

Wie ist die Situation?
Wir stehen alle am Anfang eines langen und mühsamen Weges, dessen erfolgreicher Abschluß noch nicht gesichert ist. Die Insekten die sich nach einem jahrzehntelangen Kampf noch nicht „vom Acker gemacht haben“ nehmen noch nicht zur Kenntnis, dass jetzt „Schluß mit Sterben“ ist.
Wenn wir alle nicht ganz schnell gegensteuern kann es bald zu spät sein. Dann können wir zwar unseren Zwetschgenkuchen ungestört von Insekten in Freien essen aber es werden uns die Pflaumen fehlen, weil die blühenden Bäume nicht bestäubt wurden.

Alle Personengruppen – also „Jede/r“ müssen aktiv werden und ihre Aufgaben übernehmen. Bauern / Landwirte bekommen im Rahmen des Gesetzes die klarsten und auch weitgehendsten Vorgaben und Verpflichtungen. Sie alle müssen Wege finden diese Aufgaben ohne Gefährdung ihrer Existenz zu lösen. Natürlich müssen sie die erforderlichen Mittel auch bekommen. Landwirtschaft in Bayern war und wird immer auf Subventionen angewiesen sein. Wenn Sie Arbeiten im Dienst der Allgemeinheit übernehmen, dann muß diese sie auch angemessen dafür entlohnen.

Die Gemeinde Wendelstein muß einen vollständigen Katalog aller für den Umweltschutz relevanten Aufgaben erstellen und dann die „Abarbeitung“ und die Bereitstellung der erforderlichen Mittel, dauerhaft planen und durchführen.

Alle in Wendelstein ansässigen Firmen, Behörden und Vereine welche über eigene Grundstücke verfügen müssen einen Begrünungsplan erstellen diesen umsetzen und umweltfreundlich pflegen. Da geht es auch um die Bäume auf Parkplätzen. Die Gemeinde muss „ein Auge darauf haben“ und freundlich aber bestimmt an die Verantwortung erinnern. Auch auf uns alle, die „normalen Bürger*innen“ kommen große Herausforderungen des „Umdenkens“ zu.

Viele von uns haben von Kind auf vermittelt bekommen, was ein „ordentlicher Garten“ ein „ordentlicher Wald“ eine ordentliche „Balkonbegrünung“ ist. Wege, Gehsteige und Straßenränder sind von „Grün“ und „Unkräutern“ notfalls in mühsamer Handarbei oder unter Einsatz von Chemikalien und Gasflammen frei zu halten. Viele Pflanzen, für deren Extrakte wir heute in Drogerie und Apotheke viel Geld bezahlen sind uns als „Unkraut“ mit Nachdruck vermittelt worden. Und jetzt kommen doch diese Umweltschützer*innen daher und stellen unsere ordentliche Welt in Frage. Ja, wo sin mir denn?
Ja, wenn wir unsere Verantwortung für die Umwelt ernst nehmen wollen, müssen wir wir uns wahrscheinlich in vielem umstellen. Aber keine Bange, ein naturnaher Garten muss nicht „schlamberd“ sein. Vielleicht finden Sie ja gute Ideen unter https://www.naturgarten.org/

Helmut Wirkner SPD OV-Vorsitzender Großschwarzenlohe-Sorg 

Von: Helmut Wirkner (Vorsitzender SPD OV Großschwarzenlohe), Dienstag, 27. August 2019 - Aktualisiert am Montag, 09. September 2019
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »SPD im Markt Wendelstein« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/spd-markt-wendelstein
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