Blaulicht- und Ehrenamtsempfang

Kammerstein - Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann trat bei der CSU Kammerstein vor gut 100 Gästen für eine gute Ausstattung für den Katastrophenschutz ein, würdigte die Leistungen aller Ehrenamtlichen in Bayern und brach eine Lanze für die Demokratie. „Sie lassen wir uns von niemandem kaputtmachen“, stellte er kämpferisch fest und rief dazu auf, am 8. März zur Kommunalwahl zu gehen.

  • Innenminister Herrmann trägt sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

    Innenminister Herrmann trägt sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein.
    © Robert Schmitt

  • Innenminister Herrmann trat in Kammerstein für die Bawahrung unserer Werte und der Demokratie ein.

    Innenminister Herrmann trat in Kammerstein für die Bawahrung unserer Werte und der Demokratie ein.
    © Robert Schmitt

  • Geschenke für Innenminister Herrmann. Zwei Körbe mit Spezialitäten aus dem Landkreis Roth.

    Geschenke für Innenminister Herrmann. Zwei Körbe mit Spezialitäten aus dem Landkreis Roth.
    © Robert Schmitt

Er hat der Verleihung des Bayerischen Filmpreises in München den Blaulicht- und Ehrenamtsempfang der CSU Kammerstein vorgezogen. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hätte auch bei der Gala im Prinzregententheater sitzen können, um Ministerpräsident Markus Söder zu beobachten, wie er vor Prominenz aus Film, Fernsehen und Politik zum 47. Male die Auszeichnungen für herausragende kulturelle Leistungen an Filmschaffende vergeben hat. Doch Joachim Herrmann war es wichtiger, von Augsburg aus in die Nähe Schwabachs zu fahren, um gut 100 Gästen aus dem regionalen Ehrenamt und den hauptberuflichen Sicherheitskräften im Landkreis Roth und in Schwabach seine Anerkennung zu erweisen. „Sie sind Vorbilder und sichern den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, rief er ihnen zu.

„Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“, sagte der CSU-Politiker in Richtung der Gäste. „Ich bin gerne gekommen, um Ihnen für Ihr Engagement zu danken“, fügte Herrmann hinzu. Er betonte in seiner etwa halbstündigen Rede, dass der Einsatz der Ehrenamtlichen im Bereich der öffentlichen Sicherheit und des Vereinswesens einen wesentlichen Anteil am Funktionieren der bayerischen Gesellschaft habe. „Immerhin gibt es in den Hilfe- und Schutzorganisationen im Freistaat 420 000 ehrenamtliche Mitarbeiter und Einsatzkräfte“, rechnete Herrmann vor. „Egal, ob Hochwasser oder Terror, sie schützen uns unter Einsatz des eigenen Lebens“, würdigte der Innenminister ihre Arbeit. „Dafür brauchen sie die beste Ausstattung, und dafür wird der Freistaat auch in diesem Jahr mit erhöhten Mitteln sorgen“, kündigte Herrmann an.

Zugleich erklärte Herrmann, dass es aus seiner Sicht erforderlich sei, sich wieder mehr anzustrengen, „um unseren Wohlstand zu erhalten“. Denn er sei ja nicht vom Himmel gefallen, sondern von Generationen bis heute mit großer Kraftanstrengung hart erarbeitet worden. „Und wir wollen an die nächste Generation ein gut bestelltes Land weitergeben, damit auch sie ein gutes Leben hat“, zeigte Herrmann ein politisches Ziel seiner Partei auf. „Denn der Staat kann nur funktionieren und helfen, wenn er Geld durch Steuern einnimmt, sonst hat er kein Geld“, schilderte Herrmann die eigentlich offensichtlichen Zusammenhänge. In diesem Rahmen sprach er sich gegen eine kritische Sicht auf Erfolg aus. „Wir sollten uns freuen, wenn Menschen erfolgreich sind und ihnen auf die Schulter klopfen“, sagte der CSU-Politiker. Zugleich betonte er, „dass die soziale Gerechtigkeit für die Mehrheit in unserem Land wichtig ist, und deshalb wollen wir sie erhalten“.

Ebenso brach Joachim Herrmann eine Lanze für die Demokratie. „Sie lassen wir uns von niemandem kaputt machen, weder von Rechts- oder Linksextremisten noch von Islamisten, denn es ist objektiv falsch, dass ein autokratisches System oder gar ein Diktator bessere Ergebnisse erbringen würde, denn weder der Mehrheit der Menschen in China noch in Russland geht es besser als uns“, war Herrmann überzeugt. „Deshalb ist es Ehrensache am 8. März zur Kommunalwahl zu gehen“, richtet er einen Wahlappell an die CSU und ihre Gäste.

Von CSU-Seite traten der Kammersteiner Landtagsabgeordnete Volker Bauer, Erster Bürgermeister Wolfram Göll und Patrick Kreß als Vorsitzender der CSU-Kammerstein ans Mikrophon. „Sie verrichten höchsten Dienst und verwirklichen auch das Gebot christlicher Nächstenliebe“, sagte Göll. Bauer hob hervor, dass seit 2014 etwa eine Milliarde Euro aus München in die Ausstattung der bayerischen Freiwilligen Feuerwehr geflossen sei und betonte die Bedeutung eines lokalen Notfallkrankenhauses. „Was hilft es, wenn Rettungsdienste schnell eingreifen können, dann aber eine wohnortnahe Behandlung fehlt“, warnte Bauer vor dem Abbau kleiner Krankenhäuser. Kress dankte vor allem den Ehrenamtlichen aus Kammerstein für ihren Einsatz in der Gemeinde.

Joachim Herrmann zeigte sich nicht nur als Unterstützer ehrenamtlicher Strukturen und profunder Kenner bayerischer Verhältnisse auf diesem Feld. Er trat trotz des ernsten Themas an vielen Stellen auch recht heiter auf. So kommentierte er die Begrüßung durch die Kammersteiner Blasmusik mit gewisser Selbstironie. „Man kann der CSU nicht oft genug den Marsch blasen“, stellte er fest.

Von: Robert Schmitt (meier Redaktion), Samstag, 24. Januar 2026 - Aktualisiert am Dienstag, 27. Januar 2026
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