BN Einwendungen im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung

Sorg, Kleinschwarzenlohe - Während die Diskussionen über den Vorentwurf des neuen Flächennutzungsplanes der Gemeinde Wendelstein am Laufen sind, befinden sich weitere Bebauungspläne bereits in der Auslegungsphase. Die BN Ortsgruppe hat hierfür ihre Stellungnahmen abgegeben.

  • An der Ortseinfahrt nach Sorg soll eine 2,5m hohe Lärmschutzmauer den Verkehrslärm mindern. Der Radweg 'verschwindet' hinter der durch 2 Einfahrten unterbrochenen Mauer. In Wendelstein verschwinden aus Gründen der Verkehrssicherheit Bäume und Hecken und hier schafft man Fallen für Radfahrer, wundert sich BN Vors. Pieger

    An der Ortseinfahrt nach Sorg soll eine 2,5m hohe Lärmschutzmauer den Verkehrslärm mindern. Der Radweg 'verschwindet' hinter der durch 2 Einfahrten unterbrochenen Mauer. In Wendelstein verschwinden aus Gründen der Verkehrssicherheit Bäume und Hecken und hier schafft man Fallen für Radfahrer, wundert sich BN Vors. Pieger
    © Pieger

Beim neuen Baugebiet Nr. 13, am Ortseingang in Sorg, versucht die Gemeinde mehr Gewicht auf ökologische Belange, wie z.B. Photovoltaik oder igelfreundliche Zäune, zu legen. Das ist gut so und wird vom BN begrüßt. Die an sich richtige Forderung Regenwasser nicht in den Kanal zu leiten, darf aber nicht dazu führen ein großes Regenrückhaltebecken genau in die Mitte eines der 3 wichtigsten Trockenrasen-Biotope der Gemeinde zu setzen, so der BN Vorsitzende Pieger. Kritisiert wird auch der Verzicht auf Ausgleichsflächen für den verloren gehenden Lebensraum. Dies sei zwar juristisch im sog. »beschleunigten Verfahren« nach §13b in Verbindung mit §13a BauGB begründbar, moralisch sei dies aber verwerflich, wenn nicht einmal die Gemeinde als Planer den Grundgedanken der »Eingriffs- Ausgleichsregelung« verinnerlicht hat und sich um naturschutzrechtliche Kompensationsmaßnahmen drückt.

Ähnliche Kritik wird am geplanten Neubau eines Feuerwehrhauses mit integrierter Schießsportanlage in unmittelbarer Nähe zum neu gebauten Verkehrskreisel an der RH1, westlich von Kleinschwarzenlohe, geäußert. Die Bewertung des Natureingriffs durch den von der Gemeinde bestellten Gutachter weise einen eklatanten Widerspruch zur damals im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses gemachten Untersuchungen auf. Und dies obwohl es sich um denselben Wald, die selbe Nähe zum Landschaftsschutzgebiet Schwarzachtal handelt. Der BN fordert deshalb eine erneute Begutachtung durch ein unabhängiges und qualifiziertes Planungsbüro. Die gängige Praxis, dass der Bauherr sich selbst aussucht, durch wen die Umweltprüfung durchgeführt wird, führt zwangsläufig zu »Auftraggeber-freundlichen« Bewertungen des Eingriffs. Besser wäre eine Auftragsvergabe von unabhängiger Stelle, wie z.B. den Naturschutzbehörden so der BN Vorsitzende. Politisch sei dies aber wohl nicht so gewollt.

Von: Stefan Pieger (1. Vorsitzender), Montag, 14. Mai 2018 - Aktualisiert am Montag, 21. Januar 2019
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Bund Naturschutz in Bayern e.V. - Ortsgruppe Wendelstein« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/bn-wendelstein

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