BN freut sich über Unterstützung bei der Biotoppflege
Wendelstein - Fast 30 Helferinnen und Helfer fanden sich am 1. August auf der BN Wiese zum Sensenkurs und Biotoppflege ein. Dank der vielen Aktiven konnte die Mahd auf dem vorgesehenen Bereich in nur 3 Stunden erledigt werden.
Seit 2014 pflegt die Wendelsteiner BN‑Ortsgruppe ein Wiesengrundstück an der Schwarzach zwischen Wendelstein und Sperberslohe. Ziel ist es, die Feuchtwiese zu erhalten, die Artenvielfalt zu fördern und Wildtieren wie z.B. dem dort vorkommenden Biber ein Rückzugsgebiet zu bieten. Ohne die jährliche Mahd würden sich dort wieder vermehrt Brennnessel, Springkraut und Riesen-Bärenklau ausbreiten. Gerade der Riesen-Bärenklau hatte sich dort stark ausgebreitet. Zusätzlich zur Mahd wurden deshalb in den ersten Jahren Wurzeln und Knollen des Bärenklaus ausgegraben und durch die Gemeinde entsorgt. Die jahrelangen Anstrengungen zahlten sich aus und inzwischen kommt die gefährliche Pflanze auf der BN‑Wiese nicht mehr vor. „Die erfolgreiche Bekämpfung des Riesen-Bärenkaus ist für uns ein Riesen-Erfolg“, freut sich der Vorsitzende der BN‑Ortsgruppe.
Der Japanische Staudenknöterich – ein weiterer 'Neophyt', also eine ortsfremde invasive Art – breitet sich allerdings entlang der Schwarzach in den letzten Jahren weiter aus und ist schwer zu bekämpfen. Ein Vorteil der Sensenmahd ist, dass gerade im Uferbereich damit sehr gezielt gearbeitet werden kann, auch dort, wo Balkenmäher und Traktormähwerke nicht hinkommen. Die von Ludwig Wiedenhofer frisch geschulten Sensenmänner und -frauen wurden deshalb gezielt an den Rändern und in schwer zugänglichen Bereichen tätig. Andere Bereiche wurden mit dem Balkenmäher bearbeitet. Ein größeres Wiesenstück wurde außerdem im Anschluss mit dem Traktor und Mähwerk bearbeitet.
Die BN‑Ortsgruppe bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern und hofft auch zukünftig auf Unterstützung bei der Biotoppflege. Als nächste Aktion plant die Ortsgruppe die Wiederherstellung eines kleinen Weihers zur gezielten Förderung von Kröten und Fröschen, deren Zahlen leider dramatisch abgenommen haben. „Frösche tragen alleine hilft nicht mehr. Wir müssen uns deshalb um den Erhalt der Amphibien-Lebensräume, insbesondere deren Fortpflanzungsstätten, kümmern“, heißt es von der BN‑Ortsgruppe. Dafür brauchen wir wieder tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung.
Weitere Seiten zum Thema:
