Consumenta: Postive Bilanz des Landkreises und der Firmen
Landkreis Roth - 19 Unternehmen sowie die Touristik und die Wirtschaftsförderung des Landratsamts waren auf der Nürnberger Verbrauchermesse vertreten. Großes Interesse, hohe Frequenz und gute Gespräche lassen auf ein umfangreiches Nachmessegeschäft hoffen.
Ein rundherum positives Fazit des Jubiläumsauftritts hat das Landratsamt Roth für seine Beteiligung an der Consumenta in Nürnberg gezogen. Zum 20. Mal war der Landkreis samt zahlreicher Unternehmen aus seinem Gebiet auf der Verbrauchermesse vertreten. Auch die Firmenchefs waren äußerst zufrieden.
Die Schreinerei Schmid aus dem Gredinger Ortsteil Obermässing war zum ersten Mal mit von der Partie. Die Frequenz an seinem Stand hat Schreinermeister Anton Schmid überzeugt. „Ich werde höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr wieder teilnehmen“, sagt er am Sonntag nachmittag kurz vor Ende der Consumenta. Sein Kollege aus dem Heidecker Ortsteil Rudletzholz ist zwar ein alter Consumenta-Hase, doch seine Messebeteligung bewertet Schreinermeister Reinhard Siegert auch nach dem 20. Mal ausschließlich vorteilhaft.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Besuch an meinem Stand und dem Interesse hier“, sagt er. Auch Siegert wird 2026 sein kleines Wohnzimmer mit Schreiner-Möbel erneut auf der Consumenta aufbauen. „Ich lasse es nicht abreißen, denn die Messebeteiligung ist immer ein Highlight“, wird Siegert fast euphorisch. Für ihn ist es vor allem das Nachmessegeschäft, das die Präsentation auf der Messe so interessant macht. Anton Schmid sieht es ebenso. „Man tauscht Adressen, alle anders wird mit dem Kunden vor Ort geklärt“, sagt er. Zugleich lobt Schmid den Landkreis für seinen Service. „Der Rahmen hier und die Unterstützung sind super.“
Die Rednitzhembacher Firma „Bautenschutz Katz“ gehört ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern der Landkreis-Consumenta-Connection. Sebastian Tölle ist überzeugt von dieser Marketing-Investition. „Es gibt viele gute Gespräche und man trifft interessante Leute.“ Der Katz-Geschäftsführer meint damit allerdings nicht nur potentielle Kunden. „Hier findet auch Austausch und Vernetzung mit anderen Firmen statt“, hat der Chef des Sanierungsspezialisten für Feuchtigkeits- und Wasserschäden erlebt.
Der Wendelsteiner Messermacher Stefan Steigerwald war nach 2024 zum zweiten Mal im Rahmen des Landkreis-Angebots auf der Consumenta vertreten. Insbesondere, um seine Profession in Mittelfranken bekannt zu machen. „Es ist gut, wenn die Region weiß, dass es hier einen Messermacher gibt, bei dem man individuelle Gebrauchsmesser zu vernünftigen Preisen bekommt“, sagt er. Jedes seiner Messer hat Wiedererkennungswert: Geometrie, Stahl und Härtung. Das seien die wichtigsten Qualitätskriterien. Steigerwald empfand die Zeit auf der Messe als sehr bereichernd. Sein Stand sei immer gut besucht gewesen und auch mit den anderen Unternehmen habe es Austausch gegeben. Bei der Stollenprüfung in diesem Jahr kam sogar eines seiner Messer praktisch zum Einsatz. Auch Steigerwald sieht im Nachmessegeschäft einen guten Effekt seiner Consumenta-Beteiligung. „Das war auch schon 2024 so.“
„Es war besser als im vergangenen Jahr.“ Thomas Winkler, Chef des Gasthofs Winkler aus dem Thalmässinger Ortsteil Alfershausen, betreibt den schon fast legendären Biergarten als Herz und Zentrum des Landkreis-Areals in der Halle vier der Consumenta. Mit seiner Feststellung liegt er ganz richtig. Nach ersten offiziellen Schätzungen der Messegesellschaft sind in diesem Jahr etwa zehn Prozent mehr Besucher gekommen als 2024. „Ich bin sicher, die Aussteller aus dem Landkreis Roth haben gute Geschäfte gemacht“, ist Thomas Winkler überzeugt, der hohe Frequenz auch bei schönem Wetter festgestellt hat.
Nicht so sehr auf Geschäfte abgesehen hat es Manfred Dirsch. „Der größte Lohn für uns ist das Leuchten in den Augen“, beschreibt er die Resonanz an seinem Auftritt. Der Zimmerer-Meister aus dem Rother Ortsteile Eckersmühlen ist seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Berufsgrundschuljahr der Berufsschule Roth bestrebt, den Nachwuchs für das Holzhandwerk zu begeistern. Unterstützt von Berufsschullehrer Michael Danninger und vielen Zimmerer-Azubis lässt Dirsch die Kids den Umgang mit dem natürlichen Werkstoff unmittelbar erleben. Das hat nachhaltigen Erfolg. Zum Zimmerer-Team aus dem Landkreis gehört auch der 17-jährige Marco Wolf aus Roth. Er war mit zwölf zum ersten Mal am Consumenta-Zimmererstand und hat dort den entscheidenden Impuls erhalten.
Nach mehreren Praktika hat er sich für das Zimmerer-Handwerk entschieden und ist auch nach geraumer Zeit im ersten Lehrjahr noch überzeugt von seiner Entscheidung. „Ich bin sehr zufrieden, das passt super für mich“, kommentiert er die erste Zeit der Ausbildung. „Mit gefällt besonders die Arbeit mit Holz als flexiblem Werkstoff und der Kontakt zur Natur.“ Die Frage, ob er glaube, seine Ausbildung erfolgreich zu beenden, beantwortet sein Lehrer. „Ich betone:“, sagt Danninger, der ihn offensichtlich als guten Zimmerer kennengelernt hat. „Er wird es ganz bestimmt schaffen.“
Am Stand der Firma „Spalter Kunststofftechnik“ gab es einen eigenen Basteltisch, der immer besten belegt war. Schließlich ist das Unternehmen Direkthändler für ein gut eingeführtes Produkt, das einmal unter dem Namen "Mini-Steck" bekannt war. Heute heißt es „Stick it“, bietet aber immer noch denselben Spaß wie unter altem Namen: Mit farbigen Kunststoff-Kleinteilen große Bilder puzzlen. Das fasziniert Kids ganz offensichtlich ebenso wie ihre Eltern.
Der Landkreis-Auftritt war in diesem Jahre größer als 2024. Mit 19 Betrieben hatten sich zwei Firmen mehr angeschlossen. 15 davon waren in der Halle vier zu finden. Vier war in Halle 4a unter dem Label „Original Regional“ angesiedelt. Die besonderen Konditionen für die ausstellenden Unternehmen ermöglichen auch kleineren Betrieben oder Firmen, die am Anfang stehen, einen eigenen Messestand. „Wir bieten hier eine Leistungsschau des Gewerbes im Landkreis Roth“, hieß es. Der Landkreis selbst war mit den Sachgebieten „Kreisentwicklung“ und „Tourismus“ vertreten. Die Zusammenlegung in einer Halle war 2024 erstmals erfolgt und hat sich bewährt. „Wir haben eine Steigerung des Besuchs festgestellt und eine Superresonanz auf unser Info-Angebot erhalten“, hieß es beim Team des Landratsamts. So sind zahlreiche neue Broschüren über die touristischen Besonderheiten des Gebiets zwischen Rohr und Greding, zwischen Abenberg und Allersberg vorgestellt worden. Absoluter Höhepunkt war erneut der Pressackwettbewerb, der im nächsten Jahr 20sten Geburtstag feiern wird. „Das wir spannend“, lautete die Ankündigung, „denn dafür lassen wir uns etwas ganz besonderes einfallen.“
