CSU nominiert Kandidaten für die Kreistagswahl
Region - Als erste Partei im Landkreis hat die CSU eine Entscheidung darüber getroffen, wer für sie bei der Kreistagswahl im März 2026 ins Rennen gehen wird. Jeder dritte Platz für eine Frau.
Die CSU im Landkreis Roth hat als erste Gliederung der CSU in Bayern und als erste Partei im Landkreis am Samstag ihre Kandidaten für die Wahl des Kreistags im nächsten Jahr nominiert. Damit will die Partei weiter stärkste Kraft im Landkreis bleiben, wie Kreisvorsitzender Volker Bauer sowie Kreistags-Fraktionsvorsitzender Michael Kreichauf beim Treffen im Spalter Trachtenheim erklärt haben. „Mindestens also wieder 20 Kreisräte“ lautet das Ziel der CSU im Landkreis Roth, die ihre Liste ohne Gegenstimme auf den Weg gebracht hat.
Dabei hat der CSU-Kreisverband auf den ersten 20 Plätzen der Liste Kandidaten aus jeder Gemeinde nominiert. Jeder dritte Platz ist mit einer Frau belegt. Angeführt wird die Reihung vom Kreisvorsitzenden. Landtagsabgeordneter Volker Bauer kandidiert auf Platz eins. Platz zwei nimmt Michael Kreichauf aus Thalmässing ein. Die erste Frau ist Bezirksrätin Cornelia Griesbeck aus Wendelstein auf Platz drei. Der Rother Bundestagsabgeordnete Ralph Edelhäußer folgt auf Platz vier. Platz fünf belegt der ehemalige Fraktionschef im Kreistag und Spalter Erste Bürgermeister Udo Weingart. Die stellvertretende Landrätin Edeltraud Stadler aus Hilpoltstein besetzt den zweiten Frauenplatz.
Es gibt drei Gemeinden, die bislang keinen Kreisrat innerhalb der CSU-Fraktion stellen. Rednitzhembach, Rohr und Schwanstetten. Das soll sich ändern, weshalb die CSU dort auf besondere Kandidaten setzt. Der Rednitzhembacher Bürgermeister Joschi Leisinger kandidiert auf Platz 14. Obstbauer Manfred Winkler aus dem Rohrer Ortsteil Gustenfelden folgt auf Platz 19. Platz 15 nimmt mit der 18-jährigen Gymnasiastin Leonie Seidler aus Schwanstetten die Jüngste auf der Liste ein. Der älteste CSU-Kandidat kommt aus Roth. Stadtratsmitglied Heinz Bieberle zählt 80 Lenze. Sowohl Seidler als auch Bieberle verstehen sich jeweils als Sprachrohr ihrer Generation. Leonie Seidler kommt aus der Jugendarbeit bei den Pfadfindern. Bieberle ist VdK-Kreisvorsitzender und gilt als exzellenter Sozialfachmann.
Weiter will die CSU bei der Kreistagswahl mit ihren amtierenden Ersten Bürgermeistern punkten. Werner Langhans aus Wendelstein, Josef Dintner aus Greding, Johannes Mailinger aus Thalmässing und Wolfram Göll aus Kammerstein kandidieren bis zu Platz 22. Ebenso ist ein Schulterschluss mit der Landwirtschaft festzustellen. Kreisbauernobmann Manfred Dorner aus Thalmässing, sein Vorgänger Thomas Schmidt aus Greding und Tobias Volkert aus Georgensgmünd sind wichtige Vertreter der Bauernschaft auf der CSU-Liste. Mit Michael Kreichauf, Ralf Schmidt aus Rednitzhembach, Birgit Bast aus Roth, Alfred Knäblein aus Röttenbach sowie Oliver Rabe und Christine Schuh aus Büchenbach sind auch Mittelstands-Unternehmer Bestandteil des CSU-Angebots an die Wählerinnen und Wähler. „Unsere Liste strahlt berufliche Kompetenz aus und hat das Potential für ein Topergebnis“, war Volker Bauer überzeugt. „Wir wollen den Landkreis weiter mit pragmatischer konservativer Politik prägen“, so Bauer weiter. Drei Polizeibeamte stehen für ein klares Bekenntnis zur inneren Sicherheit.
Michael Kreichauf ist seit 1. Mai dieses Jahres Vorsitzender der CSU-Fraktion im Kreistag. „Ich stehe für Kontinuität“, kündigte er für die Zukunft an. Dabei werde er auf die Fachkompetenz der CSU-Kreisräte setzen und die bisherigen Grundsätze der CSU-Fraktion weiter zu seiner Leitlinie machen. „Eine sparsame Haushaltsführung, die den Gemeinden Luft zum Atmen lässt, steht dabei an erster Stelle“, erklärte der Bauunternehmer. In diesem Zusammenhang sah er die Entwicklung der Kreisumlage äußerst kritisch. „Nach der Erhöhung um fünf Punkte im letzten Jahr droht erneut eine Steigerung um zwei Punkte“, mutmaßte er. „Das können sich unsere Gemeinden nicht mehr leisten“, so der Kreistags-CSU-Chef. Allerdings ist dafür nicht ausschließlich der Landkreis verantwortlich. Steigende Sozialausgaben beim Bezirk sind der eigentliche Hauptgrund. Bezirksrätin Cornelia Griesbeck sprach sich deshalb, „für ein Ende des Gießkannenprinzips“ bei den Sozialleistungen aus. „Wer weniger Hilfe braucht, soll auch weniger Hilfe erhalten“, lautete ihre Forderung.
Nicht mehr kandidieren werden im März 2026 die Kreisräte Helmut Neuweg aus Hilpoltstein, Oswald Brigl aus Greding und Lissy Wild-Heyder aus Büchenbach. Die 75-jährige Wild-Heyder scheidet nach 36 Jahren aus dem Kreistag aus. „Sie war eines unserer Aushängeschilder“, würdigte Kreichauf die Leistungen der Bäuerin aus dem Büchenbacher Ortsteil Aurau und betonte ihre Arbeit als „leidenschaftliche Verwaltungsrätin der Kreisklinik“. Ihr und Udo Weingart zollten die gut 80 Konferenz-Teilnehmer Anerkennung mit langanhaltendem stehendem Stakkato-Applaus.
Weitere Seiten zum Thema:
