Das 1x1 der Pflegeprodukte - Teil 2

Schwanstetten - In der letzten Kolumne habe Ich Ihnen bereits in paar Tipps für die richtige Haarpflege und über den richtigen Umgang mit Shampoo geschrieben. Heute geht’s an die Pflegeprodukte. Nicht nur lange, sondern auch kurze oder beanspruchte Haare benötigen mehr als nur ein gutes Reinigungsmittel.

Rufen Sie sich immer in Erinnerung, dass unser Haar ca. einen Zentimeter pro Monat wächst. Das heißt, eine Haarspitze auf Schulterlänge kann vom Scheitel gewachsen gut zwei Jahre alt sein, und schon einiges erlebt haben. Wie oft Sie eine Maske benutzen, hängt von Ihrem Haar ab. Mindestens einmal pro Woche sollte man sich intensiv um das Haar kümmern, und eine Haarkur auftragen. Diese wird nach dem ausgespülten Shampoo aber vor dem Conditioner auf das handtuchtrockene Haar aufgetragen. Ist das Haar noch zu nass, kann die beste Pflege nicht vom Haar aufgenommen werden, sie perlt am Haar ab und pflegt bestenfalls Ihre Abflussrohre.

Auch soll beim Auftragen penibel drauf geachtet werden, dass das Produkt nicht auf die Haaransätze und die Kopfhaut kommt. Das Haar ist hier noch zu jung, und weist eine zu gesunde Struktur für eine Haarpflege auf. Im schlimmsten Fall rächt es sich mit fettig erscheinenden, Haaransätzen, die kein Volumen mehr geben. Also: Ist das Produkt gleichmäßig in Längen und Spitzen verteilt, heißt es, die produktabängige Einwirkzeit zu beachten und dann wieder gründlich aus zu spülen. Zur Verankerung der Pflegestoffe empfiehlt sich dringendst, einen Conditioner anzuwenden. Dieser kann aufgrund seines PH-Wertes die Haare gut verschließen, die Haaroberfläche glätten und dadurch Glanz und Kämmbarkeit erzeugen. Wichtig: Auch der Conditioner gehört unter keinen Umständen auf die Haaransätze! Hier gilt die gleiche Auftrag- und Ausspülregel wie bei der Haarpflege.

Wenn Sie sich fragen „Warum überhaupt Haarmaske und Conditioner verwenden?“, dann kann ich Ihnen folgendes antworten: Die Haarmaske oder intensive Haarpflege pflegt und repariert bis ins Innere der Haare. Der Conditioner lediglich an der Haaroberfläche.

Soll man die Produkte immer von der gleichen Pflegereihe benutzen? Ganz klar: Nein! Die Haarbedürfnisse können sich ständig ändern. Im Winter ist die Kopfhaut oft trockener, die Färbegewohnheiten ändern sich, aber auch durch die körpereigenen Hormone wird unser Haarzustand beeinflusst und verändert. Das heißt im Klartext, dass jede Änderung der Haare oder der Haut auch zwangsläufig eine Änderung im Pflegeprogramm bedeutet! Ein Friseur beurteilt dies bei Ihren Besuchen immer wieder neu. Um die unterschiedlichen Bedürfnisse eines Kopfs unter einen Hut zu bekommen, springt man oft zwischen verschiedenen Pflegelinien. Wenn nötig kann man zum Beispiel ein Shampoo für Volumen, aber eine intensive Pflege mit Öl für die trockenen Haarspitzen benutzen usw..

Was aber tun, wenn die Zeit mal nicht für die optimale und zugegebenermaßen zeitintensive Pflegevariante reicht? Das greife ich in der nächsten Kolumne auf!

Ihr Marc Seubert vom HAIRlike frisörteam seubert

Von: Marc Seubert, Mittwoch, 16. Mai 2018 - Aktualisiert am Mittwoch, 16. Mai 2018
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »HAIRlike« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/hairlike
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