Die Amphibien-Tümpel in Worzeldorf

Nürnberg - Ein hochwertiges Biotop und ein besonderer Lebensraum für Amphibien, geschaffen durch den Landschaftspflegeverband Nürnberg e. V. in den Jahren 2009 bis 2011 am Eichenwaldgraben bei Herpersdorf.

  • Beweidung der Amphibien-Tümpel in Worzeldorf.

    Beweidung der Amphibien-Tümpel in Worzeldorf.
    © Jessica Schmidt, M.Sc.

  • Beweidung der Uferbereiche der Tümpel. Zurückdrängen der Verbuschung.

    Beweidung der Uferbereiche der Tümpel. Zurückdrängen der Verbuschung.
    © Jessica Schmidt, M.Sc.

  • Beweidung des Heckenbereiches mit Ziegen und Schafen.

    Beweidung des Heckenbereiches mit Ziegen und Schafen.
    © Jessica Schmidt, M.Sc.

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    Beweidung Amphibien-Tümpel in Worzeldorf

Die Pflege und Beweidung der Froschstümpel- und Wiesenflächen in Worzeldorf ist eine große Herausforderung, da diese Flächen regelmäßig durch den Biber überschwemmt, von Wildschweinen umgewühlt und durch Pflanzen wie der Herbstzeitlosen geprägt sind.

Eine Beweidung zur Pflege und Erhalt des Biotops wird seit 2020 etwa zweimal im Jahr durchgeführt. Ein zentraler Beweidungszeitraum ist in diesem Jahr für Anfang Juni, für ca. vier Wochen geplant. Dabei wird der durchgehende Trampelpfad gesperrt, um sicherzustellen, dass den Schafen genügend Futterfläche geboten wird und diese nicht auf die giftige Herbstzeitlose zurückgreifen müssen, welche ein großes gesundheitliches Risiko darstellt.

So trägt die Beweidung nicht nur zur Entbuschung bei, indem das Wachstum unerwünschter Gehölze reduziert wird und damit der Erhalt von Offensandflächen gefördert wird, sondern sorgt auch für ein Gleichgewicht zwischen der Nutzung und dem Schutz dieser sensiblen Flächen. Die Beweidung trägt dazu bei die Biodiversität langfristig zu erhalten und ein gesundes Gleichgewicht der Flächen zu fördern.

Umgang mit Giftpflanzen bei der Beweidung

Auf naturnahen Wiesenflächen kommen natürlicherweise auch Giftpflanzen vor. Diese sind ein fester Bestandteil des Ökosystems, können jedoch für Weidetiere wie Schafe und Ziegen gesundheitliche Risiken darstellen. Daher ist bei der Beweidung solcher Flächen besondere Sorgfalt erforderlich.

Um zu verhindern, dass Tiere Giftpflanzen aufnehmen, werden entsprechende Bereiche großflächig eingezäunt, um innerhalb der Weide ausreichend schmackhafte und nährstoffreiche Futterpflanzen zu integrieren. Nur wenn genügend geeignetes Futter zur Verfügung steht, vermeiden Schafe und Ziegen in der Regel von selbst den Verzehr von Giftpflanzen, die meist auch durch einen sehr bitteren Geschmack geprägt sind.

Darüber hinaus erfordert die Beweidung von Flächen mit Vorkommen von Giftpflanzen eine besonders sorgfältige Überwachung. Die Tiere werden regelmäßig kontrolliert, um ihren Gesundheitszustand frühzeitig beurteilen zu können. Auffälligkeiten können so schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Eine fachgerechte Planung, ausreichende Futterversorgung und eine kontinuierliche Betreuung der Tiere sind daher bei der Koppelhaltung entscheidende Voraussetzungen für eine sichere und erfolgreiche Beweidung auf solchen Flächen.

Von: Jessica Schmidt, M.Sc. (Biologin), Donnerstag, 30. April 2026 - Aktualisiert am Dienstag, 05. Mai 2026
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Beweidungsprojekt« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/beweidungsprojekt

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