Die Lange Nacht der Demokratie
Schwanstetten - Am 29. September fand erstmals die „Lange Nacht der Demokratie“ in der Gemeindehalle Schwanstetten statt. An der bayernweiten Veranstaltung beteiligten sich in diesem Jahr über 30 Kommunen. Schirmherrin der Veranstaltung war die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner. Die Veranstaltung wurde vom Evangelischen Bildungswerk Schwabach in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis „Schwanstetten ist bunt“ organisiert.
Eröffnet wurde der Tag mit einem ökumenischen Gottesdienst. Pfarrer Vogt sprach in seiner Predigt über das wichtige Thema Demokratie, welches natürlich im Mittelpunkt des ganzen Tages stand.
Nach dem Gottesdienst erfreuten die Künstler des Projekts „DemoClownie-Demokratie mit Augenzwinkern“ die Gäste mit ihrem Auftritt. Die Premiere des Bühnenstücks fand bereits am Vorabend im Glashaus in Roth statt und war ausverkauft – ein Zeichen für großes Interesse und Vorfreude auf das Event. Das Bühnenstück spiegelte die Hürden, welche sich bei der demokratischen Planung einer Veranstaltung auftun. Mit einem Augenzwinkern, viel Humor und dennoch Ernsthaftigkeit und Respekt, vermittelten die professionell geschulten Clowns das Thema.
Anschließend präsentierten die Kinder der Demokratie AG der Grundschule Schwanstetten mit Aussagen zu den „Verkehrsschildern der Gerechtigkeit“ ihre Sichtweise, die sie im vergangenen Schuljahr erarbeitet hatten. Auch die Berufsschule von Regens Wagner Zell war mit ihrem „Glücksrad“ zu den Schildern der Gerechtigkeit im Foyer vertreten. Die „originalen Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ waren in der Halle aufgestellt. Der AK Demokratie der Mittelschule Rednitzhembach war ebenfalls mit einer Plakatwand in der Halle vertreten. Dies war eine großartige Gelegenheit, die Perspektiven und Ideen junger Menschen zur Demokratie zu hören und zu sehen. Für junge Besucher sorgt der Kreisjugendring Roth mit dem Spielmobil, zwischen dem Rathaus und der Gemeindehalle, für Spaß und Abwechslung.
Nach den Schülern wurde zur Podiumsdiskussion geladen, bei der verschiedene Experten und Interessierte zusammenkamen, um über aktuelle Herausforderungen und Chancen für die Demokratie zu diskutieren. Mario Engelhardt führte durch die Diskussion, die stellv. Dekanin Johanna Graeff, Joscha Falk von der Mittelschule Rednitzhembach, Momo Harmel vom Helferkreis Asyl Schwanstetten, der Bundestagsabgeordnete Sascha Müller von den Grünen sowie die Schwanstettener Marktgemeinderäte Markus Hönig (CSU), Markus Rupprecht (SPD), Peter Weidner (Freie Wähler) und Wolfgang Scharpff von den Grünen, standen Rede und Antwort. Den Abschluss des Tages bildete ein Vortrag von Martin Becher, der auf die Gefahren hinwies, die unsere Demokratie bedrohen. In seinem eindringlichen Beitrag betonte er die Bedeutung der aktiven Teilnahme jedes Einzelnen an der demokratischen Gesellschaft. Das Schlusswort wurde von Landrat Ben Schwarz gehalten, der die Anwesenden ermutigte, sich weiterhin für die Demokratie einzusetzen und die Herausforderungen gemeinsam zu meistern.
Insgesamt war die Veranstaltung ein gelungener Tag, der zum Nachdenken anregte und die Bedeutung der Demokratie in unserer Gesellschaft hervorhob.
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