Die Tour vor der Tür – Urlaub zu Hause

Region - Eine Lieblingsregion – der Landkreis Roth

  • © Landratsamt Roth

  • Luftaufnahme Burg Stauf

    Luftaufnahme Burg Stauf
    © Nürnberg Luftbild Hajo Dietz

  • Grenzstein Land um Stauf

    Grenzstein Land um Stauf
    © Gemeinde Thalmässing

  • Michael-Kirschner-Kulturmuseum

    Michael-Kirschner-Kulturmuseum
    © Landratsamt Roth

  • Weitere Informationen zum Wanderweg „Land um Stauf“ unter www.urlaub-roth.de, der Entdecker APP des Landkreises oder telefonisch unter 09171 81 13 29

    Weitere Informationen zum Wanderweg „Land um Stauf“ unter www.urlaub-roth.de, der Entdecker APP des Landkreises oder telefonisch unter 09171 81 13 29
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Jede Woche eine Wander- oder Radtour, die fast vor der eigenen Haustür beginnt? Nichts leichter als das: Zum Planen und Aussuchen unterstützt die Entdecker APP des Landkreises Roth. Der Landkreis Roth liegt teils im Fränkischen Seenland und teils Naturpark Altmühltal und überrascht mit unbekannten, vielfältigen Ecken!

Wanderschuhe an und los ins „Staufer Land“

Der Grenzwanderweg „Land um Stauf“ hat insgesamt eine Länge von etwa 29 km. Durch eine Verbindung zwischen Eysölden und Stauf ist er in zwei etwa gleich lange Rundwege unterteilt. Die Wanderung kann an jedem beliebigen Ort begonnen und beendet werden. Ein zentraler Ausgangspunkt für den Grenz­wanderweg ist der Parkplatz am Ortsausgang Stauf in Richtung Schwimbach. Für die Anreise mit Bus & Bahn empfiehlt sich über den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg die Haltestellte Zell. Mit der Regionalbahn bis Hilpoltstein, ab Hilpoltstein mit der Buslinie 611, Montag bis Freitag, oder der Freizeitlinie Gredl-Express 636 an den Wochenenden und feiertags bis zur Haltestelle Zell (b. Hilpoltstein).

Das Gebiet bei Thalmässing wird als „Land um Stauf“ bezeichnet, beherrscht doch die Burg Stauf (im Privat­besitz) in erhabener geogra­fischer Position die Landschaft. Eine Randbemerkung: Das Dach der Burg liegt genau auf der Wasserscheide zwischen der Donau und dem Rhein. Die Burg war ehemals Stammsitz der Herren von Stauff, die urkundlich das erste Mal 1138 erwähnt werden und das Land um Stauf als Lehen erhalten hatten. Um 1309 wurde die Burg zerstört. 1328 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer die Burg an den Burggrafen von Nürnberg, mit der Erlaubnis sie wieder aufzubauen. Das Land um Stauf blieb dann bis 1806 unter der Herrschaft der Hohenzollern, d.h. den Burggrafen von Nürnberg.

Warum dieser Hintergrund wichtig ist?

Der Grenzwanderweg beschäftigt sich mit den Grenzen und seinen Grenzmarkierungen. Der Grenzverlauf Mitte des 16. Jahrhunderts gibt unseren Weg vor. Somit waren die Hohenzollern auf der einen Seite der Grenze im Dienste des Kaisers. Die Lande Hilpoltstein, Heideck und Allersberg gehörten zum Fürstentum Pfalz-Neuburg. Und ein weiterer Teil des Territoriums unterstand der Markgrafschaft Brandenburg- Ansbach. Einige Abschnitte des Wanderweges verlaufen entlang der ehemaligen Grenzen zwischen den Herrschaftsbereichen. Grenzen konnten damals, neben den politischen Grenzen und deren hoheitlichen Bedeutung, auch Konfessionsgrenzen sein. Die evangelische und katholische Prägung der Landstriche hat sich bis in das Heute gehalten. Im Gegensatz zu den landesrechtlichen Grenzen, die mit der Gründung des Königreichs Bayern 1806 vereint wurden.

Steinerne Zeitzeugen

Die steinernen Zeugen der alten Grenze sind heute noch teilweise erhalten und der aufmerksame Wanderer kann die Wappen der Herrschaften vielleicht erahnen: den Adler für die Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach und das Rautenwappen für Pfalzbayern.

Grenzsteine sind Zeitzeugen. Sie stellen einen Teil der Landesgeschichte dar, zum Anfassen und Begreifen. Dazu gibt es auch das Grenzsteinfeld bei Stauf (nahe Ortsausgang in Richtung Schwimbach). Die Sammlung verschiedenster Grenzsteine auf einem Feld ist einer der Höhepunkte des Grenzwanderweges. Die Grenzsteine sind im Original zu sehen, weitestgehend in ihrem ursprünglichen Zustand, wenn auch sanft restauriert und auf Betonsockeln gehoben.

Grenzsteine sind Geschichte über Markierungen der Weidebereiche oder Waldstücke, Kennzeichen von Steuerbezirken oder Zuordnung zu Herrschaftsgebieten. Die Monumente laden ein in die Geschichte einzutauchen. Auf den einzelnen Etappen gibt es dann vielleicht den einen oder anderen sinnierenden Gedanken über unsere heutigen Grenzen.

Landschaftliche Besonderheiten sind die weit reichenden Fernblicke, die mächtigen Eichenriesen, die die Wanderer zum Eichelberg hinauf­begleiten, und die tiefen Hohlwege, die als Zeitzeugen für die jahrhundertealte Nutzung dieser Wege dienen.

Noch ein Tipp:
Das Michael-Kirschner-Kulturmuseum in Stauf ist ein bäuerliches Anwesen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Authentisch zeigt es das autarke Arbeiten und Leben dreier Generationen auf dem Land: „als ob die Zeit stillgestanden wäre.“ Öffnungszeiten: 1. Sonntag im Monat, 13 – 17 Uhr.

Einkehrmöglichkeiten:
Gasthaus Reinhold Grimm, Tiefenbach 17, 91177 Thalmässing, Tel. 09173 1281 Schloßschänke
Eysölden, Eysölden, 91177 Thalmässing-Eysölden, Tel. 09173 537
Bäckerei Schmidtkunz, Eysölden, 91177 Thalmässing-Eysölden, Tel. 09173 634

Direktvermarkter an der Tour:
Biohof Enzenhöfer, Steindl 6, 91177 Thalmässing, Tel. 09173 1031
Bio-Archehof Gerstner, Eysölden F3, 91177 Thalmässing, Tel. 09173 9718
Manfred Dorner - Gemüse, Eysölden L15, 91177 Thalmässing-Eysölden, Tel. 09173 77976
Wald- und Wiesenimker, Daniel Endereß, Pyras 8a, 91177 Thalmässing-Pyras, Tel. 09174 8449919
Luise Käsbatzinger - Honig, Stauf 28 1/2, 91177 Thalmässing-Stauf, Tel. 09173 1262

Weitere Informationen zum Wanderweg „Land um Stauf“ unter www.urlaub-roth.de, der Entdecker APP des Landkreises oder telefonisch unter 09171 81 13 29.

Ausführliches Informationsmaterial ist kostenlos im Landratsamt Roth, Kultur und Tourismus,
09171 81-1329, info@urlaub-roth.de erhältlich.
Zudem stehen unter www.urlaub-roth.de in der Rubrik „Publikationen & Downloads“ kostenlose Broschüren bereit.

Von: Sabrina Müller, Freitag, 04. September 2020
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Landratsamt Roth - Tourismus & Kultur« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/roth-tourismus-kultur

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