Ein bewegender Auftakt im Museum Schloss Ratibor

Stadt Roth - Am 18. September wurde die Wanderausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ feierlich im Museum Schloss Ratibor eröffnet. Bis zum 26. Oktober haben Besucher*innen noch die Gelegenheit, sich mit dem Leben und Vermächtnis der jungen Tagebuchschreiberin auseinanderzusetzen.

  • Das Team rund um die Ausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen schreibt Geschichte.“: Stellvertretende Landrätin Edeltraud Stadler, Roths Erster Bürgermeister Andreas Buckreus, Museumspädagogin und Projektleiterin Anne Roßius, die drei Peer Guides Anne, Zelal und Julia, Linda  Hou vom Anne-Frank-Zentrum und Museumsleiter Guido Schmid.

    Das Team rund um die Ausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen schreibt Geschichte.“: Stellvertretende Landrätin Edeltraud Stadler, Roths Erster Bürgermeister Andreas Buckreus, Museumspädagogin und Projektleiterin Anne Roßius, die drei Peer Guides Anne, Zelal und Julia, Linda Hou vom Anne-Frank-Zentrum und Museumsleiter Guido Schmid.
    © Start Roth

  • Die Ausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ wurde offiziell eröffnet und kann bis 26. Oktober im Museum Schloss Ratibor besichtigt werden.

    Die Ausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ wurde offiziell eröffnet und kann bis 26. Oktober im Museum Schloss Ratibor besichtigt werden.
    © Stadt Roth

Die Ausstellung des Anne Frank Zentrums tourt seit 2012 durch Deutschland und erzählt die Geschichte von Anne Frank und ihrer Familie, die wie viele andere Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Im Mittelpunkt steht Annes Tagebuch, das sie zu ihrem 13. Geburtstag erhielt und in dem sie ihre Gedanken und Gefühle während der Zeit im Versteck in Amsterdam festhielt. Das Buch, inzwischen in über 80 Sprachen übersetzt, ist für viele Jugendliche ein erster Zugang zur Geschichte der Shoah und zur Bedeutung von Menschenrechten und demokratischen Werten.

Zur Eröffnung versammelten sich rund 90 Gäste, darunter zehn Mitglieder des Stadtrats, in den Ratsstuben. Bürgermeister Andreas Buckreus würdigte die Ausstellung: „Es ist eine beeindruckende Ausstellung, die zum Nachdenken anregt und durch ein umfassendes Rahmenprogramm begleitet wird. Viele halten es für selbstverständlich, in einer sicheren Umgebung aufzuwachsen, die auf demokratischen Werten aufbaut. Die Ausstellung lehrt uns, wie wichtig es ist, für diese Werte einzustehen.“

Museumspädagogin Anne Roßius führte gemeinsam mit drei Schülerinnen der Jahrgangsstufe 13 des Rother Gymnasiums durch das Programm. Sie informierte über Anne Franks Biografie und wurde dabei von Tagebuchpassagen begleitet, die Anne Keller, Zelal Karakoc und Julia Flier vortrugen – drei junge Frauen, die sich eigens dafür als sogenannte Peer Guides ausbilden ließen, also Jugendliche, die Gleichaltrige durch eine Ausstellung begleiten. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Violinistin Myriam Geßendorfer begleitet, unter anderem mit einem Satz aus der zweiten Bachpartita.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete ein Zitat von Anne Frank: „Ich möchte nicht wie die meisten Menschen vergebens gelebt haben. Ich möchte nützlich sein oder Menschen Freude bereiten, sogar denen, die ich nie getroffen habe. Ich möchte auch nach meinem Tod weiterleben.“

Die Ausstellung kann bis 26. Oktober immer dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr im Museum Schloss Ratibor besichtigt werden. Der Eintritt für das komplette Museum beträgt für Erwachsene, 4,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro, Kinder bis 10 Jahre haben freien Zutritt.

Von: Karin Büttner (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stadt Roth), Montag, 29. September 2025 - Aktualisiert am Montag, 06. Oktober 2025
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