Einsatz bei Wendelsteiner Waldbrand endet heute mit Nachlöscharbeiten
Region - 550 Einsatzkräfte haben das Feuer mithilfe eines Polizeihubschraubers eingedämmt. Die Bevölkerung wird gebeten, den betroffenen Bereich zu meiden. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass das Feuer „menschengemacht“ war. Eine endgültige Ursache steht aber noch nicht fest.
Der gestrige Waldbrand in Wendelstein bindet auch heute noch die Feuerwehr. Etwa 30 Einsatzkräfte sind gegenwärtig damit beschäftigt, den Waldboden zu kontrollieren und zu wässern, um letzte Glutnester zu bekämpfen. "Mit diesen Nachlöscharbeit werden wir den Einsatz beenden und ihn nach und nach auflösen", erklärte Kreisbrandmeister Matthias Hiltner als Pressesprecher des Kreisbrandrats. Gefahr gebe es nun keine mehr. Auch der Einsatz des Polizei-Hubschraubers sei nicht mehr erforderlich gewesen.
Gestern habe das Fluggerät dazu gedient, Wasser schnell und unmittelbar in den Wald zu bringen. Jeder der gut 40 Flüge nach Ausbruch des Feuers gegen 13 Uhr habe 800 Liter Wasser an den Brandherd befördert. Dazu war ein 24 000-Liter-Faltbehälter des THW Roth angefordert worden, den die Feuerwehr Schaftnach mit Wasser aus der nahegelegenen Schwarzach gefüllte. Heute hingegen habe man vom Alten Kanal aus eine Leitung zur Löschwasserförderung legen können.
Zur Brandursache ist noch nichts bekannt. Insgesamt waren gestern und heute 550 Einsatzkräfte aus dem Landkreis und der Stadt Schwabach vor Ort. Neben Feuerwehrleuten auch das THW, verschiedene Rettungsdienste und die Polizei.
Der Waldbrand in Wendelstein war gestern ab 17 Uhr unter Kontrolle gewesen. Die Bevölkerung wurde dennoch gebeten, den abgesperrten Bereich keinesfalls zu betreten. „Es sind noch Glutnester vor Ort“, warnte Brandmeister Matthias Hiltner von der Freiwilligen Feuerwehr Leerstetten, gab aber schon gestern Abend allgemeine Entwarnung. „Der Brand war soweit eingedämmt, dass keine Gefahr mehr bestand.“
Ab 21 Uhr haben zwei Einsatzfahrzeuge mit etwa 20 Feuerwehrleuten einer Landkreiswehr den Brandort überwacht und abgesperrt. Jüngsten Schätzungen zufolge handelt es sich um ein Waldareal von rund 8000 Quadratmetern.
Die Bewohner des evakuierten Altenheims konnten ab 21 Uhr in ihre Zimmer zurückkehren. Unter allen Einsatzkräften sind bis Einsatzende vier Leichtverletzte zu beklagen gewesen. „Kreislauf und Erschöpfung“, sagte Matthias Hiltner. Zivilpersonen sind seiner Auskunft zufolge nicht verletzt worden.
Die Feuerwehrleute haben die ganze Nacht Wache im betroffenen Waldgebiet gehalten. Auch eine Drohne war im Einsatz, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Ab sechs Uhr sind zusätzliche Feuerwehrleute ausgerückt, um eventuell aufglimmende Glutnester unter Kontrolle zu halten.
Wie viele Feuerwehren insgesamt im Einsatz waren, konnte Hiltner noch nicht sagen. „Da müssen wir uns erst einen Überblick verschaffen“, sagte der Kreisbrandmeister. Jedenfalls waren auch Fahrzeuge und Feuerwehrleute aus dem Landkreis-Süden nach Wendelstein gekommen, um den Waldbrand zu bekämpfen. „Das haben wir so organisiert“, betonte Hiltner, „dass in jeder Gemeinde immer der Feuerschutz gewährleistet war.“ Ein wichtiger Punkt bei Großschadenslagen, die mehrere Feuerwehren überregional binden. Schließlich müssen die Wehren in jeder Landkreisgemeinde stets soweit einsatzbereit sein, dass auch neu entstehende örtliche Schadenslagen beherrschbar sind, um Leben zu schützen oder zu retten.
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