Erfolg für die Wasserkraft

Berlin - Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Anfang Juli hat der Deutsche Bundestag entschieden, dass kleine Wasserkraftwerke weiterhin gefördert werden.

Ein Entwurf des Wirtschaftsministeriums hatte zunächst vorgesehen, Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von weniger als 500 Kilowatt nicht mehr zu unterstützen. Ein Vorhaben, das drastische Folgen gehabt hätte, auch in Wendelstein. Fünf solcher Anlange gibt es auf Wendelsteiner Gemeindegebiet, keine davon leistet mehr als 500 Kilowatt.

Ende Mai habe ich, gemeinsam mit unserem SPD Bundestagsabgeordneten Jan Plobner, Harald Assenbaum besucht. Er betreibt das Wasserkraftwerk an der Getreidemühle im Ortsteil Neuses, das schon seit dem Jahr 1405 existiert. Zudem ist er am Kraftwerk „All Energie“ beteiligt, das nur wenige Meter neben der Getreidemühle errichtet ist. Ihn hätte ein Förderstopp in seiner Existenz bedroht. Wäre die Vergütung über die Umlage gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weggebrochen, wäre sein Betrieb nicht mehr rentabel gewesen.

Ein Schicksal, das viele der Betreiber der rund 4000 Wasserkraftwerke in Bayern ereilt hätte. Die SPD-Fraktion im Bundestag hat deshalb innerhalb der Ampel-Regierung Druck gemacht, um die Förderung weiter zu gewährleisten. Schließlich ist Wasserkraft eine klimafreundliche Form der Energieerzeugung, die durch den Ukraine-Krieg nochmal an Bedeutung gewonnen hat. Gerade in Zeiten wie diesen ist jede Kilowattstunde aus Erneuerbaren Energien unverzichtbar. Vor diesem Hintergrund wäre es nicht vertretbar gewesen, der Wasserkraft den Hahn abzudrehen.

Von: Maximilian Lindner (SPD-Fraktionsvorsitzender im Markt Wendelstein), Montag, 11. Juli 2022 - Aktualisiert am Dienstag, 12. Juli 2022
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