Eröffnung Goldschlägerweg mit Oberbürgermeister Peter Reiß
Schwabach - Oberbürgermeister der Stadt Schwabach eröffnet den Schwabachtalwanderweg.
Der Schwabachtalwanderweg führt nach Gustenfelden
Der Fränkische Albverein Schwabach eröffnete am 18. April den Schwabachtalwanderweg. Oberbürgermeister Peter Reiß nahm an der Eröffnung teil und benannte den Weg in Goldschlägerweg um. Die Umbenennung bezieht sich auf die farbliche Kennzeichnung des Weges mit weißer Fläche und gelbem Strich, die eine Verbindung zur Goldschlägerstadt Schwabach herstellt.
Nach über drei Jahren Planung konnte der 11 Kilometer lange Wanderweg von Katzwang nach Gustenfelden realisiert werden. Der Weg verbindet das über 9000 Kilometer umfassende Wanderwegnetz des Fränkischen Albvereins durch eine Querung der Stadt Schwabach. Der Wegemeister Andy Schmidt vom Fränkischen Albverein BUND arbeitete bei der Umsetzung mit dem örtlichen Verein zusammen. Wie der Fränkische Albverein Schwabach mitteilt, gestaltete sich die Planung schwierig. Nachfragen bei der Naturschutzbehörde, der Stadt Nürnberg, der Stadt Schwabach mit dem Liegenschaftsamt und dem Schwabacher Stadtförster führten zu wiederholten Umplanungen. Bereits angebrachte Wegmarkierungen mussten teilweise wieder entfernt und neu montiert werden. Insgesamt wurden über 270 Wegemarkierungen und 11 größere Schilder auf dem Wanderweg installiert. Der erste Vorstand Henry Siggelkow bedankte sich in seiner Rede bei den Initiatoren Erik M. Schmaußer und Roman Niethammer. Diese hatten sich vor vier Jahren über den Wanderweg ausgetauscht und den Anstoß zur Realisierung gegeben.
Der Weg war inoffiziell bereits seit Jahren vorhanden, aber ohne offizielle Wegemarkierung. Der Wanderweg führt am Kappelbergsteig entlang zur ersten Wegestation am Wanderparkplatz, wo sich die Schwabach mit der Rednitz vereint. Durch einen breiten Waldweg, der auch für Kinderwagen geeignet ist, oder alternativ über einen Steig führt die Route durch das Schwabachtal. Die beiden Wegvarianten treffen unweit einer der wenigen noch existierenden Goldschlägereien in Schwabach wieder zusammen. Ab diesem Punkt verläuft der Weg teilweise über Asphalt. Das Schwabachtal mit seinen Wässerwiesen konnte aus verständlichen Gründen nicht als offizieller, mit Wegweisern gekennzeichneter Wanderweg genutzt werden. Die Schwabacher Innenstadt bietet auswärtigen Gästen die Möglichkeit, die Wanderung mit einer Stadtführung zu kombinieren. Eine Delegation des Fränkischen Albvereins Hersbruck nutzte diese Gelegenheit und erhielt eine Einführung in die Stadt von einem Mitglied des örtlichen Vereins. Martin Sauer vom NABU ergänzte die Wanderung mit einem Vortrag über die Geschichte der Wässerwiesen im Bereich der Rednitz und der Schwabach. Der zeitlich begrenzte Überblick vermittelte den Teilnehmern interessante Einblicke in dieses Thema.
Über 40 Wandergäste nahmen an der Veranstaltung teil. Der Präsident des Fränkischen Albvereins BUND, Uli Reinwald, würdigte die Leistung des örtlichen Vereins. Er betonte, dass es in seiner Amtszeit noch keine Wegeeröffnungen gegeben habe und bedankte sich beim Fränkischen Albverein Schwabach dafür, dass er eine eröffnen konnte. Der neue Wanderweg ist teilweise mit dem Jakobsweg mit der bekannten Muschel-Kennzeichnung verbunden. Zusätzlich führt er über Abschnitte des Lutherwegs und ist mit dem Blaukreuz in Richtung Wildenbergen gekennzeichnet. Diese Verbindungen erweitern das regionale Wanderwegenetz und schaffen neue Möglichkeiten für Wanderer aus der Region und darüber hinaus.
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