Feuerwehr-Einsatzgeschehen im Landkreis Roth
Region - Kreisbrandrat Christian Mederer aus Wendelstein hat bei der Kommandantentagung in Allersberg die Zahl der Einsätze im Jahr 2025 geschildert. Auffällig ist eine Zunahme der Großbrände. Insgesamt ist die Zahl aller Brände im Zehn-Jahres-Vergleich ebenfalls hoch. Christian Mederer wirbt um Personal. „Intensive Nachwuchsarbeit allein wird nicht ausreichen.“ Neue Kommandanten verpflichtet.
In seinem Bericht über die Aktivitäten der Feuerwehren im Landkreis Roth im Jahr 2025 verwies Mederer auf eine Gesamtzahl von 2326 Einsätzen. Das waren 45 weniger als im Vorjahr. Mit 47 667 Mannstunden sind dabei aber über 9600 Stunden mehr Einsatzzeit geleistet worden als 2024. Tragisch war, dass dabei 19 Personen tot vorgefunden worden sind. 36 sind während der medizinischen Erstversorgung durch speziell ausgebildete Feuerwehrleute verstorben. Gerettet werden konnten während solcher Einsätze 145 Personen. Aufseiten der Einsatzkräfte gab es keinen Toten, aber sechs Verletzte.
Den Hauptteil aller Einsätze nahmen mit 1242 Fällen die technischen Hilfeleistungen ein. Gleichwohl bestimmten auch Brände das Einsatzgeschehen. Die Floriansjünger des Kreises mussten 2025 645 Mal ausrücken, um Flammen zu bekämpfen. Die zweithöchste Anzahl in den jüngst vergangenen zehn Jahren, hieß es. Ein „deutlicher Anstieg“ war bei den Großbränden zu verzeichnen. 91 Mal brannte es im Landkreis heftig, was 42 Großbrände mehr als 2024 bedeutete. Ein Großbrand ist ein Feuer von sehr großem Ausmaß, das sich schnell ausbreitet und meist schwer zu kontrollieren ist. Es erfordert in der Regel den Einsatz mehrerer Feuerwehren und umfangreicher Löschmaßnahmen.
Mit Blick auf das laufende Jahr skizzierte Kreisbrandinspektor Hans Wolfsberger die Ergebnisse der laufenden Entwicklungen an der Atemschutzübungsstrecke des Landkreises in Roth. Nach dem Anbau von vier zusätzlichen Stellplätzen für Spezialfahrzeuge wird sie am 11. Juli offiziell ihrer Bestimmung übergeben und einen neuen Namen erhalten: „Brand- und Katastrophenschutzzentrum des Landkreises Roth“ wird sie angesichts der dort stationierten Einheiten dann heißen. Dabei werden auch drei neue Fahrzeuge in Dienst gestellt.
Gegenwärtig sind im Landkreis Roth 5137 Feuerwehrdienstleistende aktiv. Eine Zahl, die Christian Mederer für ausreichend, aber auch für notwendig hält, um die Sicherheit zu gewährleisten. Seit Jahren gibt es in Sachen „Personal“ einen Trend: Die Zahl der Männer sinkt. Jene der Frauen steigt. 2026 werden mit 4501 männlichen Einsatzkräften 58 Männer weniger Dienst leisten als 2025. Der Frauenanteil hingegen wächst um 20 auf 636. Langfristig wird nach Einschätzung Mederers auch die intensive Nachwuchsarbeit in den Kinder- und Jugendfeuerwehren nicht ausreichen, um die erforderliche Personalzahl zu halten. „Wir brauchen Quereinsteiger, Rückkehrer in die Dörfer und neu Zugezogene“, so der Kreisbrandrat. „Wir freuen uns über jeden, der mit 30 oder 40 den Weg zur Feuerwehr findet.“
Augenblicklich ist die Zahl der Dienstleistenden noch groß genug, um sowohl die Truppen als auch die Führungskräfte-Ebene zu versorgen. So konnte Christian Mederer 14 neu gewählte Kommandanten verpflichten: Christoph Kobras, Mörlach. Stefan Ellinger, Schwimbach. Jürgen Meier, Göggelsbuch. Alexander Ochsenkühn, Landerzhofen. Florian Bösl, Österberg. Markus Mederer, Ebenried. Andreas Brunner, Rudletzholz. Manuel Meyer, Röttenbach. Manuel Burkhardt, Abenberg. Maximilian Malzahn, Volkersgau. Ralf Dresen, Jahrsdorf. Thomas Dürschner, Neuses. Thomas Lux, Meckenhausen. Tommy Offinger, Enderndorf.
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