Feuerwehr Katzwang - Hafenbrücken - Stromtrasse P53
Nürnberg - Die Stadt Nürnberg hat gemeinsam mit der WBG KOMMUNAL in Katzwang ein neues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht
Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus an der Strawinskystraße 55 erhält die Freiwillige Feuerwehr Katzwang einen modernen und zukunftsfähigen Standort. Der Neubau ersetzt das bisherige Feuerwehrgerätehaus an der Neuseser Straße. Er verfügt über drei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, einen angeschlossenen Lagerbereich sowie einen zweigeschossigen Funktionstrakt. Dort befinden sich unter anderem moderne Umkleide- und Sanitärräume, ein Schulungsraum, ein Aufenthaltsbereich für die Jugendfeuerwehr und eine mögliche Kinderfeuerwehr, ein Büro sowie eine Küche. Das Gebäude ist barrierefrei erschlossen und hat einen Aufzug sowie ein behindertengerechtes WC.
Mit der Einweihung lösen wir ein wichtiges Versprechen gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr Katzwang ein. Das neue Gerätehaus verbindet funktionale Architektur, moderne Technik und gute Bedingungen für Ausbildung und Nachwuchsarbeit. Damit investieren wir langfristig in die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr und in die Sicherheit der Menschen im Nürnberger Süden.
Die Stadt Nürnberg investierte rund 8,57 Millionen Euro in den Neubau, der Freistaat Bayern hat eine Förderung in Höhe von 391.600 Euro im Zuge der Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien in Aussicht gestellt. Das Projekt ist Teil des Programms zur schrittweisen Sanierung und Erneuerung der 18 Feuerwehrgerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg, die der Stadtrat beschlossen hatte.
Herzlichen Dank gilt der WBG KOMMUNAL für Planung und Bau und der Freiwilligen Feuerwehr Katzwang, vertreten durch den Kommandanten Marcus Haas, für die Unterstützung.
Projekt Hafenbrücken mit neuer Verkehrsführung
Im Zuge des Neubaus der Hafenbrücken auf der Verkehrsachse Finkenbrunn – Hafenstraße änderte sich die Verkehrsführung am Kreuz Nürnberg-Hafen grundlegend. Aufgrund der zahlreichen Fahrbeziehungen ist die Umstellung besonders komplex. Insbesondere in der ersten Phase ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen, Rückstaus und längeren Fahrzeiten zu rechnen. Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) empfiehlt allen Verkehrsteilnehmern, sich frühzeitig über die neuen Fahrwege zu informieren, zusätzliche Fahrzeit einzuplanen und den Bereich nach Möglichkeit großräumig zu umfahren.
Grund für die neue Verkehrsführung ist der Bau der neuen Brücke über den Main-Donau-Kanal. Sie wird zunächst am Ufer zwischen dem Kanal und dem Zubringer zwischen dem Kreuz Nürnberg-Hafen und der Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Ost hergestellt. Dafür wird zusätzlicher Platz benötigt. Der bestehende Zubringer muss deshalb gesperrt und anschließend abgerissen werden. Der Abriss ist auch für den späteren Einhub der neuen Brücke notwendig. Nach ihrer Fertigstellung wird die Brückenkonstruktion auf dem Ufer um 90 Grad gedreht und anschließend in ihre endgültige Position über dem Kanal gebracht.
Juraleitung P53
Die TenneT TSO GmbH hatte die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für den Ersatzneubau der 380‑kV-Leitung Raitersaich – Ludersheim – Sittling – Altheim beantragt. Das Vorhaben ist Teil des geplanten Ersatzneubaus.
Der vorliegende Abschnitt hat eine Länge von 34,6 Kilometern und umfasst die Errichtung und den Betrieb einer 380-kV-Freileitung von dem geplanten Umspannwerk Raitersaich West bis zu der geplanten Kabelübergangsanlage Wolkersdorf sowie von der Kabelübergangsanlage Katzwang bis zum Beginn des Planfeststellungsabschnittes A-Ost.
Ab der geplanten Kabelübergangsanlage in Nürnberg-Katzwang verläuft die geplante Leitung in nordöstlicher Richtung nach Kornburg und führt anschließend im Wesentlichen am Verlauf der BAB A6 folgend, durch das Gebiet Forst Kleinschwarzenlohe.
Baustelleneinrichtungen
Im Bereich Kornburg Seckendorfstraße ist eine Umgehungsstraße Richtung Westen zur Ringelnatzstraße für den geplanten 100-Tonnen-Schwerlastverkehr Richtung Katzwang vorgesehen. In diesem Bereich ist ein Überleitungskanal von der Schenkendorfstraße zu den Wiesen gebaut worden. Dieser Kanal leitet das Wasser bei Starkregen auf die Wiese, auf der die Umgehungsstraße gebaut werden soll. Somit wäre der Hochwasserschutz für viele Häuser zerstört.
Alle geplanten Strommasten müssen mit schweren LKWs erreichbar sein. Für die Fundamente braucht TenneT gigantisch viel Beton, der mit Betonmischern angeliefert werden muss. Außerdem werden Raupenfahrzeuge mit Rammgeräten für die Einbringung von Tiefengründungen eingesetzt. Die Fundamente der Masten bei Waldüberspannungen haben eine Grundfläche von bis zu 21 × 21 Metern. Dies bedeutet, dass mehrere Hektar Wald, auch Bannwald, für die Masten gerodet werden müssen.
Die teilweise 92 Meter hohen Masten werden mit Schwerlast-LKWs angeliefert. Für die Baustellenzufahrten müssen ebenfalls sehr viele Bäume abgeholzt werden. Hier ist Katzwang ebenso betroffen wie Kornburg, Wendelstein und Moorenbrunn.
Mein Fazit: Durch den Neubau der Juraleitung wird gigantisch viel Natur unwiederbringlich zerstört!
Ich wünsche Ihnen eine schöne Herbstzeit | Ihr Harald Dix
Mitglied des Nürnberger Stadtrates | SPD – Fraktion
Sprecher für Verkehrspolitik, SÖR und Feuerwehr
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