Feuerwehr zieht Bilanz und ehrt langjährige Mitglieder

Büchenbach - 42 Einsätze hatten die Floriansjünger aus der Rother Nordrandgemeinde 2025 zu bewältigen. Hinzu kam eine ausgedehnte Übungsarbeit. Ehrenkommandant Norbert Dörfler ist für ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft ausgezeichnet worden. 30 Jahre davon war der 63-jährige Kreisbrandmeister Kommandant der Büchenbacher Wehr.

  • Die Geehrten der Büchenbacher Wehr mit der örtlichen Feuerwehrführung. Vorne links Norbert Dörfler, rechts Fritz Volkert. Beide sind jeweils ein halbes Jahrhundert Mitglied im Feuerwehrverein Büchenbach..

    Die Geehrten der Büchenbacher Wehr mit der örtlichen Feuerwehrführung. Vorne links Norbert Dörfler, rechts Fritz Volkert. Beide sind jeweils ein halbes Jahrhundert Mitglied im Feuerwehrverein Büchenbach..
    © Robert Schmitt

Kaum ist ein Jahr vergangen, dass Norbert Dörfler sein Amt als Kommandant der Feuerwehr Büchenbach abgegeben hat, stand der 63-Jährige schon wieder im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Feuerwehrvereins. Aus den Händen seines Nachfolgers Manfred Sommerauer hat Dörfler die Urkunde für 50-jährige Mitgliedschaft erhalten. Die Ehrung für seine aktive Dienstzeit wird der Kreisbrandmeister auf Wunsch der Kreisfeuerwehrführung bei der diesjährigen Kommandantentagung erhalten. Ebenfalls für 50-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein ausgezeichnet wurde ein Mann, der in der Region beileibe kein Unbekannter ist. Der 73-jährige Fritz Volkert ist viele Jahre lang Geschäftsführer eines Modehauses in Roth gewesen und hat sich als Fotograf einen Namen gemacht.

Kommandant Manfred Sommerauer gab den Bericht über sein erstes Jahr in verantwortlicher Stellung nicht nur vor Vereinsmitgliedern ab. Auch zahlreiche Gemeinderatsmitglieder waren gekommen, um die Hauptversammlung zu verfolgen. Allen konnte Sommerauer ein für die Feuerwehr eher ruhiges Jahre schildern. Mit 42 Einsätzen wurden die Floriansjünger bedeutend weniger oft gerufen als im Jahr zuvor. 2024 musste die Büchenbacher Wehr 60 Mal ausrücken. 2025 ging es hauptsächlich um Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen. 18 Mal war ein Feuer die Ursache, 14 Mal wurde bei Unfällen, Türöffnungen oder Sturmschäden geholfen.

Um deutlich zu machen, wie wichtig gezielte Vorbereitung ist, um für Einsätze auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein und die Hilfe reibungslos zu leisten, hatte Sommerauer auch über Übungen und Fortbildung exakt Buch geführt. 2025 haben die Feuerwehrkameraden 1532 Stunden Arbeit bei Probeeinsätzen geleistet. Es 24 reguläre Übungen sowie zusätzlich 15 Sonderübungen durchgeführt worden. Sie umfassten unter anderem Einsatzübungen im Bereich Brand, technische Hilfeleistung, Atemschutz, Funk, erste Hilfe sowie Gerätekunde. Hinzu kamen gemeinsame Übungen mit anderen Feuerwehren und eine Großübung am Heidenberg. „Die hohe Übungsbeteiligung zeigt das große Engagement unserer aktiven Mannschaft und ist eine wichtige Grundlage für einen sicheren und erfolgreichen Einsatzdienst“, sagte Sommerauer. 

Zusätzlich zu den Übungen nahmen zur kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung mehrere Mitglieder an Lehrgängen auf Landkreisebene und an den Feuerwehrschulen teil. „Das ist essenziell, um den steigenden Anforderungen im Feuerwehrdienst gerecht zu werden“, war Sommerauer überzeugt. Ein besonderes Thema im Berichtsjahr sei die Fertigstellung des Feuerwehrbedarfsplans gewesen. „Er stellt eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung und Ausstattung unserer Feuerwehr und der Feuerwehren der Gemeinde dar und dient der langfristigen Grundlage zur Sicherstellung des Brandschutzes und Technischen Hilfsdienstes in unserer Gemeinde“, beschrieb Sommerauer die Wirkungen des Plans.

Tina Butschek leitet seit drei Jahren die Kinderfeuerwehr in Büchenbach. Wie ihrem Bericht zu entnehmen war, hat die 23-köpfige Gruppe seit ihrer Gründung einen heute zwölfjährigen Jungen mit Down-Syndrom in ihre Angebote integriert. „Er kann bei allem mitmachen, weil sich auch seine Eltern sehr engagieren“, sagte Butschek.

 In seinem Grußwort als Kreisbrandmeister lobte Norbert Dörfler die Kompetenz der Feuerwehr Büchenbach und hob hervor, dass ihre Unterstützungseinheiten für die Kreisfeuerwehrführung „sehr hoch angesehen“ seien. Bürgermeister Hans Martin überbrachte den Dank der Gemeinde und sprach der Feuerwehr Büchenbach „höchsten Respekt“ für ihre Leistungen aus.

Weitere Ehrungen für langjährige Treue zum Büchenbacher Feuerwehrverein waren: Harold Brousek und Peter Dauselt für 40 Jahre Mitgliedschaft. Diane Borgmann ist seit zehn Jahren Mitglied. Außerdem wäre es bei der Jahresversammlung zu zwei ganz außerordentlichen Ehrungen gekommen. Hans Löhr wäre für 80-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet worden. Er ist im Dezember nach Versendung der Einladungen verstorben. Georg Krauß konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen. Er wäre für 70 Jahre Treue zum Büchenbacher Feuerwehrverein ausgezeichnet worden. Ebenfalls nicht anwesend waren weitere zu Ehrende. Hans-Jörg Wiedemann und Christian Mitzam wären für 40-jährige, Eleonore Reich und Sabine Hinterholzinger für jeweils 25-jährigen Mitgliedschaft geehrt worden.

Von: Robert Schmitt meier Redaktion, Freitag, 09. Januar 2026 - Aktualisiert am Montag, 12. Januar 2026
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