Fischer machen Schule

Ludwig-Donau-Main-Kanal Nürnberg - Fischer angeln nicht nur Fische, sondern führen auch Kinder und Jugendliche an die Unterwasserwelt heran und zwar nicht in der trockenen Theorie, sondern unterhaltsam und zum "Anfassen" am Wasser.

  • 1. Vorstand Herr Hummer zeigt Fische

    1. Vorstand Herr Hummer zeigt Fische
    © privat

  • Schüler am Aquarium

    Schüler am Aquarium
    © privat

  • Interesse beim Angel auswerfen

    Interesse beim Angel auswerfen
    © privat

  • Gar nicht so einfach, das Handhaben einer Angelrute

    Gar nicht so einfach, das Handhaben einer Angelrute
    © privat

Fischer machen Schule

Auch in diesem Jahr gab es eine biologische Exkursion für Schüler am LDM-Kanalstück „Weißes Häusle“ der Nordbayerischen Sportangler-Vereinigung. Da zwei Klassen gleichzeitig angemeldet waren, mussten zwei Teams die Klassen führen. Mit 1. Vorstand Udo Hummer, Schriftführer Horst Preiß, 1. Gewässerwart Adrian Pongracz und Jürgen Stromberger standen den Schülern kompetente Vertreter des Vereins zur Verfügung und die meisterten ihre Aufgabe souverän.

Die Schüler hatten das Material des Landesfischereiverbandes „Fischer machen Schule“ zum Teil schon im Unterricht bearbeitet, so war die Spannung auf die reale Begegnung mit der Praxis groß.

So eine Exkursion macht auch einen gewissen Aufwand, vier Stationen mussten vorbereitet werden, darunter ein 100 l  Aquarium auf einem Pick-up mit etwa 30 lebenden Fischen. Die muss man erst einmal fangen. Für Station 2 musste Gewässerwart  Adrian Pongracz ins Wasser um Pflanzen mit  Fischnährtierchen zu holen. Eimer, Schüsseln, Siebe und Becherlupen lagen bereit. Nicht zuletzt wurden zwei Ruten so präpariert, dass Laien gefahrlos Würfe probieren konnten.

Mit einem tollen Team klappt das halt, das schließt ausdrücklich die beiden Lehrerinnen mit ein.

Ein Schüleraufsatz illustriert den Ablauf:

Endlich war es so weit, endlich wieder mal die Schule verlassen und etwas vom richtigen Leben lernen! Gar nicht so einfach, wie sich später herausstellen sollte…

Der Anfang war schon schwieriger als gedacht, weil wir den richtigen Treffpunkt nicht gleich fanden und wir in der Hitze ein großes Stück laufen mussten. Die ersten Schüler fingen schon an zu murren, da trafen wir zum Glück Frau Stromberger, die uns den richtigen Weg wies und Optimismus verbreitete. Und dann waren wir auch wirklich da:  Am Alten Kanal.

Hier wurden wir freundlich von den Fischern der Nordbayerischen Sportangler-Vereinigung  erwartet. Und das hatte seinen Grund: Die vier Fischer hatten einen ganzen bunten Strauß, wollte sagen „ Fischkorb“ an Überraschungen für uns vorbereitet.

Wir, das sind übrigens die Klassen 6a und 6b der Sperberschule. Obwohl wir eigentlich nur fünf Straßenbahnstationen vom Alten Kanal entfernt zur Schule gehen, hatte diesen von uns noch keiner gesehen. Der Kanal wurde von Menschen gebaut und ist gar kein natürliches Gewässer. Zuerst hat uns Herr Stromberger zwei tote Fische gezeigt und uns allen erläutert, was Rücken- und Afterflossen sind. Der Fisch hieß Rotfeder Am Tag zuvor wurde der Fisch geschlachtet und ich habe gelernt, wo die Nase des Fisches ist. Er hatte auch eine Schwimmblase damit er sich hoch und runter bewegen kann. Auf einem Blatt konnten wir Wissenskarten mit den Namen zuordnen.

Dann haben wir eine lebendige Blindschleiche gesehen und wir durften sie sogar anfassen. Die Jungs hatten Angst, haben sich gegraust und trauten sich nicht. Pah!!

Dann ist Herr Pongracz, der Kollege von Herrn Stromberger, mit seiner Gummihose ins Wasser gestiegen und holte Pflanzen raus. An den Pflanzen waren viele komische kleine Tiere (Insekten?), die wir mit Becherlupen angeschaut haben. Einige haben sich gegraust, das war lustig!

Auf dem Auto des Vereins gab es ein Aquarium mit echten Fischen drin. Herr Pongracz hat uns erklärt, wie die Fische heißen. Es gab Rotfedern, Welse und Hechte. Ein Wels war so groß, dass er fast das ganze Aquarium belegt hat. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben so viele Fische gesehen.

Nun hatten wir eine Pause mit Brezen und Wasser. Die Brezen waren salzig und sehr lecker.

Bei der nächsten Station konnte man eine Angel werfen lernen - aber nicht ins Wasser, sondern auf dem Gehweg. Es war lustig den anderen zuzusehen, wie sie sich so geschlagen haben beim Auswerfen. Man sollte dabei etwas umklappen, aber gleichzeitig auch die Schnur festhalten. Dann im richtigen Moment die Schnur loslassen und nach ein paar Sekunden wieder festhalten. Und dann kommt die Geduld zum Einsatz.

Es gibt den „Überkopf-Wurf“ und den „Pendelwurf“. Köder für das Angeln auf Forellen sind   gebastelte Fliegen. Die Fische beißen nämlich nicht immer, da braucht man verschiedene Köder.

Das war richtig cool, aber fast keiner konnte die Angel so richtig weit werfen, auch unsere Lehrerin nicht. Wir hatten Glück mit dem Wetter und so war das ein tolles Erlebnis. Mir hat es gut gefallen.

Wir bedanken uns sehr bei den Anglern.

Nadiha & Ivlin (Schülerinnen der MS Sperberschule)

 

 

 

Von: Jürgen Stromberger (Redakteur), Mittwoch, 12. September 2018 - Aktualisiert am Freitag, 14. September 2018
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Nordbayerische Sportangler-Vereinigung e.V. Nürnberg« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/firma/nordbayerische-sportangler-vereinigung-ev-nuernberg/2427
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