Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans beschlossen
Roth - Der Stadtrat Roth hat dem neuen Feuerwehrbedarfsplan zugestimmt und gleich den Kauf von zwei neuen Feuerwehrfahrzeugen beschlossen. Weitere Fahrzeuge werden nach und nach angeschafft. Die Ortsteile Rothaurach, Pruppach und Eckersmühlen stehen im Fokus. Mehr Atemschutzgeräteträger für Einsätze tagsüber erforderlich.
Die Stadt Roth verfügt in der Kernstadt und den Ortsteilen über 15 Feuerwehren mit 33 Fahrzeugen und zwei Booten. „Da braucht man jedes Jahr mindestens ein neues Fahrzeug und alle zwei bis drei Jahre ein neues Feuerwehrhaus“, sagt Christof Frank. Schließlich werden die Fahrzeuge immer größer. Der Abteilungsleiter an der Bayerischen Feuerwehrschule in Würzburg hat im Stadtrat die wichtigsten Inhalte des neuen Feuerwehrbedarfsplans vorgestellt.
Nach fünf Jahren ist das gesetzlich dringend empfohlene Steuerungsinstrument für die Katastrophenschutz-Ausstattung einer Gemeinde in der Kreisstadt fortgeschrieben worden. Der Stadtrat hat für diese Neufassung einstimmig grünes Licht gegeben. Außerdem ist für die Freiwilligen Wehren in Rothaurach und Kiliansdorf jeweils der Kauf eines neuen Löschfahrzeugs beschlossen worden. Außerdem ist in den beiden Ortsteilen innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens tatsächlich auch der Bau neuer Feuerwehrhäuser erforderlich. Für beide sind dabei bereits erste Planungsschritte und der Grunderwerb eingeleitet worden.
Grundsätzlich bescheinigte Christof Frank der Rother Stadtspitze und dem Stadtrat, in den jüngst vergangenen fünf Jahren gut an der Ausstattung der Feuerwehren gearbeitet zu haben. „Es gibt lediglich kleine Lücken, die geschlossen werden sollten“, so sein Resümee. „Die Realität sieht in ganz Bayern oft deutlich schlechter aus.“
Als einen der wichtigsten Einsatzparameter sah Frank die Tagesverfügbarkeit von Atemschutzgeräteträgern. Sie seien für den Ersteinsatz innerhalb von zehn Minuten beispielsweise bei einem Zimmerbrand entscheidend, um Leben zu retten. Insbesondere in den Ortsteilen Birkach, Eckersmühlen, Harrlach, Pfaffenhofen, Pruppach, Rothaurach und Wallesau ist die Decke an Atemschutzgeräteträgern eher dünn, die tagsüber bereitstehen.
Für die Feuerwehren in Pruppach, Rothaurach und Eckersmühlen empfiehlt der fortgeschriebene Bedarfsplan neue Fahrzeuge. In Rothaurach mit einer dreiteiligen Schiebeleiter wegen der Höhe mancher Wohnhäuser dort. Für Pruppach sei ein taktisches Löschfahrzeug mit Atemschutzausstattung erforderlich. Es werde wohl 2027 angeschafft, erklärte Erster Bürgermeister Andreas Buckreus
In Eckersmühlen sollte die Stadt als Sicherheitsbehörde einen Versorgungs-Lkw vorhalten, der zusammen mit der Kernstadt-Wehr eine gemeindliche Logistikkomponente bilden könnte. Er steht laut Buckreus 2026 auf der Beschaffungsliste. Zur Gefahrenabwehr auf dem Main-Donau-Kanal sieht der Sicherheitsexperte die Vorhaltung von Booten als erforderlich an. Dafür empfiehlt er ein überörtliches Konzept, bei dem mehrere Gemeinden zusammenarbeiten.
Ebenso verwies Frank auf die Anschaffung reiner Mannschaftstransportwagen, „um die Einsatzkräfte von A nach B zu fahren“. Das sei niemals Luxus, „sondern hochgradig sinnvoll“, sagte Frank. Andreas Buckreus sah das ähnlich. „Allerdings nicht für alle 15 Feuerwehren, sondern für sechs bis sieben“, schätzte er den Bedarf ein.
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