Für Mensch und Tier: Ökumenische Andacht im Tierheim Roth
Roth - Bei Sonnenschein und in friedvoller Atmosphäre fand am 8. Mai im Tierheim Roth eine ökumenische Andacht statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um gemeinsam innezuhalten, über den achtsamen Umgang mit Tieren nachzudenken und ein Zeichen für Mitgefühl und Zusammenhalt zu setzen.
Gestaltet wurde die Andacht von Pfarrer Meyer von der katholischen, sowie Pfarrer Konnerth von der evangelischen Kirche. Gemeinsam segneten sie die Tiere des Tierheims und sprachen über die Verantwortung des Menschen gegenüber seinen Mitgeschöpfen. Der Posaunenchor Rednitzhembach verlieh der Feier mit seiner musikalischen Begleitung einen besonders feierlichen Rahmen.
Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Tiere des Tierheims, sondern auch all jene Tiere, die Leid erfahren. In den Fürbitten wurde an Tiere erinnert, die unter schlechten Bedingungen leben, gequält werden oder hungern müssen. Zugleich wurde der Wunsch ausgesprochen, dass Menschen nicht wegsehen, sondern Verantwortung übernehmen und den Schwächsten eine Stimme geben.
Berührende Worte galten auch den Tieren im Tierheim Roth. Für sie wurde um Gesundheit, Geborgenheit und ein neues liebevolles Zuhause gebetet. Um einen Ort, an dem sie Vertrauen und Frieden finden können. Ebenso dachte man an Menschen, die ein geliebtes Tier verloren haben, und sprach ihnen Trost und Kraft zu.
Beim anschließenden Austausch zwischen Besucherinnen, Besuchern und den Mitarbeitenden des Tierheims wurde deutlich, welchen besonderen Platz Tiere im Leben vieler Menschen einnehmen. Viele Gäste berichteten von ihren eigenen Erfahrungen mit Tieren: von treuen Begleitern, von Verlusten, aber auch von der Freude, einem Tier ein neues Zuhause zu schenken. In den Gesprächen wurde spürbar, wie sehr Tiere Trost, Nähe und Vertrauen schenken und wie wichtig deshalb ein verantwortungsvoller Umgang mit ihnen ist.
Gleichzeitig wurde darüber gesprochen, dass im Tierschutz noch viel getan werden muss. Immer wieder landen Tiere unüberlegt angeschafft und später abgegeben in den Tierheimen. Auch Themen wie schlechte Haltung, fehlende Kastrationen, die Überforderung vieler Tierhalterinnen und Tierhalter sowie das Leid von Tieren in Massentierhaltung und illegalem Tierhandel wurden angesprochen. Die Mitarbeitenden des Tierheims betonten, wie wichtig Aufklärung, Verantwortung und mehr gesellschaftliches Bewusstsein für die Bedürfnisse von Tieren sind. Denn Tierschutz beginnt nicht erst im Tierheim, sondern im täglichen Umgang mit allen Lebewesen.
Das Tierheim Roth und der Tierschutzverein verstehen diese Aufgabe als wichtige Verantwortung und freuten sich sehr über die große Unterstützung und das Interesse der Gäste. Jede Hilfe, sei es durch Spenden, ehrenamtliches Engagement oder die Aufnahme eines Tieres, bedeutet für die Arbeit des Tierheims und vor allem für die Tiere selbst sehr viel.
Nach der gelungenen Veranstaltung hoffen die Verantwortlichen, auch im kommenden Jahr wieder zu einer ökumenischen Andacht im Tierheim einladen zu können.
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