Gartengeschichten: „Ganz schön spuki“

Region - Spannende Nächte am Gartenteich.

  • Zur frühen Stunde in der Morgensonne: Eine junge Libelle sitzt an ihrer Larvenhülle, die sie in der Nacht verlassen hat und tankt vor ihrem ersten Abflug noch ein paar wärmende Sonnenstrahlen. In der folgenden Bilderserie können Sie die wundervolle Metamorphose von der Larve zur Libelle mitverfolgen.

    Zur frühen Stunde in der Morgensonne: Eine junge Libelle sitzt an ihrer Larvenhülle, die sie in der Nacht verlassen hat und tankt vor ihrem ersten Abflug noch ein paar wärmende Sonnenstrahlen. In der folgenden Bilderserie können Sie die wundervolle Metamorphose von der Larve zur Libelle mitverfolgen.
    © meier Magazin

  • 22:47 Uhr : Die Larvenhülle bricht am Rücken auf und der Kopf der Libelle ist schon zu erkennen.

    22:47 Uhr : Die Larvenhülle bricht am Rücken auf und der Kopf der Libelle ist schon zu erkennen.
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  • 22:50 Uhr : Nur ein paar Minuten später ist der Kopf der Libelle deutlich zu sehen. Man könnte meinen, einem Gorilla ins Gesicht zu blicken ?

    22:50 Uhr : Nur ein paar Minuten später ist der Kopf der Libelle deutlich zu sehen. Man könnte meinen, einem Gorilla ins Gesicht zu blicken ?
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  • 23:33 Uhr : Hier sind der Kopf, die Augen, das Kauwerkzeug und die Beine mit den Härchen schon weit entwickelt.

    23:33 Uhr : Hier sind der Kopf, die Augen, das Kauwerkzeug und die Beine mit den Härchen schon weit entwickelt.
    © meier Magazin

  • 23:35 Uhr : Die Beine sind nun kräftig und der Libellenkörper konnte sich schon fast komplett aus der Hülle befreien. Damit die Libelle bei der weiteren Entwicklung nicht zu Boden fällt, wird sie sich mit einem einzigen kräftigen Ruck zu ihrer leeren Larvenhülle aufschwingen und mit den Beinen daran festhalten. Im selben Moment löst sich dann ihr restlicher Körper aus der Hülle. Auf diesem Bild sind auch die dünnen Fäden, die wie eine Nabelschnur die Libelle mit der Larvenhülle verbinden, sehr schön zu sehen. Wann diese gekappt werden konnten wir jedoch nicht beobachten.

    23:35 Uhr : Die Beine sind nun kräftig und der Libellenkörper konnte sich schon fast komplett aus der Hülle befreien. Damit die Libelle bei der weiteren Entwicklung nicht zu Boden fällt, wird sie sich mit einem einzigen kräftigen Ruck zu ihrer leeren Larvenhülle aufschwingen und mit den Beinen daran festhalten. Im selben Moment löst sich dann ihr restlicher Körper aus der Hülle. Auf diesem Bild sind auch die dünnen Fäden, die wie eine Nabelschnur die Libelle mit der Larvenhülle verbinden, sehr schön zu sehen. Wann diese gekappt werden konnten wir jedoch nicht beobachten.
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  • 23:39 Uhr : Geschafft ! Komplett aus der Hülle befreit, beginnen sich nun die Flügel und der Körper zu entfalten. Die »Nabelschnüre« sind auch hier wieder schön zu sehen, doch ob diese schon gekappt sind, ist leider nicht eindeutig zu erkennen. Deutlich ist aber jetzt schon der Größenunterschied zwischen Larve und Libelle.

    23:39 Uhr : Geschafft ! Komplett aus der Hülle befreit, beginnen sich nun die Flügel und der Körper zu entfalten. Die »Nabelschnüre« sind auch hier wieder schön zu sehen, doch ob diese schon gekappt sind, ist leider nicht eindeutig zu erkennen. Deutlich ist aber jetzt schon der Größenunterschied zwischen Larve und Libelle.
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  • 23:40 Uhr : Die Flügel wachsen …

    23:40 Uhr : Die Flügel wachsen …
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  • 23:47 Uhr : … und wachsen

    23:47 Uhr : … und wachsen
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  • 23:49 Uhr : Auch der Körper wird länger und kräftiger.

    23:49 Uhr : Auch der Körper wird länger und kräftiger.
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  • 23:51 Uhr : Immer wieder durchfahren den Libellenkörper kurze Vibrationen.

    23:51 Uhr : Immer wieder durchfahren den Libellenkörper kurze Vibrationen.
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  • 23:57 Uhr : Zwar schon viel größer, sind die Flügel aber immer noch milchig und etwas faltig.

    23:57 Uhr : Zwar schon viel größer, sind die Flügel aber immer noch milchig und etwas faltig.
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  • 23:57 Uhr : Langsam bilden sich die Adern in den Flügeln aus.

    23:57 Uhr : Langsam bilden sich die Adern in den Flügeln aus.

  • 00:04 Uhr : Nun sind die Adern in den Flügeln schon gut zu erkennen.

    00:04 Uhr : Nun sind die Adern in den Flügeln schon gut zu erkennen.

  • 00:47 Uhr : Langsam werden die Flügel durchsichtig.

    00:47 Uhr : Langsam werden die Flügel durchsichtig.
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  • 00:52 Uhr : Jetzt kann man schon leicht durch die Flügel blicken.

    00:52 Uhr : Jetzt kann man schon leicht durch die Flügel blicken.
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  • 08:20 Uhr : Die Libelle ist fast fertig um auf die Reise zu gehen.

    08:20 Uhr : Die Libelle ist fast fertig um auf die Reise zu gehen.
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  • 08:22 Uhr : Die Flügel öffnen sich langsam ein erstes Mal.

    08:22 Uhr : Die Flügel öffnen sich langsam ein erstes Mal.
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  • 08:28 Uhr : Der erste Flügelschlag.

    08:28 Uhr : Der erste Flügelschlag.
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  • 08:39 Uhr : Die Überreste der vielen verlassenen Larven veranschaulichen, was hier in der letzten Nacht los war. Allein in diesem kleinen Bildausschnitt sind drei leere Larvenhüllen dicht beieinander und die letzte der drei Libellen, die hier noch zu sehen ist, wird sich auch bald auf den Weg in ihren neuen Lebensabschnitt machen, vielleicht um hier wieder Eier abzulegen.

    08:39 Uhr : Die Überreste der vielen verlassenen Larven veranschaulichen, was hier in der letzten Nacht los war. Allein in diesem kleinen Bildausschnitt sind drei leere Larvenhüllen dicht beieinander und die letzte der drei Libellen, die hier noch zu sehen ist, wird sich auch bald auf den Weg in ihren neuen Lebensabschnitt machen, vielleicht um hier wieder Eier abzulegen.
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Faszinierend und fast schon etwas unheimlich verschwinden an lauen Sommerabenden plötzlich Blätter im Erdboden. Nach längerem Beobachten erscheint ein Regenwurm, der auf Nahrungssuche die Blätter in die Tiefe zieht. Wenn man in die nächtliche Stille hört, raschelt und knistert es auf einmal überall. Manchmal wird das Rascheln immer lauter, dann macht sich der Igel aus seinem Versteck auf den Weg.

Wenn die Abende angenehm warm sind, ist in unseren Gärten ganz schön was los. Es gibt viel zu sehen, hören und entdecken. Manche Tiere schaffen es, trotz unserer regelmäßigen Beobachtungen, lang unentdeckt zu bleiben. So erging es mir auch mit dem Schlüpfen der Libellen aus ihren Larven. Schon oft konnte ich morgens die leeren Hüllen an den Stilen der Sumpfdotterblume bestaunen, doch der Vorgang der offensichtlich nächtlichen Metamorphose blieb mir immer verborgen, so gerne ich ihn auch gesehen hätte.

Bis zu einem schönen Juli-Abend 2020: Wir saßen auf der Bank vor unserem wirklich kleinen Gartenteich. Ich habe ihn sehr flach als Badeplatz für Vögel angelegt, mit Uferzone und einem toten Ast, der hineinragt – so natürlich wie möglich, aber eben im ganz Kleinen. An diesem schönen Abend lüftete sich für uns endlich das Geheimnis der Libellen.

Es war fast 24 Uhr, also kurz vor der Geisterstunde ;–), als mir mit einem Mal eine zuckende Bewegung an einem Pflanzenstil auffiel, der aus dem Wasser ragte. Ich traute meinen Augen kaum, als ich eine wunderschöne, frisch geschlüpfte Libelle entdeckte, die noch an ihrer soeben verlassenen leeren Larvenhülle hing.

Bei genauerem Hinsehen fanden wir immer mehr Larven, die sich gerade auf den Weg machten das Wasser zu verlassen, um einen geeigneten Platz für ihre Verwandlung aufzusuchen und welche, die bereits sicheren Halt gefunden hatten. Danach vollzog sich die Verwandlung relativ schnell, was streckenweise schon Gänsehautfeeling bei uns auslöste. Gerade der Moment, indem sich die Larve am Rücken öffnete und der noch weiße, fast elfenartige Körper der Libelle erschien, erinnerte uns stark an Aliens.

Absolut fasziniert und begeistert verfolgten wir dieses Naturwunder bis in die Morgenstunden. Die Kamera samt Stativ haben wir natürlich gleich aufgebaut und so entstanden einmalig schöne Fotos, die wir Ihnen natürlich gerne zeigen.

  

Von: Angela Streck (meier Redaktion), Dienstag, 22. Juni 2021 - Aktualisiert am Dienstag, 13. Juli 2021
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »meier® Magazin / Redaktion« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/redaktion

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Kommentare

  • Kristin Seelmann Mi., 30. Juni 2021 Teilen:

    Liebe Angela, das sind wirklich tolle Aufnahmen

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