Gemeinsam für unseren Naturraum

Gaulnhofer Graben - Rückblick auf die Pflanzaktion an der Flutmulde am Gaulnhofer Graben

  • eine Gruppe fröhlicher Menschen mit Regenjacken, Gummistiefeln und Spaten.

    eine Gruppe fröhlicher Menschen mit Regenjacken, Gummistiefeln und Spaten.
    © Réka Lörincz

  • Réka Lörincz in Regenjacke und Gummistiefeln beim Pflanzen.

    Réka Lörincz in Regenjacke und Gummistiefeln beim Pflanzen.
    © Réka Lörincz

Mit der Pflanzaktion am 8. November 2026 fand ein besonderes Vorhaben in unserem Stadtteil seinen Abschluss – und seinen Höhepunkt. Rund 40 Anwohner*innen, Naturbegeisterte und Engagierte, darunter auch mehrere Kinder, Vertreter*innen des Bürgervereins Worzeldorf, des Gewerbevereins, des Bund Naturschutz kamen an der Flutmulde zusammen, um gemeinsam die sogenannte Initialpflanzung vorzunehmen. Was über Monate hinweg gemeinsam beobachtet, erklärt und begleitet wurde, fand an diesem Tag seine sichtbare Krönung.

Ein Beteiligungsprozess mit vielen Begegnungen
Der Renaturierungsprozess, der im Herbst 2024 begann, wurde von zwei Infospaziergängen begleitet, bei denen Umweltreferentin Britta Walthelm sowie Fachleute von SÖR und SUN durchgängig vor Ort waren. Sie erläuterten die Bedeutung des Gaulnhofer Grabens im städtischen Wassersystem, die Notwendigkeit der Maßnahmen und die ökologischen Ziele. Bei der zweiten Begehung im Frühsommer zeigten sie die ersten Veränderungen an der Flutmulde und erklärten ihre Rolle für Hochwasserschutz, Artenvielfalt und Lebensqualität – zahlreiche Anwohner*innen nutzten die Gelegenheit für Fragen und Austausch.
„Mir war wichtig, dass wir im Stadtteil nicht nur zuschauen, sondern verstehen, was hier passiert – und selbst Teil des Prozesses werden“, erläutert Réka Lörincz, Stadträtin der Grünen und Initiatorin der Beteiligung vor Ort.

Die Pflanzaktion: ein gemeinschaftliches, lebendiges Erlebnis
Die Pflanzaktion selbst hätte atmosphärisch kaum schöner sein können. Rund 40 Menschen mit Spaten, wetterfesten Jacken und Gummistiefeln versammelten sich am Ufer der Flutmulde. Nach einer kurzen Einführung durch die Gärtnermeisterin der Firma Köpsel teilten sich die Teilnehmenden in kleine Gruppen auf. Von dort aus balancierten sie über die provisorisch ausgelegten Holzstege zu den einzelnen Inselchen – und verwandelten den sonst ruhigen Naturraum in ein lebendiges Miteinander voller Lachen, Engagement und guter Gespräche.
Die Gärtnermeisterin erklärte, welche heimischen Sträucher und Stauden wo gesetzt werden, warum bestimmte Arten hier besonders wichtig sind und wie die Pflanzen optimal eingebracht werden. Mehrere junge Eichen, die später Schatten spenden und wertvollen Lebensraum bieten werden, fanden ebenfalls ihren Platz.

In nur eineinhalb Stunden war die gesamte Initialpflanzung abgeschlossen. Zur Belohnung gab es anschließend heißen Kinderpunsch, liebevoll zubereitet vom EisDealer. Diese kleine Geste trug zur warmen, gemeinschaftlichen Atmosphäre bei und bot Raum für Austausch und glückliche Blicke auf das Geschaffte.

„Mit der Aktion haben wir nicht nur Pflanzen gesetzt, sondern ein Zeichen: Wir gestalten unseren Stadtteil gemeinsam – und übernehmen Verantwortung für die Natur, die uns umgibt“, so Réka Lörincz im Rückblick.

Ausblick: Verbesserungen rund um die Flutmulde
Auch im direkten Umfeld geht es voran:
• Die Tischtennisplatten werden über den Winter ertüchtigt und kommen im Frühjahr zurück auf den Bolzplatz.
• Die Unterstell wird über den Winter vollständig erneuert und steht im Frühling wieder zur Verfügung.
• An der Flutmulde selbst wurden zwei Standorte für neue Bänke ausgewiesen – ab dem Frühjahr können Bürger*innen verweilen und die Natur beobachten.
Die Natur übernimmt ab jetzt selbst. Die Initialpflanzung bildet die Grundlage für ein stabiles, artenreiches System, das sich in den kommenden Jahren eigenständig weiterentwickelt.
Ein Tag, der verbindet und in Erinnerung bleibt

Die Pflanzaktion war mehr als ein Arbeitseinsatz: Sie war ein Erlebnis des Miteinanders. Sie hat gezeigt, wie eng Verwaltung, Fachstellen und Nachbarschaft zusammenarbeiten können – und wie viel möglich wird, wenn ein Stadtteil gemeinsam Verantwortung übernimmt.

Von: Réka Lörincz (Stadträtin, Bündnis 90/Die Grünen), Mittwoch, 19. November 2025 - Aktualisiert am Freitag, 21. November 2025
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