Happurg-Förrenbach – Gaiskammer Schlucht – Vogelfelsen - See – Wanderung

Region - „Das war wieder eine wunderbare Wanderung heute“, so der einhellige Tenor, als wir uns mit den Autos am Ende der Wanderung wieder auf den Heimweg machen

www.Die Wetterprognose macht uns etwas Sorgen, angenehmer wäre es, wenn heute nochmal die Trockenheit die Oberhand behielte, hat es in der Nacht doch örtlich zum Teil schon etwas geregnet.Lisawetter ja! Aber heute eben dunstig und trüb, mit teilweise dunklen, regenschweren Wolken. Wir machen uns auf den Weg, ganz hinten am Ende der Molsberger Straße, beim Sportplatz von Förrenbach. Wir tauchen sofort, ohne Aufwärmphase in den anspruchsvollen Anstieg der Gaiskammerschlucht unter das dunkle Blätterdach der jetzt schon voll belaubten Bäume. Nach nur wenigen Metern, als wäre er für uns da hingesetzt, ein erster Feuersalamander. Oben, wo wir die Gaiskammer verlassen und uns auf einem Höhenweg hinüber zur „Kanzel“ wenden, ganz überraschend die ersten blühenden Waldvögelein und sogar eine weiße Waldhyazinthe als Wegbegleiter. Die „Kanzel“ bietet normalerweise einen herrlichen Ausblick bis nach Hersbruck, heute leider etwas trüb und eintönig grau. Eine dicke schwarze Wolke begleitet uns nun hinüber zum Vogelfelsen, angenehm, dass sie dicht bleibt. Das Haus hier ist heute in Privatbesitz. Es wurde 1924 erbaut vom „Tourenclub d’Wendelstoaner Nürnberg“ und bietet vom Vogelfelsen dahinter einen grandiosen Ausblick hinüber zur Houbirg und über den Happurger Stausee. Zu unser aller Überraschung steht hier bereits der Frauenschuh in voller Blüte. Der Weg nach See, wo wir einkehren werden, ist gesäumt von zahlreichen Waldanemonen und üppig blühenden Margeritenwiesen. Die Wirtin empfängt uns bereits. Wir sind die einzigen Gäste, donnerstags ist normalerweise geschlossen. Die Bedingung, mit mindestens 15 Personen zu kommen, erfüllen wir leicht, wir sind zwanzig. Das Essen lässt keine Wünsche offen, schmeckt hervorragend und keiner wird hier hungrig das Haus verlassen. Als wir uns verabschieden, packt mir die Wirtin als Dreingabe noch zwei Wurstdosen in den Rucksack, für die Wanderführerin. Wo gibt es denn noch sowas? Für unseren Weiterweg nach Molsberg hat nun auch die Sonne die dunklen Wolken vom Himmel geräumt und wir können ihre warmen Strahlen so richtig genießen. Den kleinen Ort Molsberg streifen wir nur am Rande, biegen aber kurz danach scharf rechts ab in das Obere Molsberger Tal. Ein wahres Paradies, können hier doch glückliche Rinder zwischen üppig blühenden Akeleien das saftige Gras abweiden, ohne diesen fast mannshohen Stauden Schaden zuzufügen. Sie würden ihnen nicht bekommen, weil sie giftig sind. Dem munter glucksenden Molsbach, der hier aus unzähligen Quellen gespeist, wird folgen wir hinunter zu den Fischteichen und landen schließlich wieder am Sportplatz, wo unsere Autos parken. Den sehr seltenen Schwarzstorch, der hier in den Bäumen einen Horst hat, sehen wir leider nicht. Es wäre wohl ein zu großer Zufall gewesen, neben all den am Wegesrand entdeckten Schönheiten und Raritäten, auch ihn noch zu entdecken.

Text: Roland Rikirsch

Bilder: Roland Rikirsch und Henry Siggelkow

 

 

 

 

 

 

 

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Von: Walter Müller (Medien und Pressereferent ), Mittwoch, 28. Mai 2025 - Aktualisiert am Donnerstag, 29. Mai 2025
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