Höchste THW-Auszeichnung für Dieter Popp
Hilpoltstein - Ehrungsabend beim THW Hilpoltstein: Der 86-jährige Dieter Popp ist Gründer und Motor des Ortsverbands gewesen. Über 37 Jahre Chef und 60 Jahre Mitglied des THW in der Burgstadt. Heinz Lober ebenfalls für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Er war das entscheidende Gründungsmitglied des THV-Ortsverbands Hilpoltstein im Jahre 1966 und hat den Verband danach über 37 Jahre lang bis 2002 als Ortsbeauftragter geführt. Bis heute ist er laut Darstellung der aktuellen Führung immer noch „ein wichtiger Ratgeber und Kopf der Alters- und Ehrengruppe“ im THW der Burgstadt. Nun hat der 86-jährige Dieter Popp dafür die höchste interne Auszeichnung der bundesweiten Hilfeorganisation erhalten.
Für seinen jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz ist ihm das Ehrenabzeichen der Präsidentin verliehen worden. Ebenso ist er für seine langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Heinz Lober hat er die Urkunde für sechs Jahrzehnte als ehrenamtliches Mitglied im THW erhalten. „Ohne Dieter Popp wäre unser Ortsverband kaum vorstellbar“, sagte stellvertretender Ortsbeauftragter Dieter Kobras in der umfangreichen Laudatio. „Er war über Jahrzehnte als prägende Persönlichkeit Gesicht und Motor des Ortsverbands Hilpoltstein“, fügte Kobras hinzu.
Die Leistungen des in Feuchtwangen geborenen und in Nürnberg ausgebildeten Bauingenieurs sind ausführlich gewürdigt worden. So war er insbesondere aufgrund seiner Qualifikation der entscheidende Funktionär beim Bau der THW-Unterkunft an der Dieselstraße 6 in den Jahren 1981 bis 1983. Ihm sei es zu verdanken, hieß es, dass die Halle groß genug und die Zufahrten über Doppeltore breit genug für Fahrzeuge heutiger Dimension seien. Auch der große Hof gehe auf seinen Einfluss zurück. Dort seien Übungen möglich und die Ausfahrt der Hilfeausrüstungen sei gegenüber der ersten Planung schon immer besser möglich. Dank seiner Verbindungen zu Bauunternehmen sei erst vor kurzer Zeit günstig ein eigener Container als Freizeit-Treffpunkt für den THW-Nachwuchs angeschafft worden.
Ferner hat Popp den Förderverein des THW in Hilpoltstein ins Leben gerufen, Fachberatertätigkeit im Landkreis übernommen und 1987 einen Auslandseinsatz nach einem Erdbeben in Ecuador geleitet. Die Gründung der THW-Jugend und der Bau einer unterirdischen Übungsstrecke seien ebenfalls seiner Initiative zu verdanken. Dafür ist Dieter Popp bislang bereits mit allen Ehrenzeichen des THW bedacht worden. Zum Ehrenbürger Hilpoltsteins ist er 2013 ernannt worden. Das Bundesverdienstkreuz hat Dieter Popp 2015 erhalten.
„Tatkraft, Engagement, Weitsicht und Arbeit mit Herzblut.“ All diese Eigenschaften bescheinigte Dominik Helms Dieter Popp. Der Ehrenamtsreferent des Bayerischen THW erklärte, die Auszeichnung solle Popp als Beispiel und Vorbild herausstellen und müsse als Dank für eine herausragende Lebensleistung gesehen werden. „Ausschließlich Erfahrung und noch mehr Erfahrung wie bei Dieter Popp wird das THW für die Herausforderungen der Zukunft wappnen“, sagte Harms. Zum Festabend waren auch Vertreter der Polizei, der örtlichen Feuerwehr und der Politik gekommen. Ralph Edelhäußer versprach für das nächste Haushaltsjahr eine bessere finanzielle Ausstattung. „Ihr seid eine tolle Truhe“, fügte der Bundestagsabgeordnete hinzu. Stellvertretende Landrätin Edeltraud Stadler sah im THW eine Organisation, in der „über Jahrzehnte hinweg Sachverstand und Menschlichkeit“ dominierten. Hilpoltsteins Erster Bürgermeister Markus Mahl sprach sich für weniger gesetzliche Regelungen im Ehrenamt aus. „Wir müssen die Anforderungen senken, damit sich die Menschen wieder etwas trauen und Spaß bei ihrem Einsatz haben“, forderte der Sozialdemokrat. Der Hilpoltsteiner Polizeichef Peter Winkler überbrachte die Grüße seiner Dienststelle und betonte die gute Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen in der Stadt. „Kompliment an die Geehrten“, sagte Winkler.
Alexander Regensburger hat es beim Ehrungsabend des THW Hilpoltstein auf den Punkt gebracht. „Ausschließlich in einem guten Team kann man erfolgreich sein“, lautete einer der Hauptsätze des THW-Chefs der Burgstadt. Insbesondere jene hervorzuheben, die über Jahrzehnte jeweils wichtiges Teil dieses Teams waren, das stand ebenso im Mittelpunkt der kleinen Feier am Standort der Hilfeorganisation. Neun weitere THW-Mitglieder sind mit Ehrenzeichen bedacht worden: Das Helferzeichen in Gold mit Kranz ging an Patrick Brandmeyr und Fabian Dotzer. Jenes in Gold hat Stefan Massopust erhalten. Eine Ehrenurkunde für 20 Jahre ehrenamtlich Tätigkeit im THW haben jeweils Armin Farmazka, Benedikt Grünauer, Sebastian Luft und Wolfgang Pawellek entgegengenommen. Die Fluthelfernadel für den Einsatz beim Donauhochwasser 2024 haben jeweils Anna Keßler Stefan Massopust und Jakob Pfeiffer bekommen.
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