Hohe Spende für das Tierheim Roth

Landkreis Roth - Die Hypo-Vereinsbank Stiftergemeinschaft hat dem Tierschutzverein Roth 10 000 Euro gespendet. Vorsitzender Helmut Bauz mahnt Erhöhung der gemeindlichen Zuschüsse an. Seit neun Jahren zahlt jede Gemeinde im Landkreis 40 Cent pro Einwohner für die Aufnahme ihrer Fundtiere.

  • HVB-Direktorin Daniela Böhm (3. v. li.) überreichte Helmut Bauz einen symbolischen Scheck über 10 000 Euro.

    HVB-Direktorin Daniela Böhm (3. v. li.) überreichte Helmut Bauz einen symbolischen Scheck über 10 000 Euro.
    © Robert Schmitt

Das ist schon eine Riesenspende für das Rother Tierheim. 10 000 Euro hat die bayernweit agierende Hypo-Vereinsbank Stiftergemeinschaft dem Tierschutzverein für seine Arbeit in der Kreisstadt zur Verfügung gestellt. Daniela Böhm, Filialdirektorin der Hypo-Vereinsbank für den Landkreis Roth und Schwabach, hat den symbolischen Scheck an den Vereinschef und Büchenbacher Ersten Bürgermeister Helmut Bauz sowie seine Stellvertreterin Annette Donnini, die Tierärztin der Einrichtung an der Norisstraße überreicht. Dabei warfen die beiden Vorstandsvertreter einen Blick auf die Finanzierungsstruktur und bevorstehende Erweiterungen. Denn das Tierheim braucht ein neues Hundehaus.

Hauptfunktion des Tierheims in Roth ist die Erfüllung einer Aufgabe, die eigentlich den Gemeinden obliegt. Sie müssen sich aufgrund gesetzlicher Regelung um die Fundtiere ihres Hoheitsgebiets kümmern. Dafür zahlen sämtliche Gemeinden des Landkreises Roth jährlich 40 Cent pro Einwohner an den Tierschutzverein. Diese rund 52 000 Euro reichen aber keineswegs für den Betrieb des Tierheims, geschweige denn für Investitionen. Allein die Kosten für Personal, Futter und Instandhaltung betragen pro Jahr etwa 250 000 Euro. Das Defizit wird aus Spenden und Erbschaften gedeckt.

Hinzu kommt die Aufnahme von Tieren, die der Veterinär am Landratsamt, die Polizei aus Transporten auf der Autobahn und der Bundesstraße aus Tierschutzgründen beschlagnahmen. Hier ist der Kostenersatz besonders schwierig. Denn der Verursacher müssten ihn eigentlich tragen, sind aber meist nicht zahlungsfähig oder schwer heranzuziehen. „Dann schreiben wir schon Rechnungen an die zuständigen Behörden, bleiben aber häufig auf den Kosten sitzen“, hieß es.

Laut Helmut Bauz ist eine Erhöhung des gemeindlichen Beitrags für die Aufnahme der Fundtiere überfällig. „Seit neun Jahren sind es unverändert 40 Cent“, sagt der Vorsitzende. Investitionen für eine bessere innere Organisation des Tierheims wie eine Quarantäne-Station und einen Operationsraum seien dringlich. Für das neue Hundehaus gebe es lediglich erste Überlegungen. Zu den Kosten könne man noch gar nichts sagen. Zunächst müsse der Tierschutzverein das Grundstück dafür erwerben. Baubeginn könne eventuelle 2027 sein. „Auch das ist abhängig von den Spenden“, betonte Bauz.

Von: Robert Schmitt (meier Redaktion), Donnerstag, 11. Dezember 2025
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