Holy Hour in St. Sebald: Ein Abend mit Musik, Licht und Stille

Schwabach - Kaum jemand spricht an diesem Donnerstagabend, 7. Mai in der Pfarrkirche St. Sebald. Stattdessen: leise Musik, Kerzenlicht und Menschen, die still in den Bänken sitzen oder knien. Die „Holy Hour“ zieht ihre Besucher nicht mit großen Worten an, sondern mit Ruhe.

  • Kerzenlicht, Musik und farbige Beleuchtung prägten die Atmosphäre der „Holy Hour“ in der Pfarrkirche St. Sebald.

    Kerzenlicht, Musik und farbige Beleuchtung prägten die Atmosphäre der „Holy Hour“ in der Pfarrkirche St. Sebald.
    © Giuseppina Rita Ferrara

Schon vor Beginn sitzen viele Besucher still 
In den Bänken. Einige blicken nach vorne in den warm beleuchteten Kirchenraum, andere schließen bereits die Augen. Auf den Bänken liegen kleine Kärtchen mit kurzen Impulsen und Gedanken aus, Kerzen flackern zwischen den Besuchern.

Während des Abends wechseln sich Musik, Gebete und stille Momente ab. Die musikalische Begleitung zieht sich durch die gesamte Andacht. Manche Besucher singen leise mit, andere hören einfach zu. Viele wirken ganz bei sich. In der eher kleinen Runde entsteht eine konzentrierte Stimmung.

Immer wieder fällt auf, wie unterschiedlich die Besucher den Abend für sich gestalten. Einige verharren still in den Bänken, andere nutzen die ruhigen Phasen für persönliche Gedanken oder Gebete. Manche knien während der gesamten Andacht.

Licht und Kerzen tauchen die Kirche in warme Farben. Besonders in den stillen Momenten ist kaum ein Geräusch zu hören. Während der Holy Hour besteht außerdem die Möglichkeit zur Beichte oder zu einem persönlichen Gespräch. Viele Besucher nutzen auch die Gelegenheit, sich segnen zu lassen.

Das Publikum ist gemischt: junge Erwachsene, ältere Besucher, Familien und einzelne Gäste. Manche kommen allein, andere in kleinen Gruppen. Auch nach dem Ende bleiben noch einige Menschen in den Bänken sitzen oder unterhalten sich leise im hinteren Teil der Kirche.

Beim gemeinsamen Verlassen der Kirche erzählt Katrin aus Schwabach, dass sie besonders die Verbindung aus Musik, Licht und den stillen Momenten angesprochen habe. „Man konnte einfach da sein“, sagt sie.

Die Holy Hour in St. Sebald zeigt an diesem Abend eine ruhige Form von Gottesdienst – mit Musik, stillen Momenten und Raum für persönliche Gedanken.

Von: Giuseppina Rita Ferrara, Donnerstag, 07. Mai 2026 - Aktualisiert am Montag, 11. Mai 2026
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