Hopfen und Malz Gott erhalt’s – Der Brauverein berichtet

Wendelstein - Vergangene und anstehende Aktivitäten

  • Z-Bräu Nürnberg – „Stärk’ antrinken“

    Z-Bräu Nürnberg – „Stärk’ antrinken“

  • Drei Beteiligte

    Drei Beteiligte

  • Die Biere: Rot / Rauch / Porter

    Die Biere: Rot / Rauch / Porter

  • Soundcheck

    Soundcheck

  • Tresenstimmung

    Tresenstimmung

Z-Bräu Nürnberg – „Stärk’ antrinken“

Das „Stärk’ antrinken“ ist längst mehr als nur ein Geheimtipp: Es hat sich zu einer festen Größe und echten Kultveranstaltung unter Bierliebhabern entwickelt. Am 5. Januar 2026 lud Z-Bräu Nürnberg anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums in den Z-Bau ein – einen geschichtsträchtigen Ort, der einst als SS-Kaserne errichtet wurde und heute als bedeutendes Kulturzentrum Nürnbergs bekannt ist.

Der Begriff „Stärk’“ steht dabei für Kraft und Gesundheit. Der Brauch selbst hat christliche Wurzeln, greift jedoch eine alte fränkische Tradition auf, die wiederum vorchristliche Bezüge zu den Raunächten aufweist. Diese enden traditionell am Dreikönigstag, weshalb das Stärk’ antrinken meist am Abend des 5. Januars begangen wird. Ursprünglich war es üblich, ein Bier für jeden Monat des neuen Jahres zu trinken – ein ambitioniertes Vorhaben, das wohl kaum jemand ernsthaft angestrebt oder gar vollendet hat. Heute steht ganz klar der gemeinsame Genuss, die Geselligkeit und der Spaß im Vordergrund, weniger das symbolische Vertreiben böser Geister.

Im Mittelpunkt des Abends stand die maßvolle Verkostung einer beeindruckenden Biervielfalt. Rund zwanzig verschiedene Biere unterschiedlichster Stilrichtungen wurden angeboten – vom klassischen Hellen über verschiedene Böcke und Weizenbiere bis hin zu einem kräftigen Baltic Porter. Die Biere stammten von Z-Bräu, dem Brauverein Schwabach sowie von unseren Brauverein Wendelstein, die ihre Spezialitäten zur Verfügung stellten.

Eine besondere Ehre war es für unseren Brauverein, auf Einladung des befreundeten Brauvereins Z-Bräu das eigene Bier selbst ausschenken zu dürfen. Im Vergleich zum Vorjahr fand der Ausschank diesmal in einem größeren Raum statt, was den Ablauf spürbar entspannte. Für die Gäste bedeutete dies kurze Wartezeiten und einen durchweg angenehmen Besuch.

Begleitet wurde der Abend von guter Musik, schmackhaftem Essen und einer freundlich-entspannten Atmosphäre, die den gesamten Saal erfüllte. Zahlreiche engagierte Mitglieder unterstützten unseren Brauverein tatkräftig – sei es beim Ausschank, bei der Organisation oder im Hintergrund.

Ein herzlicher Dank gilt allen Helfern und Helferinnen, die mit ihrem Einsatz maßgeblich zum Gelingen dieses gelungenen Abends beigetragen haben.

Euer Brau-Team vom Brauverein Wendelstein

Hans Leikauf und Uwe Holm, 9. Februar 2026

Steinbierbrautag am 29. März 2026
Gemeinsam mit dem Backofenteam bringen wir die Steine im heißen Backofen auf die nötige Temperatur – der erste Schritt für einen besonderen und traditionsreichen Brautag.

Was ist Steinbierbrauen? 
Das Steinbierbrauen ist eines der ältesten bekannten Brauverfahren. Seine Ursprünge liegen unter anderem in Skandinavien und in Kärnten, zu einer Zeit, als es noch keine großen Metallbottiche gab – wir sprechen hier von Sudgrößen im Bereich mehrerer Hektoliter. Stattdessen nutzten die Brauer große Holzbottiche, die sich vergleichsweise einfach herstellen ließen. Ein Problem blieb jedoch: Ein Feuer unter dem Bottich zum Erhitzen der Maische war nicht möglich. Die Lösung war ebenso einfach wie spektakulär: Man verwendete eine Art riesigen Tauchsieder – einen Metallkorb, gefüllt mit Steinen, meist aus Grauwacke. Dieser Korb wurde über offenem Feuer auf bis zu 1.000 °C erhitzt, bis die Steine hellrot glühten, und anschließend direkt in die Maische getaucht. Man kann sich leicht vorstellen, welche Energie, Hitze und Geräuschkulisse dabei entstanden – ein wahrhaft beeindruckendes Schauspiel.

Steinbier heute
Natürlich können und wollen wir heute keinen Stahlkorb mit glühenden Steinen auf 1.000 °C erhitzen oder in dieser Form in die Maische tauchen. Wie wir das historische Verfahren modern und sicher umsetzen, könnt Ihr bei uns live vor Ort beobachten. Unsere Brauer stehen Euch jederzeit für Fragen zur Verfügung – auch wenn es während des Brauens gelegentlich, im wahrsten Sinne des Wortes, heiß hergeht und volle Konzentration gefragt ist.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Zuschauen, Staunen und Fachsimpeln.
Euer Brau-Team vom Brauverein Wendelstein

Sonstige Brauaktivitäten
Ende Januar wurde in unserem Sudhaus der Maibock eingebraut – ein kräftiger Klassiker, der seinem Namen alle Ehre macht. Getrunken wird er traditionell erst im Mai, denn ein solches Bier braucht vor allem eines: Zeit. Mit einer Stammwürze von 16,9 % und einem zu erwartenden Alkoholgehalt von guten 7 % bringt unser Maibock beste Voraussetzungen für ein vollmundiges, harmonisches Geschmackserlebnis mit. Eine lange Reifezeit ist dafür unerlässlich, damit sich die Aromen sauber ausbilden und der Bock seine typische Tiefe entfalten kann. Die Geduld zahlt sich erfahrungsgemäß aus – und wir sind schon jetzt gespannt auf die Entwicklung dieses Sudes bis zum Ausschank im Frühling.
Euer Brau-Team vom Brauverein Wendelstein

Von: Hans Leikauf (Pressetexter), Montag, 09. Februar 2026 - Aktualisiert am Freitag, 13. Februar 2026
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Brauverein Wendelstein« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/brauverein-wendelstein
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