Initiative: Planungs-Werkstatt ist „Chance für kreatives Miteinander“ in Wendelstein

Wendelstein - Als große Chance für ein „kreatives Miteinander“ von Gemeinde, Politikern und Bürgern bei der Zukunftsgestaltung von Wendelstein werten örtliche Bürgerinitiativen die von der Gemeinde geplante Planungswerkstatt im Frühjahr.

„Bürgermeister Werner Langhans und der Gemeinderat reichen damit den Bürgern in der so wichtigen Frage der künftigen Ortsentwicklung die Hand. Das zeugt von Weitsicht und Bürgernähe“, freute sich Reinhold Selz von der im vergangenen Sommer gegründeten Initiative „Bürger gestalten Wendelstein“ (IBgW) in einer Erklärung.

Selz reagierte damit auf jüngste Beschlüsse des Wendelsteiner Marktgemeinderates. Zwar hatten die Mandatsträger mehrheitlich beide Bürgeranträge der IBgW zur Frage der Mitbestimmung bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans und zur umstrittenen Bebauung des Hörnleingeländes abgelehnt. Sie erklärten sich aber gleichwohl bereit, Bürger im Rahmen einer Planungswerkstatt schon in einer frühen Phase bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans zu beteiligen. Mit dem Plan werden Pflöcke für die künftige gemeindliche Entwicklung eingeschlagen.

Selz kündigte an, die in den Wendelsteiner Bürgerinitiativen zusammengeschlossenen Bürger würden sich konstruktiv und engagiert an der Planungswerkstatt beteiligen. Selz hofft, dass möglichst viele die Möglichkeit nutzen. Die Gemeinde sei mit dem Planungsworkshop in einem zentralen Punkt der IBgW entgegengekommen. „Die Gemeindevertreter haben offenbar verstanden, dass sich mit einer solchen Form der Bürgerbeteiligung bereits in einer frühen Phase Interessenskonflikte ausmachen und klären lassen“, erklärte Selz.

Um zu verhindern, dass die Planungswerkstatt zu einer reinen Alibi-Veranstaltung werde, müsse dafür aber genügend Zeit bereit stehen. Ein Samstag sei selbst bei konzentriertester Arbeit dafür sicherlich zu wenig. Die IBGW setze auf die Zusage von Bürgermeister Langhans, gegebenenfalls mehr Zeit für die Planungswerkstatt zur Verfügung zu stellen. Außerdem mache eine solche Form der Bürgerbeteiligung nur Sinn, wenn die dort geäußerten Vorstellungen der Bürger ernst genommen werden und auch in den künftigen Flächennutzungsplan nachweisbar einfließen.

Zugleich hofft Selz auf Bewegung in Sachen des von der IBgW geforderten Gemeindeentwicklungskonzepts, das der Aufstellung eines Flächennutzplanes vorgeschaltet werden sollte. Hoffen lasse die Bereitschaft von Bürgermeister Langhans, sich mit einem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion eingehender auseinanderzusetzen. Ein solches Konzept böte die Chance, erst einmal zu klären, welches Wendelstein die Bürger künftig überhaupt wollen, bevor man über neue Wohn- und Gewerbegebiete, Straßen und Grünzonen entscheide.

Sehr bedauerlich sei die Ablehnung des Bürgerantrags in Sachen Hörnleingelände. Ganz unabhängig davon, wie man zur geplanten Siedlung auf dem ehemaligen Supermarktgelände in Großschwarzenlohe mit rund 100 Reihenhäusern stehe, sollte man eigentlich keine Probleme mit einer handwerklich sauberen Planung haben, meinte Selz. Dazu gehöre eben auch eine gründliche Prüfung der Frage, ob ein solches Projekt überhaupt mit der künftigen Wendelsteiner Gesamtplanung vereinbar sei – nicht mehr und nicht weniger habe die IBgW in ihrem Bürgerantrag gefordert.

Initiative "Bürger gestalten Wendelstein",
Sprecher Reinhold Selz, Schubertstraße 89, 90530 Wendelstein
E-Mail: reinhold.selz@outlook.de 
Tel.: 09129-907193

Von: Reinhold Selz (Sprecher der Initiative), Samstag, 28. Januar 2017 - Aktualisiert am Dienstag, 11. April 2017
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Initiative „Bürger gestalten Wendelstein“« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/initiative-buerger-gestalten-wst

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