Ja zu stabilen Finanzen: Zurück auf Los beim Frankenschnellweg
Nürnberg - Seit Jahrzehnten wird in Nürnberg über den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs gestritten. Für uns Grüne ist klar: Dieses Projekt ist verkehrspolitisch aus der Zeit gefallen, finanziell nicht verantwortbar und städtebaulich ein Rückschritt.
Über eine Milliarde Euro Gesamtkosten
Die Stadt Nürnberg rechnet mittlerweile mit Gesamtkosten von über einer Milliarde Euro. Der städtische Eigenanteil wird aktuell mit über 400 Millionen Euro veranschlagt. Zum Vergleich: Das neue Schulzentrum Südwest in Eibach für rund 2.500 Schüler*innen kostet etwa 200 Millionen Euro. Für den Nürnberger Anteil am Tunnel könnten also rechnerisch zwei große Schulzentren dieser Größenordnung entstehen. Hinzu kämen jährliche Betriebs- und Unterhaltskosten in Millionenhöhe.
Zehn Jahre Baustellenchaos
Damit würde der Tunnel den städtischen Haushalt auf Jahrzehnte immens belasten und zukünftigen Generationen erheblichen Gestaltungsspielraum nehmen. Gleichzeitig wäre das Projekt mit weit über zehn Jahren Baustellenchaos verbunden, mit massiven Einschränkungen für Anwohner*innen, Pendler*innen und Gewerbetreibende.
Es gibt eine bessere Lösung – ohne Tunnel
Dabei liegt längst eine bessere Lösung auf dem Tisch: Die Grüne Stadtratsfraktion hat eine Alternativplanung zur Sanierung und Ertüchtigung des Frankenschnellwegs vorgelegt, die in wesentlichen Punkten auch von der städtischen Verwaltung bestätigt wurde.
Vorteile der Grünen Alternativlösung wären:
• kein teurer Tunnel
• halbe Bauzeit
• kein Stau mehr
• ein Stadtteilpark für St. Leonhard
• ein Bruchteil der Kosten.
Kein „weiter so“
Alexander Kahl, Co-Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Nürnberger Stadtrat, erklärt: „Angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt Nürnberg kann es kein ‚Weiter so‘ geben. Wir können uns weder den Eigenanteil von über 400 Millionen Euro noch das enorme Risiko weiterer Kostensteigerungen leisten. Wer heute an diesem Tunnel festhält, bindet Geld, das künftig für Schulen, Klimaschutz, soziale Infrastruktur und lebenswerte Stadtteile fehlen wird.“
Die Entscheidung liegt in Ihren Händen: 28. Juni 2026 Bürgerentscheid
Am 28. Juni entscheiden die Nürnberger*innen nun im Bürgerentscheid der Initiative „lieber zurück auf los“ über die Zukunft des Projekts. Für unser Nürnberg ist das eine große Chance: für eine rasche, bezahlbare und stadtverträgliche Lösung am Frankenschnellweg.
Ein JA beim Bürgerentscheid ist ein JA zu moderner Verkehrspolitik und generationengerechten Stadtfinanzen!
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