Jugendliche sollen sich bewerben!

Region - Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt wird schwieriger! Das ergab sich beim letzten virtuellen Meeting des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT Roth-Schwabach.

  • Mit Engagement findet sich auch in Corona-Zeiten ein Praktikum oder eine Ausbildung wie Marvin, der im letzten Jahr seine Ausbildung zum Kälte- und Klimatechniker bei B&L Büchenbach gestartet hat und von Eva Schermeyer von Unternehmerfabrik mit einem Geschenk zum Ausbildungsstart überrascht wurde.

    Mit Engagement findet sich auch in Corona-Zeiten ein Praktikum oder eine Ausbildung wie Marvin, der im letzten Jahr seine Ausbildung zum Kälte- und Klimatechniker bei B&L Büchenbach gestartet hat und von Eva Schermeyer von Unternehmerfabrik mit einem Geschenk zum Ausbildungsstart überrascht wurde.
    © Unternehmerfabrik Landkreis Roth GmbH

    Weitere Informationen unter www.ausbildung-roth.de

Mehr als 40 Schul- und Unternehmensvertreter aus dem Landkreis sowie der Stadt Schwabach tauschten sich vergangene Woche kurzfristig aus. Es ging hauptsächlich um die Auswirkungen der Pandemie auf den Ausbildungsmarkt.

Dabei berichteten Lehrer und pädagogische Fachkräfte von den Schwierigkeiten ihrer Schüler, eine Praktikumsstelle zu finden. Diese Stellen stehen nicht wie sonst zur Verfügung, weil die Betriebe wegen der Corona bedingten Vorsichtsmaßnahmen keine Praktikant*innen aufnehmen können oder das dafür zuständige Personal schlicht nicht vor Ort, sondern im Homeoffice arbeitet.

Andrea Droglauer, Vorsitzende des Arbeitskreises und Rektorin der Anton-Seitz-Mittelschule machte deutlich, welche Konsequenzen es hat, wenn Praktika ausfallen:  „Manche Jugendliche sind verunsichert, haben nicht den Mut, sich zu bewerben oder sie verlieren zum Teil aufgrund von Absagen die Motivation.“

Begünstigt wird ein solcher Stimmungswandel auch dadurch, dass aktuell für Herbst weniger Ausbildungsplätze angeboten werden als in den Vorjahren. „Die Firmen sind verständlicherweise vorsichtig“, erklärt Isolde Krahle, die als Geschäftsführerin des Arbeitskreises mit vielen Ausbildungsbetrieben in Kontakt steht. Aber es gibt Ausbildungsplätze, weshalb es wichtig sei, dass Bewerber*innen verstärkt  Eigeninitiative zeigen und sich nicht abschrecken lassen. „Wer mit echtem Interesse Kontakt zu einem Betrieb aufnimmt und deutlich Willen zeigt, wird auch in diesem Jahr einen Praktikumsplatz bzw. einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben“, so Krahle, „denn viele Ausbildungsbetriebe warten noch auf Bewerbungen, weil bisher nur wenige eingegangen sind.“

Aufgrund der derzeitigen Situation sind auch die Möglichkeiten der Berufsorientierung eingeschränkt, aber sie findet statt. So führt die Berufsberatung der Agentur für Arbeit die Berufsorientierung an den Schulen jetzt virtuell durch. Für Betriebe werden Möglichkeiten gesucht und an der Realschule Roth bereits praktiziert, wie Firmen ihre Berufe in den Klassen vorstellen können. Und auch die Eltern sind gefordert, ihren Kindern unter die Arme zu greifen, sei es bei der Berufswahl oder den Bewerbungen für ein Praktikum bzw. eine Ausbildung.

Unterstützung bei der Bewerbung können Jugendliche außerdem im Bewerbungstraining bekommen. Aufgrund der aktuellen Lage wird jetzt online gecoacht. Anmeldungen telefonisch unter 09171- 853830. 

Weitere Informationen unter www.ausbildung-roth.de

Von: Eva Schermeyer, Dienstag, 16. Februar 2021 - Aktualisiert am Donnerstag, 11. März 2021
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Roth-Schwabach« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/arbeitskreis-schulewirtschaft

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