Keine Gewalt gegen Frauen
Herpersdorf - Die Worzeldorfer CSU und die Lebensmittelretter haben gemeinsam mit dem Bürgerverein, der Frauen-Union und der VR-Bank eine „Orange Bank“ in die Ortsmitte Herpersdorfs platziert. Sie soll als öffentliches Symbol ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen setzen und Hilfeangebote in die Öffentlichkeit tragen. Das große öffentliche Interesse an der offiziellen Einweihung belegt den starken Zusammenhalt im Stadtteil.
Das Signal ist deutlich und klar: „Keine Gewalt gegen Frauen.“ Als Symbol dafür haben die CSU Worzeldorf, die Frauen-Union, die Worzeldorfer Lebensmittelretter, Zonta Nürnberg, der Bürgerverein und die VR-Bank vor dem Eingang zur Geldhaus-Filiale in Herpersdorf eine „Orange Bank“ platziert. Ziel der Aktion ist es, Bewusstsein zu schärfen und auf Hilfeangebote hinzuweisen. „Außerdem ist sie ein Zeichen für das gute Miteinander im Stadtteil“, hieß es.
Die Bank soll ein dauerhaftes sichtbares Symbol im öffentlichen Raum schaffen, das sensibilisiert und zum Hinschauen ermutigt. Auf der Bank sind ein QR-Code und Telefonnummern zu entsprechenden Organisationen zu finden. Der Standort ist bewusst gewählt worden. Er ist gut erreichbar und wird im Alltag stark frequentiert. Die VR-Bank und ihr Regionaldirektor Volker Dütsch haben das Projekt von Beginn an unterstützt. „Die Bank hier steht für Verlässlichkeit, Vertrauen und Schutz“, sagte Dütsch.
Der Worzeldorfer CSU-Chef Theo Deinlein und die Lebensmittelretter-Vorsitzende Monika Simon-Deinlein freuten sich sehr über das große Interesse der Bevölkerung. Über 50 Frauen und Männer waren zur offiziellen Einweihung der „Orangen Bank“ vor der Herpersdorfer VR-Bank gekommen. Unter Ihnen die städtische Gleichstellungsbeauftragte Hedwig Schouten, Andreas Krieglstein, Chef der CSU-Fraktion im Nürnberger Stadtrat, sowie Susanne Ehmer und Nina Konopinski-Klein als Vorstand des Zonta Clubs Nürnberg.
„Es ist ein historischer Moment“, meinte Monika Simon-Deinlein, „denn es ist die erste Bank in der Südlichen Außenstadt.“ Weitere „Orange Bänke“ stehen in anderen Stadtteilen und in Nürnbergs Mitte am Kornmarkt. Die Idee zur Bank in Herpersdorf war beim Neujahrsempfang des Zonta Clubs in Nürnberg entstanden. Die 1992 gegründete Vereinigung ist Teil einer internationalen Organisation, die sich seit 1919 weltweit als Zusammenschluss beruflich erfolgreicher Frauen für die Rechte, die Gleichstellung und die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen einsetzt.
Andreas Krieglstein dankte insbesondere den Worzeldorfer Lebensmittelrettern, deren Aktionen für einen starken Zusammenhalt im Stadtteil sorgen. Mit Blick auf das Dunkelfeld der Gewalt gegen Frauen versprach der CSU-Politiker, sich verstärkt für Sicherheit in Nürnberg einzusetzen. Hedwig Schouten sah darin eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Wir schauen nicht weg“, müsse das Signal lauten, sagte die Nürnberger Gleichstellungsbeauftragte. Sie bezeichnete Prävention und für das Thema als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Die „Orange Bank“ repräsentierte für Schouten in diesem Rahmen vor allem „die Sichtbarkeit von Hilfeangeboten“.
Susanne Ehmer freute sich „riesig über die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum“, denn die Bank stehe für Vernetzung und Gespräche. Zugleich forderte die Zonta-Vorsitzende mehr Aufklärung über Gewalt gegen Frauen durch entsprechende Bildung in den Schulen. Die mittelfränkische Schönheitskönigin Carolin Jäger war aus Schwabach in den Nürnberger Stadtteil gekommen, um ihre Solidarität für Frauen zu bekunden, die Opfer von Gewalt werden. Schließlich war es Pfarrvikar Vasile Vulpe, der die Bank mit dem göttlichen Segen versah und den Einsatz gegen Gewalt theologisch begründete. „Jeder Mensch ist ein Abbild Gottes und deshalb sind alle gleich viel wert, und alle sind mit derselben Menschenwürde ausgestattet“, so der Geistliche.
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