Keine verpassten Chancen

Schwanstetten - In Schwanstetten haben wir viele soziale Einrichtungen, die mit viel ehrenamtlichen Engagement am Laufen gehalten werden. Sei es die Nachbarschaftshilfe, der Bürgertreff oder der Bürgerbus, um nur die von der Marktgemeinde verantworteten Bereiche zu nennen. Hier hat sich das Quartiersmanagement bewährt.

Um diese wertvollen Arbeiten noch mehr zu unterstützen, da leider auch ehrenamtliche Hilfe an ihre Grenzen kommt, hat die Gemeindeverwaltung einen Vorschlag erarbeitet, der von der SPD-Marktgemeinderatsfraktion mitgetragen wird.  Auf Dauer angelegt und mit festem Personal.

Dem stellt die CSU einen Antrag entgegen, eine FSJ-Stelle zu schaffen. Das mag eine kostengünstige Lösung sein. Jedoch bringt es etwas, jedes Jahr neues Personal dafür zu suchen, neu einzuarbeiten und nicht mal sicher zu wissen, ob die Stelle besetzt werden kann? Soll die tatsächlich vorhandene Arbeit gegebenenfalls nicht gemacht werden, wenn die FSJ-Stelle nicht besetzt wird oder der- oder diejenige für die Arbeit weniger geeignet ist?

Als SPD sind uns die Menschen, die von der Nachbarschaftshilfe, dem Bürgertreff und dem Bürgerbus profitieren mehr wert. Daher haben wir den Antrag der CSU bezüglich der FSJ-Stelle abgelehnt und uns für den Vorschlag der Gemeindeverwaltung eingesetzt.

Ein weiteres Beispiel für nicht zielführende Anträge ist die gewünschte Bewerbung um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ durch die CSU, dass eine Förderung von bis zu 45% der Kosten ermöglichen soll. Bei der anstehenden Sanierung der Gemeindehalle klingt dies natürlich verführerisch. Der Antrag hätte aber bis 31.1.26 eingereicht werden müssen. Voraussetzung wäre auch gewesen, ein sehr hohes energetisches Niveau zu erreichen.  Unbestritten ist, dass aufgrund des Alters der Halle die Heizung/Belüftung und Beleuchtung erneuert werden müssen. Damit würde aber noch lange nicht die geforderten energetischen Ziele für eine Förderung erreicht. Hierzu wären kurzfristig umfangreiche zusätzliche Planungen notwendig gewesen. Und ob es nachhaltig ist, eine intakte Gebäudehülle zu erneuern, ist mehr als fraglich.

Im genannten Bundesprogramm wurden insgesamt 330 Millionen Euro Fördermittel bundesweit zur Verfügung gestellt. Die CSU war der Meinung, dass 7,2 Millionen Euro davon nach Schwanstetten gekommen wären. Für dieses Förderprogramm wurden übrigens inzwischen über 3600 Anträge eingereicht. An Fördermitteln wurden 7,5 Milliarden beantragt. Dies bestätigt nur die Meinung der SPD Schwanstetten, dass ein Antrag auf die Fördermittel aussichtslos war und nur Arbeit für Verwaltung und weitere Planungskosten verursacht hätte.

Von: Jobst-Bernd Krebs (Wahlkampteam SPD Schwanstetten), Montag, 02. März 2026 - Aktualisiert am Donnerstag, 05. März 2026
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »SPD Schwanstetten« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/helferkreis-schwanstetten
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